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Presse Aktuelle WZB-Studie

Genehmigung von Privatschulen: Bundesländer missachten Grundgesetz

Foto: dpa/picture alliance
Die Bundesländer missachten Vorgaben des Grundgesetzes über die Genehmigung von Privatschulen. Die laut Verfassung verbotene „Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern“ an Privatschulen wird durch die Schulpolitik und Verwaltungspraxis unterlaufen. Die vom Grundgesetz beabsichtigte soziale Durchmischung der Privatschulen findet nicht statt. Das belegen der Jurist Michael Wrase und der Bildungssoziologe Marcel Helbig in einer Studie, die jetzt in der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht erschienen ist. mehr
Forschung Neue WZB-Studie

Väter haben durch Elternzeit keine Lohneinbußen

Foto: Ben_Kerckx @Pixaby
Wenn Väter Elternzeit nehmen, wirkt sich das nicht negativ auf die Entwicklung ihrer Löhne aus. Wählen Väter dagegen Teilzeit, um Beruf und Familie besser zu verbinden und mehr Zeit für ihre Kinder zu haben, müssen sie mit Lohneinbußen und Karrierenachteilen rechnen. Das fand Mareike Bünning, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Nachwuchsgruppe Arbeit und Fürsorge, in einer gerade in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie veröffentlichten Studie heraus. mehr
Presse Best-Up-Studie von WZB und DIW

Mehr Infos ebnen den Weg an die Universität

Großer Lesesaal der Universität Wien, © Universität Wien/Barbara Mair
Wer in der Schule Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung eines Studiums erhält, will nach dem Abitur eher studieren. Das zeigt sich insbesondere bei Kindern, deren Eltern selbst keinen Hochschulabschluss haben: Bei diesen AbiturientInnen erhöhen die bereitgestellten Informationen die Wahrscheinlichkeit, sich auf Studienplätze zu bewerben oder in zulassungsfreie Studiengänge einzuschreiben, um zwölf Prozentpunkte. Das sind erste Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie, für die das WZB und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mehr als 1.500 angehende Berliner AbiturientInnen seit 2013 begleitet haben. So kann mit dem Berliner-Studienberechtigten-Panel (Best Up) zum ersten Mal für Deutschland in kausaler Weise nachvollzogen werden, ob bessere Informationen das Verhalten von SchülerInnen wirklich beeinflussen. mehr
Presse Datenreport 2016 erschienen

Bildung ist der Schlüssel zur Integration

Cover Datenreport 2016
Migranten in Deutschland sind mit 35 Jahren mehr als zehn Jahre jünger als Menschen ohne Migrationshintergrund. Es gibt mehr Ledige unter ihnen, mehr Menschen in Ausbildung und weniger im Rentenalter. Deutlich sind aber auch die Unterschiede bei der schulischen und beruflichen Qualifikation. So haben 35 Prozent der Migranten im Alter von 25 bis 64 Jahren keinen berufsqualifizierenden Abschluss, unter den gleichalten Nichtmigranten sind es 9 Prozent. Dabei gilt insbesondere für Migranten: Mit höherer Bildung verbessern sich ihre Chancen am Arbeitsmarkt, erzielen sie höhere Einkommen und sinkt ihr Armutsrisiko. Trotz größerer Armut sind Zuwanderer dennoch zufriedener mit ihrem Leben und blicken optimistischer in die Zukunft als die Deutschen. mehr