Presse Neue Webseite

„Double Shift“ – Wie Jordanien Flüchtlingskindern eine Schulbildung ermöglicht

Das Fotoprojekt zeigt die persönlichen Wünsche von 85 jordanischen und syrischen Schulkindern. Foto: Paula Ellguth und Marjam FelsZur Großansicht
Morgens werden die jordanischen Kinder unterrichtet, nachmittags Schülerinnen und Schüler aus Syrien. „Double-Shift“ (Doppelschicht) heißt das Modell, das Jordanien einsetzt, um zusätzlich zu den eigenen Schulkindern hunderttausenden von Flüchtlingskindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Wie gelingt es einem kleinen Land wie Jordanien eine so gewaltige Herausforderung zu meistern? In einem gemeinsamen Forschungsprojekt haben das WZB, die Universität der Künste (UdK) und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) das jordanische Schulsystem in den Blick genommen, das mit seinem Doppelschicht-System zum Vorbild für andere Länder werden könnte, die Kinder von Flüchtlingen und Migranten in ihr Schulsystem aufnehmen möchten. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der multimedialen Webseite „Double Shift“ dokumentiert. mehr
Presse Experiment

Wer seine Gewinnchancen kennt, verhält sich weniger kooperativ

Die bisher herrschende Ökonomen-Meinung, Wissen um die eigenen Gewinnchancen im Wettbewerb (payoff information) sei förderlich für die Zusammenarbeit, ist widerlegt. Steffen Huck, Johannes Leutgeb (beide WZB) und Ryan Oprea (University of California, Santa Barbara) kommen nach einem Laborexperiment zu einem anderen Ergebnis: Wenn wir die eigenen Profitchancen kennen, geben wir uns mit diesem Gewinn zufrieden. Wir finden dann aber nie heraus, dass eine Kooperation mit anderen sich insgesamt und auch individuell noch mehr auszahlt. Die Studie ist erschienen im Fachjournal Nature Communications. mehr
Publikationen Neues Buch von Ruud Koopmans

Fragezeichen hinter Multikulti

Buchcover, LIT Verlag
Wovon hängt es ab, ob die Integration von Zuwanderern gelingt oder ob Parallelgesellschaften entstehen? Mit dieser Frage setzt sich der Migrationsforscher Ruud Koopmans seit Jahrzehnten auseinander - mit sehr unterschiedlichen Antworten. In seinem neuen Buch beschreibt er seinen wissenschaftlichen Weg. Ursprünglich überzeugt von der Integrationspolitik seiner Heimat Niederlande, die der Kultur, der Sprache und der Selbstorganisation der Zuwanderer großen Raum gibt und Einbürgerung leicht macht, plädiert Koopmans inzwischen dafür, von Zuwanderern klare Anstrengungen der Integration in die Mehrheitsgesellschaft zu verlangen. mehr
Presse Neue Studie

Regelungen für Sabbaticals müssen verbessert werden

Nahezu jeder zweite Deutsche würde gerne eine längere Auszeit vom Beruf nehmen. Doch trotz des großen Interesses werden Sabbaticals in Deutschland kaum genutzt, denn nur einer von 10 Betrieben bietet eine solche Möglichkeit an. Dabei sind Sabbatjahre kein individueller Luxus. Sie haben eine wichtige familien- und sozialpolitische Funktion. Die beiden WZB-Forscher Philip Wotschack und Claire Samtleben haben in einer Studie untersucht, ob und unter welchen Bedingungen ein Rechtsanspruch hier zu Verbesserungen beitragen kann. Die Analyse zeigt: Ein finanziell und sozial abgesicherter Rechtsanspruch könnte dazu beitragen, dass die Nutzungsquote für Sabbaticals in Deutschland erhöht würde. mehr
Presse WZB-Studie

Die soziale Kluft an Berliner Schulen bleibt groß

Berliner Schulen bleiben trotz weitreichender Reformen sozial gespalten. Das zeigt eine neue Studie von WZB-Forscher Marcel Helbig und Rita Nikolai (Humboldt-Universität) zur Entwicklung der sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft. Die Bildungsforscher haben untersucht, wie sich seit 2010 der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Lernmittelbefreiung – ein Indikator für Einkommensarmut der Eltern – an den verschiedenen Schulformen verändert hat. Ihr Fazit: Das Einkommen der Eltern entscheidet immer noch darüber, an welchem Sekundarschultyp ein Kind lernt. mehr
Presse Ausschreibung

Journalist in Residence Fellowship 2017

Das WZB lädt erneut Journalistinnen und Journalisten ein, sich für einen Gastaufenthalt am WZB zu bewerben. Das Journalist in Residence Fellowship richtet sich an fest angestellte Redakteure und freie Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum mit mehrjähriger Berufserfahrung, die sich im Dialog mit den Forschern einem selbst gewählten Projekt widmen möchten. Bewerbungen sind bis 5. Juli möglich. mehr
Forschung Neue Studie

Frauen werden bei der Suche nach Ausbildungsplätzen diskriminiert

Junge Frau in der Ausbildung zu Fluggerätemechanikerin; Foto: dpa/picture alliance
Bei der Ausbildungsplatzsuche werden Frauen benachteiligt. Ihre Bewerbungen werden schlechter als die männlicher Bewerber eingestuft, auch wenn sie die gleichen Voraussetzungen mitbringen, wie etwa Notendurchschnitt und praktische Erfahrungen. Das zeigen Dorothea Kübler und Robert Stüber gemeinsam mit Julia Schmid (DIW) in einer aktuellen Studie. Das Ausmaß der Diskriminierung variiert zwischen Unternehmen, Branchen und Berufen. Besonders stark benachteiligt werden Frauen, wenn sie sich für Ausbildungen in männerdominierten Branchen bewerben, etwa für technische Berufe wie Mechatroniker. Allerdings haben Männer, die sich für Ausbildungsberufe mit hohem Frauenanteil bewerben, keine Nachteile.  mehr