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Übergänge von der dualen Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt: Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark im Vergleich

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seit 7/2009

Das Dissertationsprojekt von Christian Ebner (Link zur Profilseite) untersucht erstmalig en detail die Arbeitsmarkteinstiegsprozesse junger Menschen in vier Ländern mit dualem Ausbildungssystem: Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark. Durch die Dualität der Lernorte erwerben Auszubildende nicht nur theoretisch-abstraktes Wissen in der Berufsschule wie etwa in Frankreich, sondern zudem gleichzeitig praktische Berufserfahrung im Ausbildungsbetrieb. Ebenso werden junge Menschen in den deutschsprachigen Ländern und Dänemark über mehrere Jahre in einem anerkannten, landesweit standardisierten Beruf ausgebildet, der von Arbeitgeberseite mitentwickelt wurde. Dies sichert gerade gegenüber alternativen Ausbildungssystemen wie dem in England verbreiteten Modell eines „training on the job“ einen gewissen Qualitätsstandard und die Übertragbarkeit beruflicher Kompetenzen zwischen verschiedenen Firmen. Damit haben Ausbildungsabsolventen mit dualem Berufsabschluss im internationalen Vergleich prinzipiell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch stellt sich erstens die Frage, wie ähnlich die dualen Ausbildungssysteme der vier Untersuchungsländer tatsächlich sind. Und zweitens – damit verbunden – in welchem der Länder der Arbeitsmarkteinstieg am reibungslosesten gelingt, bzw. wo die Kopplung zwischen dualem Ausbildungssystem und Arbeitsmarkt am engsten ist. Um dies zu untersuchen, werden Arbeitsmarktmatches und -mismatches von Personen mit dualem Ausbildungsabschluss bei Erwerbseinstieg analysiert. Hinweise auf eine Entkopplung zwischen Ausbildungssystem und Beschäftigungssystem geben auf der Individualebene etwa das Auftreten von Erwerbslosigkeit, Abweichungen vom Normalarbeitsverhältnis (z.B. befristete Anstellungen) oder wenn der aktuell ausgeübte Beruf nicht mit dem Ausbildungsberuf übereinstimmt.