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Global Governance

David AusserhoferZur Großansicht
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Katinka von Kovatsits
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Die internationale Ordnung, wie sie sich nach 1945 entwickelt hat, befindet sich seit Ende des Kalten Krieges in einem tiefgreifenden Wandel. Die internationalen Institutionen sind damit in doppelter Hinsicht überfordert: Ihre Legitimationsbasis ist zu gering für das, was sie tun – angesichts der globalen Probleme tun sie aber zu wenig. So wurden die internationalen Nachkriegsinstitutionen durch neue, viel tiefer in nationale Gesellschaften hineinwirkende Institutionen ersetzt oder ergänzt, die zunehmend eine öffentliche Autorität ausüben und das Nichtinterventionsgebot verletzen. Dies führt zu großen Legitimitätsproblemen. Gleichzeitig erweisen sich die internationalen Institutionen als zu schwach, um beispielsweise die internationalen Finanzmärkte zu regulieren oder den Klimawandel effektiv zu bekämpfen. In der Folge erwachsen gesellschaftliche und staatliche Widerstände gegen internationale Institutionen sowie transnationale Auseinandersetzungen über internationale Angelegenheiten.

Um das zu erfassen, verfolgt das Abteilungsprogramm drei ineinandergreifende Forschungsstränge. Der erste Schwerpunkt konzentriert sich auf die Entstehung internationaler politischer Autorität. Den zweiten Schwerpunkt bilden die Normativen Spannungslinien und Koordinationskonflikte internationaler Politik. Ein dritter Schwerpunkt widmet sich der Gesellschaftlichen und zwischenstaatlichen Politisierung internationaler Institutionen.