Publikationen Neuerscheinung

Die WHO und zwei Elefanten

Wer für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeite, müsse lernen, mit „zwei Elefanten in einem Raum zu leben”. So beschrieb ein neu berufener Programmdirektor der WHO das Dilemma der UN-Sonderorganisation: ­ zum einen deren Fragmentierung in autonom agierende Regionalbüros, zum anderen die chronische Unterfinanzierung und Abhängigkeit der WHO von Spenden. Wie konnte es dazu kommen? Und weshalb haben alle bisherigen Reformversuche die Pathologien der Organisation eher verstärkt als korrigiert? WZB-Forscherin Tine Hanrieder geht dieser „Fragmentierungsfalle“ in ihrem neu erschienenen Buch nach. mehr
Personen Personalie

Merlin Schaeffer wird Professor in Köln

Merlin Schaeffer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung, übernimmt zum 1. September die Professur für „Demographie und soziale Ungleichheit“ am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. mehr
Publikationen Neuer Sammelband

Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten

Die wirtschaftliche Lage beeinflusst Wahlen. Aber auch umgekehrt gilt, dass der Ausgang von Wahlen Wirkung auf die Wirtschaft hat. Dem engen Verhältnis von Wahlen und Ökonomie widmet sich ein neuer, von den WZB-Forschern Heiko Giebler und Aiko Wagner herausgegebener Sammelband. Vor dem Hintergrund der jüngsten Wirtschaftskrise untersuchen die Beiträge, ob und wie ökonomische Entwicklungen die politischen Einstellungen der Bürger und deren Wahlverhalten verändern. Innovative Analysen einer Vielzahl von Datenquellen zeigen, dass der Satz „It’s the economy, stupid!“ mehrfach differenziert werden muss. mehr
Publikationen WZBrief Bildung

Die vielen Gesichter der Inklusion

Spätestens seit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahr 2009 ist klar: Deutschland muss mehr tun, um Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf „die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung“ zu garantieren. In den Bundesländern gibt es allerdings eine kaum zu überschauende Vielfalt an Formen der schulischen Integration. Im neuen WZBrief Bildung schlägt Jonna Blanck eine Systematik vor, mit der diese deutschlandweit verglichen werden können. mehr
Publikationen Publikation

Dossier "Zukunft Bildung" wächst

Mit „Bildung zwischen Markt und Staat“ und „Hochschule“ gehen zwei neue Kapitel des Online Dossiers „Zukunft Bildung“ an den Start. Sie versammeln Texte, Interviews und Grafiken. Das Dossier wird seit 2014 von WZB und der Bundeszentrale für politische Bildung herausgeben und richtet sich an Lernende und Lehrende, politisch Gestaltende, Engagierte und Neugierige. mehr
Publikationen Internationaler Vergleich

Effektive Sozialpolitik ist nicht immer populär

Lange hat die Forschung angenommen, dass effektive Sozialpolitik auch automatisch populär ist. David Brady, Direktor der WZB-Abteilung Ungleichheit und Sozialpolitik und Amie Bostic (Duke University) haben das Verhältnis von Effektivität und Popularität in der Sozialpolitik international vergleichend untersucht. Grundlage waren Daten von 25 reichen Demokratien und 14 Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Ergebnis: Es gibt keinen Automatismus zwischen einer wirkungsvollen Sozialpolitik - die im besten Fall die soziale Ungleichheit verringert - und der Popularität einer solchen Politik. mehr
Presse Aktuelle Analyse

Das Internet bringt keine Wähler zurück

Die repräsentative Demokratie steht unter Druck: Das untere Drittel der Gesellschaft beteiligt sich nicht mehr, Parteien verlieren an gesellschaftlicher Verankerung, die Europäisierung schwächt den demokratisch legitimierten Nationalstaat nicht nur in Südeuropa. Als Heilmittel gelten mehr Referenden, die digitale Demokratie, mehr deliberative Verfahren oder ein stärkerer europäischer Zusammenschluss. Doch solche Änderungen halten in der Praxis nicht das, was sie versprechen, wie WZB-Demokratie-Forscher Wolfgang Merkel in seiner Analyse „Nur schöner Schein?“ für die Otto Brenner Stiftung zeigt. Sie schaffen es vor allem nicht, dass das untere Drittel der Gesellschaft in die Politik zurückkehrt. mehr