Presse Best-Up-Studie von WZB und DIW

Mehr Infos ebnen den Weg an die Universität

Großer Lesesaal der Universität Wien, ©Universität Wien/Barbara Mair
Wer in der Schule Informationen zum Nutzen und zur Finanzierung eines Studiums erhält, will nach dem Abitur eher studieren. Das zeigt sich insbesondere bei Kindern, deren Eltern selbst keinen Hochschulabschluss haben: Bei diesen AbiturientInnen erhöhen die bereitgestellten Informationen die Wahrscheinlichkeit, sich auf Studienplätze zu bewerben oder in zulassungsfreie Studiengänge einzuschreiben, um zwölf Prozentpunkte. Das sind erste Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie, für die das WZB und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mehr als 1.500 angehende Berliner AbiturientInnen seit 2013 begleitet haben. So kann mit dem Berliner-Studienberechtigten-Panel (Best Up) zum ersten Mal für Deutschland in kausaler Weise nachvollzogen werden, ob bessere Informationen das Verhalten von SchülerInnen wirklich beeinflussen. mehr
Personen Forschung über Global Health

Tine Hanrieder erhält Freigeist-Fellowship

Tine Hanrieder. Foto: privat
Dr. Tine Hanrieder hat für ihr innovatives Forschungsprojekt zur globalen Gesundheitspolitik ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung erhalten. Sie untersucht in ihrem Projekt „Medical Internationalisms and the Making of Global Public Health (Dr. GLOBAL)“, wie internationales Expertenwissen heute die globale Gesundheitspolitik bestimmt und welche Wechselwirkungen es bei der Entwicklung von Gesundheitsstrategien zwischen Entwicklungs- und Industrieländern gibt. mehr
Publikationen Nudging

Kleiner Stups, große Folgen

Foto: dpa/picture alliance
Oft reicht ein Stups, um Menschen dazu zu bringen, gesünder zu essen oder ehrlich ihre Steuern zu zahlen – wie das geschickte Arrangement von Speisen in der Mensa oder eine Umformulierung im Anschreiben des Steuerbescheids. „Nudging“ nennt man das auch. Dabei werden Erkenntnisse aus der Psychologie und Verhaltensökonomie genutzt, um menschliches Verhalten zu steuern. Gerade die Politik verbindet damit die Hoffnung auf wirkungsvolles Regieren. Doch Vorsicht beim Einsatz von Nudges, schreibt A.SK-Fellow Robert Lepenies in einem aktuellen Beitrag für die Zeitschrift für Praktische Philosophie. mehr
Personen Interview mit Nisren Habib

Syrerinnen im Exil: Flucht als Chance?

Gastwissenschaftlerin Nisren Habib, Foto: Martina Sander
Wie verändert sich das Verhältnis der Geschlechter, wenn Menschen ihre Heimat und ihre traditionellen Lebensumstände verlassen müssen? Diese Frage beschäftigt Nisren Habib, gebürtige Syrerin, die seit 2013 im Libanon lebt. Nach ihrem Diplom im Fach Women‘s Studies an der Beirut Arab University ist sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Gast am WZB. Antonia Zimmermann hat mit der Geschlechterforscherin gesprochen. mehr
Publikationen WZBrief Bildung

Auflösung der Förderschulen

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 ist Deutschland völkerrechtlich dazu verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen, also Kindern mit Förderbedarf hochwertige Bildung an Regelschulen zu ermöglichen. Bund und Länder halten dennoch am Förderschulsystem fest und begründen das mit einem „Wahlrecht“ der Eltern: Sie sollten sich auch für die gesonderte Beschulung entscheiden können. Diese Argumentation widerlegt der Jurist Michael Wrase im neuen WZBrief Bildung. mehr
Über das WZB Call for Nominations

A.SK Award 2017: Preisträger(in) gesucht

Zum sechsten Mal schreibt das WZB  den A.SK Social Science Award aus. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben und gehört zu den höchstdotierten internationalen Auszeichnungen in den Sozialwissenschaften. Ausgezeichnet wurden bisher der britische Ökonom Sir Anthony Atkinson (Oxford), die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum (University of Chicago), die gemeinnützige Organisation Transparency International (Berlin), der britische Ökonom Paul Collier (Oxford) und die französisch-amerikanische Ökonomin Esther Duflo (MIT). Die Preisträger werden von einer international besetzten Jury unter Vorsitz des Bielefelder Wirtschaftshistorikers Werner Abelshauser ausgewählt. mehr
Presse Studie von WZB, ZEIT und infas

Das Vermächtnis – Die Welt, die wir erleben wollen

Das Autorenteam der Vermächtnis-Studie, Foto: Martina SanderZur Großansicht
Kennen wir uns eigentlich selbst? Wissen wir, was wir wollen, was wir schätzen an unserem Leben und was wir gerne nachfolgenden Generationen mit auf den Weg geben würden? Worauf könnten wir verzichten? Was ist uns wichtig? In welchem Verhältnis stehen für uns Beruf und Privates, persönliche Erfüllung und materieller Wohlstand, Selbstbestimmtheit und Familienwunsch? All diese Fragen sind Thema der großen Vermächtnisstudie, welche DIE ZEIT, infas und WZB vor zwei Jahren gemeinsam initiiert haben. Über 3.000 Menschen in Deutschland sind für diese repräsentative Studie in einem persönlichen Interview befragt worden. mehr