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Wir befinden uns mit der Corona-Pandemie in einem Ausnahmezustand, der deutlicher denn je bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sichtbar werden lässt. Erste Forschungsergebnisse zeigen: Die Krise belastet Frauen – und insbesondere Mütter – offenbar mehr als Männer. Deshalb hat der Berliner Senat für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung das WZB mit einer Studie beauftragt, die kurzfristigen und mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale und ökonomische Situation von Frauen in Berlin zu untersuchen.
Im Projekt wird für sieben deutsche Großstädte untersucht, inwieweit die soziale Lage der Stadtteile mit der ungleichen Verteilung von Umweltbelastungen, Erholungsräumen, Spielplätzen, beruhigten Straßenabschnitten, kulturellen und schulischen Institutionen und der Verteilung von Kinder- und Jugendmedizinern zusammenhängt. Die Ausgangshypothese des Projekts ist, dass mit der Ballung vieler armer Kinder in einem Stadtteil auch eine Benachteiligung bei weiteren Charakteristika einhergeht, die für Kinder relevant sind. Das Projekt wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Deutschen Kinderhilfswerk durchgeführt.