Presse Datenreport 2016 erschienen

Bildung ist der Schlüssel zur Integration

Migranten in Deutschland sind mit 35 Jahren mehr als zehn Jahre jünger als Menschen ohne Migrationshintergrund. Es gibt mehr Ledige unter ihnen, mehr Menschen in Ausbildung und weniger im Rentenalter. Deutlich sind aber auch die Unterschiede bei der schulischen und beruflichen Qualifikation. So haben 35 Prozent der Migranten im Alter von 25 bis 64 Jahren keinen berufsqualifizierenden Abschluss, unter den gleichalten Nichtmigranten sind es 9 Prozent. Dabei gilt insbesondere für Migranten: Mit höherer Bildung verbessern sich ihre Chancen am Arbeitsmarkt, erzielen sie höhere Einkommen und sinkt ihr Armutsrisiko. Trotz größerer Armut sind Zuwanderer dennoch zufriedener mit ihrem Leben und blicken optimistischer in die Zukunft als die Deutschen. mehr
Publikationen Publikation

Das war 2015: WZB-Bericht erschienen

Was unser WZB-Jahr 2015 geprägt hat, was wir begonnen haben und auch abschließen konnten – das ist nachzulesen im gerade erschienenen Jahresbericht. Erzählt wird zum Beispiel von der Kooperation mit der Universität der Künste Berlin, die inzwischen erste Früchte trägt. Im Visual Society Program arbeiten Gestalterinnen und WZB-Forscherinnen zusammen, um Forschungsprozesse und -ergebnisse zu visualisieren. Zur Bilanz des Jahres 2015 gehören aber auch die Vertiefung eingespielter Kooperationen mit in- und ausländischen Partnerinstituten sowie die Intensivierung des wissenschaftlichen Austauschs. Die Berichte aus der Forschung werden ergänzt um einen umfangreichen Dokumentarteil. mehr
Presse Interview mit Wolfgang Merkel

„Die EU braucht eine Gerechtigkeitspolitik“

„Das untere Drittel der Gesellschaft ist aus der politischen Beteiligung ausgestiegen“, sagt Wolfgang Merkel in einem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Themen des Interviews sind unter anderem die Bedeutung der Bildung für Partizipation, die zunehmende Ungleichheit und das Erstarken der rechtspopulistischen Parteien in Europa, die gegen die nationale Politik ihrer Länder, aber auch gegen die europäische Politik agieren. „Die EU braucht eine Gerechtigkeitspolitik“, sagt der Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung. Gerade die unteren Schichten müssten stärker in den Blick genommen werden. mehr
Personen Dissertation ausgezeichnet

Anna Kroth erhält Ulrich-Teichler-Preis

Anna Kroth, Gast der Projektgruppe der Präsidentin, ist für ihre Dissertation mit dem Ulrich-Teichler-Preis der Gesellschaft für Hochschulforschung ausgezeichnet worden. Der Nachwuchspreis wird jedes Jahr für „herausragende Dissertationen“ vergeben. In ihrer Arbeit hat Kroth für Deutschland den Effekt moderater Studiengebühren auf die Studienaufnahme untersucht. 2006 hatten sechs von 16 Bundesländern Studiengebühren von 500 Euro pro Semester eingeführt. Kroth kann erstmals einen negativen Effekt auf Studienberechtigte aus bildungsfernen Familien nachweisen. mehr
Personen Preis

Max Kaase für Lebenswerk ausgezeichnet

Max Kaase ist für sein wissenschaftliches Lebenswerk mit dem Helen Dinerman Award der „World Association for Public Opinion“ (WAPOR) ausgezeichnet worden. Als Forscher hat Kaase, der von 1993 bis 2000 auch am WZB arbeitete, neue Maßstäbe in der vergleichenden Umfrageforschung und Erhebungsmethodik gesetzt. Mit dem Preis wird auch Kaases institutionelles Engagement gewürdigt. mehr
Presse Studie von WZB, ZEIT und infas

Das Vermächtnis - Die Welt, die wir erleben wollen

Kennen wir uns eigentlich selbst? Wissen wir, was wir wollen, was wir schätzen an unserem Leben und was wir gerne nachfolgenden Generationen mit auf den Weg geben würden? Worauf könnten wir verzichten? Was ist uns wichtig? In welchem Verhältnis stehen für uns Beruf und Privates, persönliche Erfüllung und materieller Wohlstand, Selbstbestimmtheit und Familienwunsch? All diese Fragen sind Thema der großen Vermächtnisstudie, welche DIE ZEIT, infas und WZB vor zwei Jahren gemeinsam initiiert haben. Über 3.000 Menschen in Deutschland sind für diese repräsentative Studie in einem persönlichen Interview befragt worden. mehr