Forschung Zum 100. Todestag von Émile Durkheim

Nichtsein als Gegenstand der Forschung

Foto: Katharina Schwarz
Vor 100 Jahren, am 15. November 1917, starb Émile Durkheim. Der französische Soziologe etablierte zur Jahrhundertwende die Soziologie als Wissenschaft in Frankreich. Vor allem, wenn man sich für das Forschungsfeld der Suizidologie interessiert, führt kein Weg an Durkheim vorbei. Mit seinem 1897 publizierten Opus Magnum Le Suicide gilt er als Gründungsvater der soziologischen Suizidforschung. Was Suizide über den Zustand einer Gesellschaft aussagen, war auch Thema eines gemeinsamen Projekts von Katharina Schwarz und Ellen von den Driesch im Visual Society Program (ViSoP). mehr
Veranstaltungen Eröffnung am 27. November

Neues Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung

Entwurf: Sisters of Design/WZB
Ohne die Zivilgesellschaft können viele Probleme in der Gesellschaft nicht bewältigt werden. Umso wichtiger ist die Erforschung ihrer Grundlagen und Rahmenbedingungen, ihres Selbstverständnisses und ihres Wandels. Das neue Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung wird sich diesen Aufgaben widmen. Am 27. November 2017 um 17 Uhr wird das Zentrum im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am WZB eröffnet. Gründungsdirektor ist Edgar Grande, der bislang den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München innehatte. mehr
Publikationen Noten und Ungleichheit

Lehrer trauen sozial schwachen Schülern weniger zu

Foto: Tim Reckmann, pixelio.de
Bei gleicher Leistung und gleichen Kompetenzen erhalten sozial weniger privilegierte Kinder schlechtere Noten als ihre Mitschüler aus sozial höheren Schichten. Doch wie kommt es zu dieser ungleichen Beurteilung? Eine neue Studie der WZB-Forscher Marcel Helbig und Tatiana Morar zeigt, dass Lehrer diesen Schülern weniger zutrauen. mehr
Veranstaltungen WZB goes Oxford

WZB erhält Zuschlag für Forscher-Alumni-Treffen

Nuffield College an der Universität Oxford, Foto: Islip Flyer, flickr.com
Das WZB gehört zu den Gewinnern im Wettbewerb um Forscher-Alumni-Treffen im Ausland. Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert die Ausrichtung einer Konferenz der WZB-Alumni am Nuffield College der Universität Oxford mit 40.000 Euro. Es soll im Frühjahr 2018 zum Thema „Social Sciences in Times of Brexit“ stattfinden. mehr
Forschung Verhaltensökonom erhält Nobelpreis

WZB-Experiment stützt Richard H. Thalers Ergebnisse

Rustamdjan Hakimov und Dorothea Kübler. Foto: U. Bochert/D. Ausserhofer
Am 9. Oktober wurde Richard H. Thaler (Universität von Chicago) mit dem diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Die Forschungen des Verhaltensökonomen, die Ökonomie und Psychologie verbinden, haben auch in Forschungsprojekte des WZB Eingang gefunden. In dem Brückenprojekt „Kulturell bedingte Framing-Effekte in der experimentellen Spieltheorie“ wurden Richard Thalers Thesen zum Endowment-Effekt von einem Team um die Verhaltensökonomin Dorothea Kübler, Direktorin der Abteilung Verhalten auf Märkten, experimentell erforscht. Der Endowment-Effekt besagt, dass Menschen einem Gegenstand mehr Wert beimessen, wenn sie ihn besitzen, als wenn er ihnen nicht gehört.  mehr
Personen Preis für Christian Brzinsky-Fay

Ausgezeichnete Forschung zum Übergang von Schule in den Arbeitsmarkt

Foto: David Ausserhofer
Christian Brzinsky-Fay, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Ausbildung und Arbeitsmarkt am WZB, wurde mit dem „LIVES Best Paper Award for Young Scholars“ ausgezeichnet. Er erhielt den Award am 11. Oktober anlässlich der Eröffnung der Jahrestagung der Society for Longitudinal and Life Course Studies für seinen Beitrag "Compressed, Postponed, or Disadvantaged? School-to-Work-Transition Patterns and Early Occupational Attainment in West Germany". Sein Artikel, der in der Fachzeitschrift Research in Social Stratification and Mobility, erschienen ist, zeigt, dass die in Deutschland und der Schweiz verbreiteten Aus- und Weiterbildungssysteme beruflichen Erfolg bei allen Kohorten unter unterschiedlichen Arbeitsmarktbedingungen erleichtern, es jedoch geschlechtsspezifische Ungleichheiten gibt. mehr
Publikationen Aktueller WZBrief Bildung

Privatschulregulierung: Ein europäischer Vergleich

Privatschulen sind beliebt – fast jedes zehnte Kind in Deutschland besucht inzwischen eine private Schule. Doch trotz erheblicher staatlicher Zuschüsse bleiben viele Privatschulen sozial selektiv. Das kritisieren die Bildungsforscher Rita Nikolai und Michael Wrase und fordern im aktuellen WZBrief mehr staatliche Aufsicht. Sie blicken dafür nach Europa. Sie zeigen, wie England, Österreich und Schweden ihre Privatschulen fördern, aber auch in die Pflicht nehmen. Eine staatliche Finanzierung privater Schulen ist in diesen Ländern an die Einhaltung klarer und nachprüfbarer Vorgaben gebunden. mehr