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Projekt: Übergänge von der Hochschule in den Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich

In meinem ersten Forschungsschwerpunkt, der gleichzeitig das Thema meiner Dissertation war, untersuche ich anhand zweier Länderfallstudien – Deutschland und Großbritannien – den Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt im internationalen Vergleich und frage, wie dieser durch nationale Institutionen beeinflusst wird. Meine Hauptthese ist, dass die länderspezifische Verlinkung von Hochschul- und Arbeitsmarktinstitutionen zentral für die Erklärung individueller Verlaufsmustern ist. Im Fokus der institutionellen Analyse stehen vier institutionelle Bereiche: die Struktur des Hochschulsystems, die Berufsspezifität des Hochschulstudiums, die Segmentation sowie die Regulierung des Arbeitsmarktes. Ob und inwiefern diese einen Einfluss auf den individuellen Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt haben, untersuche ich auf Basis des SOEP sowie zweier britischer Kohortenstudien (NCDS/BCS70) mit Hilfe von Ereignisdatenanalysen. Der Vergleich des Arbeitsmarkteintritts von Hochschulabsolvent/innen während der ersten fünf Jahre nach Abschluss zeigt, dass diese institutionellen Bereiche einen Einfluss haben: In Deutschland verläuft der Übergang geradlinig („smooth path“), während Hochschulabsolvent/innen in Großbritannien erst über Umwege ähnlichen Positionen erreichen wie deutsche Studierende („long and winding road“). Meine theoretische Ausführungen und empirischen Untersuchungen leisten dadurch einen Beitrag zum besseren Verständnis des Übergangs von Hochschule in den Arbeitsmarkt im internationalen Vergleich.

Projektlaufzeit: seit 2003