Gruppenbild Politik der Digitalisierung
David Ausserhofer
Forschungsgruppe
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Die Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ (POLDI) erforscht die Deutung, Aushandlung und Regelung der digitalen Transformation. Ihr Ziel ist es, die Strategien, Kompetenzen und Praktiken der Gestaltung der Digitalisierung und ihrer gesellschaftlichen Folgen zu untersuchen und zu bewerten.

Den Ausgangspunkt der Arbeit der Forschungsgruppe bildet ein Verständnis von Digitalisierung als kontinuierlichem sozio-technischem Wandlungsprozess. Die digitale Transformation ist nicht einseitig technikgetrieben, vielmehr verläuft sie entwicklungsoffen, konflikthaft und reflexiv. Zur Untersuchung dieses Wandlungsprozesses knüpft die Gruppe konzeptionell an die sozialwissenschaftliche Governance-Forschung, die Diskursforschung, die Techniksoziologie, die soziologische Feldtheorie, die Soziologie der Quantifizierung und Bewertung, wie auch an die moderne Demokratietheorie an.

Die Forschung der Forschungsgruppe konzentriert sich auf die politische Dimension des digitalen Transformationsprozesses und analysiert diese in zweifacher Hinsicht: Zum einen wird die Digitalisierung als Ressource politischer Ordnungsbildung (Regulierung durch Digitalisierung) verstanden, zum anderen kommt sie als Gegenstand von politischen Entscheidungen in den Blick (Regulierung von Digitalisierung).

Im Jahr 2017 trug die Forschungsgruppe zur Gründung des Deutschen Internet-Instituts, dem „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“, bei. Zwei der Projekte von POLDI sind am Weizenbaum-Institut angesiedelt. Gemeinsam mit diesem und mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) steht POLDI durch gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen in regelmäßigem Austausch.

 

Kontakt:

Katya Rösch
Mail: katya.roesch [at] wzb.eu
Fon: 030 25491-625

Reichpietschufer 50
D-10785 Berlin

Twitter

@internet_policy

Aktuelles

In der nun veröffentlichten Stellungnahme "Digitalisierung und Demokratie" der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina stellt eine Gruppe von Expert:innen ihre Handlungsempfehlungen für demokratiefördernde digitale Öffentlichkeiten vor. Jeanette Hofmann hatte bis November 2020 die Co-Leitung der Gruppe inne.

 

In der Nr. 171 der WZB-Mitteilungen vom März 2021 "Von Computern und Menschen: Die digitalisierte Gesellschaft" beschreiben zahlreiche Mitglieder der Forschungsgruppe ihre Forschung in einfach zugänglicher Weise. Das ganze Heft gibt es hier zum Download. Exklusiv online erschienen ist "Langer Atem statt kurzer Prozess: Online-Meinungsfreiheit in Deutschland" von Torben Klausa.

 

Julia Pohle schreibt in Digitale Souveränität über das Ringen um Handlungs- und Entscheidungsfreiheit im Netz. Jeanette Hofmann und Thorsten Thiel schildern die schleichende Übernahme der künstlichen Intelligenz und den Wandel der Demokratie. Sebastian Berg argumentiert, dass trotz der Unmittelbarkeit der Daten auch digitale Demokratie nicht auf politische Repräsentation nicht verzichten kann.

 

Ronja Kniep fragt, wer überwacht die digitale Überwachung? und schildert die Kontrolle der Geheimdienste als Gradmesser der Demokratie. Clara Iglesias Keller zeigt das Dilemma im Kampf gegen Desinformation, aber für die Meinungsfreiheit anhand der Herausforderungen der digitalen Kommunikation in Brasilien. Paola Lopez mahnt ob der Diskriminierung durch Data Bias, dass Künstliche Intelligenz soziale Ungleichheiten verstärken kann.

 

Florian Eyert und Paola Lopez fordern: KI demokratisieren, Fairness und Transparenz lassen sich nicht durch Technik allein herstellen. Silvio Suckow und Thorsten Thiel werben in Grenzen überwinden dafür, wie Digitalisierung die Zusammenarbeit zwischen Disziplinen fördert. Und Florian Irgmaier legt den irritierenden Verlust des Nichtwissens offen, durch den die Digitalisierung die Gesellschaft mit sich selbst konfrontiert.

Neue Publikationen

Ulbricht, Lena/Yeung, Karen (2021): "Algorithmic regulation: A maturing concept for investigating regulation of and through algorithms". In: Lena Ulbricht/Karen Yeung (Hg.); Regulation & Governance, special issue „Algorithmic Regulation“, S. 1-20.

 

Busch, Christoph/Graef, Inge/Hofmann, Jeanette/Gawer, Annabelle (2021): Uncovering Blindspots in the Policy Debate on Platform Power. Final Report. Brüssel: Expert Group for the Observatory on the Online Platform Economy of the European Commission.

 

Thiel, Thorsten (2021): "Anonymity. The Politicisation of a Concept". In: The Anon Collective (Ed.): The Book of Anonymity. Earth, Milky Way/Goleta, CA: punctum books, S. 88-109.

 

Thiel, Thorsten/Rostalski, Frauke (2021): "Künstliche Intelligenz als Herausforderung für demokratische Partizipation". In: Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Verantwortung: Maschinelles Lernen/Künstliche Intelligenz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Hg.): Verantwortungsvoller Einsatz von KI?. Mit menschlicher Kompetenz!. #Verantwortung KI - Künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Folgen, Nr. 4/2021. Berlin: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, S. 56-63.

 

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