Presse Best-Up-Studie von WZB und DIW

Mehr Infos ebnen den Weg an die Universität

Großer Lesesaal der Universität Wien, ©Universität Wien/Barbara Mair
Wer in der Schule Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung eines Studiums erhält, will nach dem Abitur eher studieren. Das zeigt sich insbesondere bei Kindern, deren Eltern selbst keinen Hochschulabschluss haben: Bei diesen AbiturientInnen erhöhen die bereitgestellten Informationen die Wahrscheinlichkeit, sich auf Studienplätze zu bewerben oder in zulassungsfreie Studiengänge einzuschreiben, um zwölf Prozentpunkte. Das sind erste Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie, für die das WZB und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mehr als 1.500 angehende Berliner AbiturientInnen seit 2013 begleitet haben. So kann mit dem Berliner-Studienberechtigten-Panel (Best Up) zum ersten Mal für Deutschland in kausaler Weise nachvollzogen werden, ob bessere Informationen das Verhalten von SchülerInnen wirklich beeinflussen. mehr
Personen Forschung über Global Health

Tine Hanrieder erhält Freigeist-Fellowship

Tine Hanrieder. Foto: privat
Dr. Tine Hanrieder hat für ihr innovatives Forschungsprojekt zur globalen Gesundheitspolitik ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung erhalten. Sie untersucht in ihrem Projekt „Medical Internationalisms and the Making of Global Public Health (Dr. GLOBAL)“, wie internationales Expertenwissen heute die globale Gesundheitspolitik bestimmt und welche Wechselwirkungen es bei der Entwicklung von Gesundheitsstrategien zwischen Entwicklungs- und Industrieländern gibt. mehr
Presse Stellungnahme des WZB

Türkei: Schlag gegen die wissenschaftliche Freiheit

Das WZB beobachtet mit großer Sorge die jüngsten Entwicklungen an den Hochschulen in der Türkei. Schon die staatlichen Repressalien gegen die Unterzeichner der Petition „Academics for Peace“ in den letzten Monaten haben ein Klima der Einschüchterung erzeugt. Die massenhafte Entlassung von Hochschul-Dekanen und Hochschulrektoren sowie die Suspendierung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in wissenschaftlichen Einrichtungen nach dem Putschversuch sind ein weiterer Schlag gegen die Freiheit von Forschung und Lehre. Die Entscheidung des türkischen Hochschulrats, Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen die Ausreise zu verbieten und Forschende zurückzurufen, die sich im Ausland aufhalten, kann die internationale wissenschaftliche Kooperation dauerhaft beschädigen. Freier Austausch und ungehinderte Mobilität der Forschenden sind Grundvoraussetzungen für wissenschaftlichen Fortschritt. Das WZB schließt sich den kritischen Stellungnahmen der Hochschulrektorenkonferenz und der European University Association an. mehr
Über das WZB Geschichte aus Geschichten

Interviews mit WZB-Zeitzeugen online

Zeitzeuge Friedhelm Neidhardt
Wie fühlte es sich an, als der Neubau am Reichpietschufer 1988 bezogen wurde? Was bedrohte das WZB, was brachte es voran? Welchen Einfluss hatten Erfahrungen und Beziehungen auf die wissenschaftliche Arbeit? In Akten und schriftlichen Berichten finden sich Antworten auf solche Fragen eher zwischen den Zeilen. Direkte Antworten hat Gabriele Kammerer, Medienreferentin im WZB, in Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der WZB-Geschichte gesucht. Erste Einblicke in das laufende Interviewprojekt, das von den Freunden des WZB e.V. großzügig unterstützt wurde, gibt es jetzt online. mehr
Forschung Neues Analyseverfahren für Parteien

Rechtspopulismus lässt sich messen

Ist die Alternative für Deutschland (AfD) erst im letzten halben Jahr wirklich rechtspopulistisch geworden? Den Eindruck könnte man haben, denn das AfD-Programm enthielt nach der Gründung nur wenige dezidiert rechtspopulistische Elemente. Der Schein aber hat getrogen. Bereits die frühe AfD lässt sich empirisch als klar rechtspopulistisch verorten. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der WZB-Forscher Heiko Giebler und Aiko Wagner, die gemeinsam mit Marcel Lewandowsky (Universität der Bundeswehr Hamburg) ein neues Messverfahren für Rechtspopulismus entwickelt haben. mehr
Forschung Jetzt online

Welt-Datensatz für vergleichende Wahlforschung

Ein WZB-Team hat einen Datensatz erarbeitet, der Wahlumfragen aus 128 Parlamentswahlen in 51 Ländern von 1994 bis 2011 zusammenführt und harmonisiert. Er ermöglicht Wahlforscherinnen und Wahlforschern die vergleichende Analyse von politischen Einstellungen und Wahlverhalten. Die Wahlumfragen wurden durch das „Comparative Study of Electoral Systems“-Projekt (CSES) zusammengetragen. Der neue Datensatz, den Bernhard Weßels, Heiko Giebler, Josephine Lichteblau, Antonia May, Reinhold Melcher (jetzt FernUniversität Hagen) und Aiko Wagner erstellt haben, steht ab sofort für alle Interessierten online zur Verfügung. mehr
Presse Studie von WZB, ZEIT und infas

Das Vermächtnis – Die Welt, die wir erleben wollen

Das Autorenteam der Vermächtnis-Studie, Foto: Martina SanderZur Großansicht
Kennen wir uns eigentlich selbst? Wissen wir, was wir wollen, was wir schätzen an unserem Leben und was wir gerne nachfolgenden Generationen mit auf den Weg geben würden? Worauf könnten wir verzichten? Was ist uns wichtig? In welchem Verhältnis stehen für uns Beruf und Privates, persönliche Erfüllung und materieller Wohlstand, Selbstbestimmtheit und Familienwunsch? All diese Fragen sind Thema der großen Vermächtnisstudie, welche DIE ZEIT, infas und WZB vor zwei Jahren gemeinsam initiiert haben. Über 3.000 Menschen in Deutschland sind für diese repräsentative Studie in einem persönlichen Interview befragt worden. mehr