Wandel im öffentlichen Dienst: Vom Staatsdiener zum Dienstleister
Immer mehr Dienstleistungsarbeit findet unter öffentlich-privater Regie statt. Unter dem Stichwort „New Public Management“ sind grundlegende Verwaltungsreformen initiiert worden: Organisationseinheiten werden ausgelagert. Die Arbeit wird umstrukturiert und zunehmend zwischen öffentlicher Hand, privaten Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen aufgeteilt. Damit ändert sich auch die Vorstellung vom Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Nicht mehr der Staatsdiener ist das Leitbild, sondern der kunden- und bürgerorientierte Dienstleister. Im neuen WZBrief Arbeit berichtet Maria Oppen, welchen Einfluss die Reorganisation öffentlicher Dienste auf die Beschäftigten und ihre Arbeit hat.
Viele Beschäftigte erkennen in diesem Wandlungsprozess Chancen auf größere Spielräume für selbstbestimmtes Arbeiten, interessantere Aufgaben und viel¬fältigere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig sehen sie auch die Risiken wie den möglichen Verlust von Verlässlichkeiten, eine geringere Arbeits¬platzsicherheit und gelockerte Sozialstandards.