Presse Best-Up-Studie von WZB und DIW

Mehr Infos ebnen den Weg an die Universität

Großer Lesesaal der Universität Wien, ©Universität Wien/Barbara Mair
Wer in der Schule Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung eines Studiums erhält, will nach dem Abitur eher studieren. Das zeigt sich insbesondere bei Kindern, deren Eltern selbst keinen Hochschulabschluss haben: Bei diesen AbiturientInnen erhöhen die bereitgestellten Informationen die Wahrscheinlichkeit, sich auf Studienplätze zu bewerben oder in zulassungsfreie Studiengänge einzuschreiben, um zwölf Prozentpunkte. Das sind erste Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie, für die das WZB und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mehr als 1.500 angehende Berliner AbiturientInnen seit 2013 begleitet haben. So kann mit dem Berliner-Studienberechtigten-Panel (Best Up) zum ersten Mal für Deutschland in kausaler Weise nachvollzogen werden, ob bessere Informationen das Verhalten von SchülerInnen wirklich beeinflussen. mehr
Forschung Demokratische Innovationen

Lernen von Lateinamerika

In Montevideo müssen Einwohner ihren Ärger nicht runterschlucken, wenn ihnen Schlaglöcher oder Vandalismus den Alltag erschweren. Sie können alle Missstände, die ihnen im öffentlichen Bereich auffallen, in die virtuelle Plattform  „Für mein Viertel“ eintragen. Diese leitet die Beschwerden dann direkt an die Stadtverwaltung weiter. Das ist nur einer von vielen Fällen, die das WZB-Projekt „Latinno“ in der ersten umfangreichen und systematischen Datenbank für neue Formen der Bürgerbeteiligung in Lateinamerika erfasst. Die neue Datenbank, entwickelt von WZB-Forscherin Thamy Pogrebinschi, wird Vergleiche zwischen etwa 2.000 institutionellen Strukturen in 20 Ländern unter Berücksichtigung von Effizienz und Auswirkung ermöglichen. mehr
Personen Interview mit Nisren Habib

Syrerinnen im Exil: Flucht als Chance?

Gastwissenschaftlerin Nisren Habib, Foto: Martina Sander
Wie verändert sich das Verhältnis der Geschlechter, wenn Menschen ihre Heimat und ihre traditionellen Lebensumstände verlassen müssen? Diese Frage beschäftigt Nisren Habib, gebürtige Syrerin, die seit 2013 im Libanon lebt. Nach ihrem Diplom im Fach Women‘s Studies an der Beirut Arab University ist sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast am WZB. Antonia Zimmermann hat mit der Geschlechterforscherin gesprochen. mehr
Publikationen WZBrief Bildung

Auflösung der Förderschulen

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 ist Deutschland völkerrechtlich dazu verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen, also Kindern mit Förderbedarf hochwertige Bildung an Regelschulen zu ermöglichen. Bund und Länder halten dennoch am Förderschulsystem fest und begründen das mit einem „Wahlrecht“ der Eltern: Sie sollten sich auch für die gesonderte Beschulung entscheiden können. Diese Argumentation widerlegt der Jurist Michael Wrase im neuen WZBrief Bildung. mehr
Über das WZB Call for Nominations

A.SK Award 2017: Preisträger(in) gesucht

Zum sechsten Mal schreibt das WZB  den A.SK Social Science Award aus. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben und gehört zu den höchstdotierten internationalen Auszeichnungen in den Sozialwissenschaften. Ausgezeichnet wurden bisher der britische Ökonom Sir Anthony Atkinson (Oxford), die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum (University of Chicago), die gemeinnützige Organisation Transparency International (Berlin), der britische Ökonom Paul Collier (Oxford) und die französisch-amerikanische Ökonomin Esther Duflo (MIT). Die Preisträger werden von einer international besetzten Jury unter Vorsitz des Bielefelder Wirtschaftshistorikers Werner Abelshauser ausgewählt. mehr
Veranstaltungen Videos der Konferenz online

ICON∙S Konferenz 2016

"Borders, Otherness and Public Law", Foto: ICON-S
Vom 17. bis 19. Juni diskutierten auf der diesjährigen ICON∙S Konferenz „Borders, Otherness and Public Law“ Wissenschaftler und Praktiker aus aller Welt ein weites Spektrum von rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlings- und Migrationsströmen. Weitere Themen waren Identität und Ausgrenzung sowie Gleichheit und Ungleichheit. Ausgewählte Panels der Veranstaltung sind jetzt als Videomitschnitte auf dem Youtube-Kanal des WZB verfügbar. mehr