Beim YES! Wettbewerb gewonnen
Beim YES! Schulwettbewerb treffen jedes Jahr Forscher*innen und Schülerteams aus Deutschland zusammen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu erarbeiten. Die Teams lernen, wie sie wissenschaftlich arbeiten und fundierte Quellen benutzen. Die Forschenden können ihre Forschungsgebiete einem Praxistest unterziehen. Sieben Schulen waren am 9. Juni beim Regionalfinale Ost des Schülerwettbewerbs YES! am Start und präsentierten die Ideen, die sie gemeinsam mit Forschenden aus wissenschaftlichen Institutionen, darunter auch dem WZB, erarbeitet haben.
Rebecca Wetter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Ausbildung und Arbeitsmarkt, betreute zwei Gymnasien aus Berlin. Schüler*innen einer Heppenheimer Schule hatten Robert Scholz, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Globalisierung, Arbeit und Produktion, an ihrer Seite. Sie beschäftigten sich mit dem Thema „Die Macht der Großen – Wie lassen sich Beschäftigte an Entscheidungen in Großkonzernen beteiligen?“.
Rebecca Wetters Team vom Goethe-Gymnasium Berlin-Wilmersdorf (oben im Bild) überzeugte beim Regionalfinale mit dem interkulturellen Konzept „Communication is the key“, das Kinder und Jugendliche an Berliner Schulen zusammenbringen und den Kontakt zwischen den Kulturen verbessern will. Zur Einordnung hatten die Schüler*innen eine qualitative Umfrage an ihrer Schule gestartet. Das Ergebnis: Es gibt noch zu wenig Austausch unter den Kulturen, aber der Wunsch besteht, dies zu verändern. Das daraus entstandene Konzept der Schüler*innen will gezielt viele Schüler*innen und Jahrgangsstufen ansprechen. Bei einer großen Sportveranstaltung - den Communication meets Culture-Tagen - unter Einbeziehung der Berliner Sportstätten sollen die Teilnehmenden verschiedener Altersstufen zunächst mit Lernmodulen über Themen wie Kultur, Musik und Essen in anderen Ländern informiert werden. In einem Wettbewerb treten Teams verschiedener Schulen dann bunt zusammengewürfelt gegeneinander an. Die ausgereifte Idee und die tolle Präsentation brachten dem Team einen von zwei ersten Plätzen des Regionalwettbewerbs ein – gemeinsam mit dem Team vom Martineum Halberstadt.
Das Team vom Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim um Robert Scholz begeisterte mit Ideen zum Thema, wie Mitbestimmung in Unternehmen auch jüngeren Arbeitnehmer*innen zugänglich gemacht werden kann. Unter dem Solgan "Mitbestimmung macht glücklich" entwickelten die Schüler*innen Infopakete, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und den Instagram-Account @Demokratie_unternehmen, mit dem sie Informationen leicht zugänglich machen möchten. Dabei hat sich das Schülerteam auch kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt und fragt: Wieso binden Führungskräfte ihre Mitarbeitenden nicht stärker ein?
Dass der Transfer von Forschungsergebnissen ganz unmittelbar Ideen und Konzepte beflügeln kann, ist bei dem Schülerwettbewerb besonders zu spüren. Er zeigt sich im Ringen um Lösungen und dem intensiven Nachdenken über Probleme. "Die Schüler*innen sind dabei aktiv in den Prozess von Forschung eingebunden“, wie Thilo Neidhöfer vom YES!-Team deutlich machte. Den WZB-Forscher*innen hat das Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülerinnen viel Freude bereitet - auch wenn in den mehreren Teamsitzungen einiges an Arbeit steckt.
13.6.22
