Über das WZB March for Science mit tausenden Teilnehmern

"Wir müssen unsere Erkenntnisse zu den Menschen bringen“

Foto: Kerstin Schneider
„Die Gedanken sind frei“ – mit diesem Freiheitslied endete der Berliner March for Science, bei dem am 22. April tausende Menschen vom Hauptgebäude der Humboldt-Universität bis zum Brandenburger Tor zogen. Weltweit setzen sich Demonstrierende in 600 Städten für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ein; in insgesamt 16 deutschen Städten fand der March for Science statt. Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sprach neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller, dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, und Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger.  mehr
Über das WZB Gastbeitrag auf FAZ.net

Großmachtpolitik dominiert Blick auf Syrien

Diskussionen um Syrien kreisen zunehmend nur noch um dominante Akteure und schreckliche Angriffe. Syrische Stimmen spielen oft keine Rolle mehr. Das hat fatale Folgen, schreiben der WZB-Wissenschaftler Ilyas Saliba und Jan Wilkens (Universität Hamburg) in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die beiden Politikwissenschaftler fordern: „Um eine Grundlage für einen nachhaltigen Lösungsprozess zu schaffen, müssten die beteiligten Akteure aufhören, in Kategorien der Großmachtpolitik zu denken. Sie müssten lernen, allen syrischen Gruppierungen zuzuhören und ihre Sichtweisen auf den Konflikt zu verstehen.“ mehr
Personen Ex-WZB-Präsident wird 80

Alles Gute, Wolfgang Zapf!

Wolfgang Zapf 2009 im Gespräch mit dem ehemaligen Berliner Wissenschaftssenator Manfred Erhardt (Foto: David Ausserhofer)
Das WZB gratuliert Wolfgang Zapf zu seinem 80. Geburtstag am 25. April. Der Sozialwissenschaftler hat von 1987 bis 1994 die Geschicke des Hauses als Präsident geleitet, eng verbunden war er ihm auch vor und nach dieser Zeit. Als 1989 das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung geografisch vom Rand Westberlins ins Zentrum Europas rückte, vollzog Wolfgang Zapf diese Bewegung inhaltlich und organisatorisch mit: Er integrierte Forschungsgruppen der Akademie der Wissenschaft der DDR ins WZB, er trieb die institutionelle Sicherung der Einrichtung voran, er stärkte den internationalen Austausch. mehr
Publikationen Neue WZB-Mitteilungen erschienen

Arbeit, Forschung, Leben digital

Wir wissen um die Revolution namens Digitalisierung und spüren Veränderungen im Alltag  – aber was die digitale Lebenswelt genau ausmachen wird, bleibt noch ungewiss. Das neue Heft der WZB-Mitteilungen bietet erste Analysen der aktuellen Umwälzungen. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden der Wandel der Arbeitswelt, Folgen für die Demokratie und Herausforderungen an den Verbraucherschutz dargestellt. Selbst in der Welt der Geheimdienste gibt es Veränderungen; die Digitalisierung trägt zur Entwicklung einer neuen grenzüberschreitenden Elite mit eigenem Habitus bei. Auch die Forschungspraxis verändert sich: Forscherinnen berichten über den eigenen Einsatz von Crowdwork; Mitarbeiter des Bereichs Wissenschaftliche Information erläutern Chancen und Risiken von Open Data und Open Access; ein kritischer Blick auf Bewertungsplattformen in der Wissenschaft zeigt bedenkliche Seiten der Like-Kultur auf. mehr
Publikationen Peter J. Katzenstein als Zeitzeuge

Zwischen Bürokratie und Pragmatismus

Peter J. Katzenstein (Filmstill: konzept.autoren.de)
Die internationalen Gäste und Mitarbeitenden des WZB sind inzwischen Legion. So direkt wie Peter Katzenstein zieht aber kaum jemand interkulturelle Vergleiche. Bürokratisch findet der amerikanische Politikwissenschaftler das Haus, auch auf den Staat orientiert. Aber die offenen Türen sind amerikanisch und auch der problemorientierte und damit pragmatische Zugang zur Forschung. Als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats hat Katzenstein über sieben Jahre hinweg dazu beigetragen, die kulturellen Gräben zu überbrücken. Seine Eindrücke schildert er jetzt im Video-Interview, dem sechsten unserer Reihe "WZB-Zeitzeugen". mehr