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Abstract

Arbeitnehmernahe Forschung erfreute sich im industrie- und arbeitssoziologischen Diskurs der 1970er Jahre großer Beliebtheit. Dieser Forschungstrend wurde in den 1980er Jahren durch die ökonomisch orientierte neoklassische Arbeitsmarktforschung verdrängt. Doch wie ist die Situation heute? Wird der Frage nach Ungleichheiten bei den Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmern 40 Jahre nach ihrer Hochphase nur noch ein geringes Forschungsinteresse zuteil?

Project Management

Research fields

Labor and Labor Market
Duration
2014-2015
Funding
Hans-Böckler Stiftung
Annäherungen der Protestforschung
Höhere Kompetenzen zahlen sich für gering qualifizierte Männer kaum aus
Neuer WZBrief Arbeit

In Deutschland verfügen 17 Prozent aller gering qualifizierten Männer über gute mathematische Kompetenzen, obwohl sie keinen Berufs- oder Studienabschluss haben. Trotzdem sind sie nicht häufiger erwerbstätig als gering Qualifizierte mit sehr niedrigen Kompetenzen, denn auf dem deutschen Arbeitsmarkt zählt vor allem der berufliche Abschluss. In anderen Ländern profitieren Männer ohne formalen Abschluss stärker von höheren Kompetenzen. Das zeigen die beiden WZB-Wissenschaftler Jan Paul Heisig und Heike Solga in einer Studie, die jetzt als WZBrief Arbeit erschienen ist.