50 Jahre WZB - eine Chronik
1968
Oktober 1968: Gerd Brand, bis 1969 noch Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, trägt im Kuratorium des gerade an der TU Berlin gegründeten Zentrums Berlin für Zukunftsforschung (ZBZ) sowie auf einer Tagung des Arbeitskreises Berlin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seinen Plan für ein „Deutsches Wissenschaftszentrum Berlin“ vor
1969
3. Februar 1969: Gründung der „Wissenschaftszentrum Berlin gGmbH“ durch die Bundestagsabgeordneten Johann Baptist Gradl (CDU), Gerhard Jahn (SPD) und Franz Amrehn (CDU) mit 12 weiteren Mitgliedern des Deutschen Bundestages als persönlich haftende Gesellschafter in einer Notariatskanzlei am Kurfürstendamm (siehe Foto)
März 1969: Konstituierende Gesellschafterversammlung in Berlin
Juli 1969: Gründungsplan für das Internationale Institut für Management und Verwaltung des WZB fertiggestellt
Dezember 1969: Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines Internationalen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung, dessen Gründung in der Folgezeit scheiterte
1970
April 1970: Pressekonferenz des WZB im Berliner Hotel „Seehof“ von Mitgliedern der „Roten Zellen“ an der FU Berlin und eines „Aktionsrats WZB“ der TU Berlin mit Knallkörpern, Stinkbomben und skandierten Sprechchören gesprengt
Juli 1970: Stellungnahme des Wissenschaftsrats zur Frage der Notwendigkeit des WZB
August 1970: Das Internationale Institut für Management und Verwaltung nimmt unter dem Gründungsdirektor James E. Howell als erstes Institut anwendungsbezogener Sozialwissenschaft der „Trägergesellschaft“ WZB seine Arbeit in einer Villa in Berlin-Grunewald (Griegstraße 5-7, siehe Foto) auf
1971
September 1971: Gerd Brand, seit 1969 als Geschäftsführer tätig, wird jetzt auch formell erster Generalsekretär des WZB
November 1971: Gründungsplan für ein Internationales Institut für Umweltfragen
1972
Juli 1972: Konstituierende Sitzung des Kuratoriums
1973
Juni 1973: Gründungsplan für ein Internationales Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung des WZB
August 1973: Fritz W. Scharf wird Direktor für den Forschungsschwerpunkt Arbeitsmarktpolitik am Internationalen Institut für Management und Verwaltung
1974
Januar 1974: Walter H. Goldberg wird Direktor für den Forschungsschwerpunkt Industriepolitik am Internationale Institut für Management und Verwaltung, so dass das Institut von einer Doppelspitze geleitet wird
September 1974: Helmut G. Meier wird Generalsekretär des WZB
Oktober 1974: Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Internationales Instituts für Vergleichende Gesellschaftsforschung nimmt seine Tätigkeit auf
1975
Oktober 1975: Vorbereitungsgruppe des künftigen Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft nimmt seine Arbeit auf
1976
Februar 1976: Meinolf Dierkes wird Direktor am Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft
Mai 1976: WZB verliert privaten Status mit Übernahme der Gesellschaftsanteile durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin; das WZB wird künftig als „Blaue-Liste“-Institut zu 75 Prozent vom Bund sowie zu 25 Prozent vom Land getragen
August 1976: Frieder Naschold wird Direktor für den Forschungsschwerpunkt Arbeitspolitik am Internationalen Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung
Oktober 1976: Abschluss eines Kooperationsvertrags zwischen dem WZB und den beiden Hochschulen im damaligen West-Berlin (Freie Universität und Technische Universität)
1977
Juli 1977: Karl W. Deutsch wird Direktor für den Forschungsschwerpunkt Globale Entwicklungen am Internationalen Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung
1978
Januar 1978: Konstituierung des WZB-Beirats
Juni 1978: Heft 1 der „WZB-Mitteilungen“ erscheint, vorher sind schon zwei sogenannte Nullnummern publiziert worden