Gerichte gehören institutionell zu den großen Globalisierungsgewinnern. Seit 1990 gibt es kaum eine neue Verfassung ohne ein starkes Verfassungsgericht. Verfassungsgerichte spielen auch in der Praxis eine zunehmend gewichtige Rolle im politischen System liberaler Demokratien. Gerichte wie der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg oder der Europäische Gerichtshof in Luxemburg sind seit Jahrzehnten einflussreiche Akteure. Vereinfachend lässt sich von einer Verrechtlichung der Politik und einer Politisierung des Rechts sprechen. Was erklärt diese Entwicklung?
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Interdisziplinärer Workshop
Obwohl die Ressortforschung des Bundes eine lange Tradition besitzt, ist sie erst in den letzten Jahren in den Blickpunkt einer breiteren Fachöffentlichkeit getreten. Dies hat einerseits mit der wachsenden Bedeutung wissenschaftlicher Unterstützung für die Gesetzgebung zu tun, andererseits mit dem steigenden Evaluationsdruck, dem alle Wissenschaftseinrichtungen seit der Jahrtausendwende unterworfen sind.
Gäste:
Dr. Thomas Fitschen
Auswärtiges Amt, Leiter Referat für konzeptionelle Fragen der Politik der Vereinten Nationen
Alejandro Rodiles
Rechtsberater bei der ständigen Vertretung Mexikos bei den Vereinten Nationen von 2009-2011
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Humboldt Universität