WZB - Berlin Social Science Center

Trotz vieler Veränderungen in den letzten Jahren erfahren Mütter in Deutschland noch immer große Nachteile auf dem Arbeitsmarkt. In einem Experiment hat Lena Hipp mit ihrem Team jetzt untersucht, ob sich eine veränderte Aufteilung von Kinderbetreuung positiv auf die Erwerbschancen von Müttern auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass das nicht unbedingt der Fall ist. Mütter mit lediglich zwei Monaten Elternzeit werden seltener zum Vorstellungsgespräch eingeladen als Frauen, die ein Jahr Elternzeit genommen haben. 

Podiumsdiskussion

Über die Chancen einer linken Sammlungsbewegung in Deutschland diskutierten im WZB Sahra Wagenknecht, Wolfgang Merkel, Wolfgang Streeck und Nils Heisterhagen.

Menschen ohne Berufsausbildung sind besonders oft prekär beschäftigt. Eine Ausbildung oder ein Studium schützen aber auch nicht vor prekärer Beschäftigung. Entscheidender ist, ob Menschen tatsächlich in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Das zeigt eine WZB-Studie, die prekäre Beschäftigung für den Zeitraum von 1993 bis 2012 untersucht hat. Dass Arbeiten im erlernten Beruf so wichtig ist, gilt nicht nur für Facharbeiter, sondern auch für Akademiker.

Die zunehmende digitale Verfügbarkeit politischer Kommunikation bietet neue Möglichkeiten zur systematischen Analyse gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse. Werkzeuge zur automatisierten Textverarbeitung sind aber häufig auf Marketinganwendungen oder auf den englischen Sprachraum begrenzt. Christian Rauh hat jetzt ein Wörterbuch entwickelt, mit dem sich Stimmung in deutscher politischer Sprache quantifizieren lässt.

Ein neues Buch, herausgegeben von Wolfgang Merkel und Sascha Kneip, bietet einen umfassenden Überblick über das Thema "Demokratie und Krise". Über die möglichen Ursachen der Krise der Demokratie wird heftig gestritten: Ist es die fehlende Partizipation der Bürger, das verschwundene Vertrauen in die politische Elite oder in die politischen Institutionen insgesamt? Die Autoren analysieren u.a. die Rolle von Globalisierung und Deregulierung und zeigen, warum sich Herausforderungen für die Demokratie in Krisenphänomene verwandelt haben.

Neue Studie

Dass es auch auf die Gesundheit schlägt, wenn jemand arbeitslos wird, ist bekannt. Dass die Familie die negativen Auswirkungen eines Jobverlusts abfedern kann, ist ebenfalls unstrittig. Erstmals untersucht diese Studie von WZB-Forscherin Giulia Tattarini, wie die familiäre Unterstützung auf emotionaler und auf finanzieller Ebene konkret wirkt - und welche Rolle die sozialstaatlichen Rahmenbedingungen dabei spielen. 

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Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft
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Projektgruppe Nationales Bildungspanel: Berufsbildung und lebenslanges Lernen

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Abteilung Demokratie und Demokratisierung

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Forschung

Das WZB erforscht grundlegende gesellschaftliche Fragen. Unsere thematischen Schwerpunkte sind Bildung und Arbeit, Migration, Demokratie und Autokratie, internationale Politik und Recht. Am WZB arbeiten Forscherinnen und Forscher verschiedener Disziplinen zusammen – vor allem aus der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Ökonomie, der Rechtswissenschaft und der Psychologie.