Presse BMBF entscheidet sich für den Standort Berlin

Deutsches Internet-Institut: Berlin-Brandenburger Konsortium erhält Zuschlag

Das deutsche Internet-Institut kommt nach Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute die Entscheidung für den Standort des neuen Instituts bekannt gegeben, das als „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen wird. Hinter dem Antrag aus Berlin und Brandenburg steht ein Konsortium von sieben Einrichtungen, die sich bei einem bundesweiten Wettbewerb gemeinsam für das Internet-Institut beworben haben. Der WZB koordinierte Verbund umfasst neben dem WZB die vier Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin und Technische Universität Berlin – sowie die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).  mehr
Presse Ausschreibung

Journalist in Residence Fellowship 2017

Das WZB lädt erneut Journalistinnen und Journalisten ein, sich für einen Gastaufenthalt am WZB zu bewerben. Das Journalist in Residence Fellowship richtet sich an fest angestellte Redakteure und freie Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum mit mehrjähriger Berufserfahrung, die sich im Dialog mit den Forschern einem selbst gewählten Projekt widmen möchten. Bewerbungen sind bis 5. Juli möglich. mehr
Forschung Neue Studie

Frauen werden bei der Suche nach Ausbildungsplätzen diskriminiert

Junge Frau in der Ausbildung zu Fluggerätemechanikerin; Foto: dpa/picture alliance
Bei der Ausbildungsplatzsuche werden Frauen benachteiligt. Ihre Bewerbungen werden schlechter als die männlicher Bewerber eingestuft, auch wenn sie die gleichen Voraussetzungen mitbringen, wie etwa Notendurchschnitt und praktische Erfahrungen. Das zeigen Dorothea Kübler und Robert Stüber gemeinsam mit Julia Schmid (DIW) in einer aktuellen Studie. Das Ausmaß der Diskriminierung variiert zwischen Unternehmen, Branchen und Berufen. Besonders stark benachteiligt werden Frauen, wenn sie sich für Ausbildungen in männerdominierten Branchen bewerben, etwa für technische Berufe wie Mechatroniker. Allerdings haben Männer, die sich für Ausbildungsberufe mit hohem Frauenanteil bewerben, keine Nachteile.  mehr
Personen Personalie

Jutta Allmendinger in Herausgeberrat der ZEIT berufen

Foto: Inga Haar
Die Präsidentin des WZB, Jutta Allmendinger, ist in den neuen Herausgeberrat der Wochenzeitung DIE ZEIT berufen worden. Das fünfköpfige Gremium wird ab 1. Mai 2017 die Verleger, die Chefredaktion und die Geschäftsführung publizistisch beraten. „Ich freue mich, meine Expertise als Sozialwissenschaftlerin in die publizistische Debatte der ZEIT einbringen zu können“, sagte Jutta Allmendinger. mehr
Über das WZB Gastbeitrag auf FAZ.net

Großmachtpolitik dominiert Blick auf Syrien

Diskussionen um Syrien kreisen zunehmend nur noch um dominante Akteure und schreckliche Angriffe. Syrische Stimmen spielen oft keine Rolle mehr. Das hat fatale Folgen, schreiben der WZB-Wissenschaftler Ilyas Saliba und Jan Wilkens (Universität Hamburg) in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die beiden Politikwissenschaftler fordern: „Um eine Grundlage für einen nachhaltigen Lösungsprozess zu schaffen, müssten die beteiligten Akteure aufhören, in Kategorien der Großmachtpolitik zu denken. Sie müssten lernen, allen syrischen Gruppierungen zuzuhören und ihre Sichtweisen auf den Konflikt zu verstehen.“ mehr
Personen Ex-WZB-Präsident wird 80

Alles Gute, Wolfgang Zapf!

Wolfgang Zapf 2009 im Gespräch mit dem ehemaligen Berliner Wissenschaftssenator Manfred Erhardt (Foto: David Ausserhofer)
Das WZB gratuliert Wolfgang Zapf zu seinem 80. Geburtstag am 25. April. Der Sozialwissenschaftler hat von 1987 bis 1994 die Geschicke des Hauses als Präsident geleitet, eng verbunden war er ihm auch vor und nach dieser Zeit. Als 1989 das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung geografisch vom Rand Westberlins ins Zentrum Europas rückte, vollzog Wolfgang Zapf diese Bewegung inhaltlich und organisatorisch mit: Er integrierte Forschungsgruppen der Akademie der Wissenschaft der DDR ins WZB, er trieb die institutionelle Sicherung der Einrichtung voran, er stärkte den internationalen Austausch. mehr
Publikationen Neue WZB-Mitteilungen erschienen

Arbeit, Forschung, Leben digital

Wir wissen um die Revolution namens Digitalisierung und spüren Veränderungen im Alltag  – aber was die digitale Lebenswelt genau ausmachen wird, bleibt noch ungewiss. Das neue Heft der WZB-Mitteilungen bietet erste Analysen der aktuellen Umwälzungen. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden der Wandel der Arbeitswelt, Folgen für die Demokratie und Herausforderungen an den Verbraucherschutz dargestellt. Selbst in der Welt der Geheimdienste gibt es Veränderungen; die Digitalisierung trägt zur Entwicklung einer neuen grenzüberschreitenden Elite mit eigenem Habitus bei. Auch die Forschungspraxis verändert sich: Forscherinnen berichten über den eigenen Einsatz von Crowdwork; Mitarbeiter des Bereichs Wissenschaftliche Information erläutern Chancen und Risiken von Open Data und Open Access; ein kritischer Blick auf Bewertungsplattformen in der Wissenschaft zeigt bedenkliche Seiten der Like-Kultur auf. mehr
Publikationen Peter J. Katzenstein als Zeitzeuge

Zwischen Bürokratie und Pragmatismus

Peter J. Katzenstein (Filmstill: konzept.autoren.de)
Die internationalen Gäste und Mitarbeitenden des WZB sind inzwischen Legion. So direkt wie Peter Katzenstein zieht aber kaum jemand interkulturelle Vergleiche. Bürokratisch findet der amerikanische Politikwissenschaftler das Haus, auch auf den Staat orientiert. Aber die offenen Türen sind amerikanisch und auch der problemorientierte und damit pragmatische Zugang zur Forschung. Als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats hat Katzenstein über sieben Jahre hinweg dazu beigetragen, die kulturellen Gräben zu überbrücken. Seine Eindrücke schildert er jetzt im Video-Interview, dem sechsten unserer Reihe "WZB-Zeitzeugen". mehr