Projekt Projekt
Drucken
-A +A

Etappe 6: Fortsetzung der Befragung von ehemaligen Förderschüler/innen der Startkohorte IV im Nationalen Bildungspanel

Forschungsthemen
Bildung und Ausbildung
Projektleitung
Mitarbeiter/innen
Laufzeit
15.02.2017 - 31.12.2020
Förderung
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit

Im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) werden seit 2010 Schülerinnen und Schüler befragt, die zum Zeitpunkt der ersten Befragung eine 9. Klasse besucht haben. Zu der Stichprobe gehören Schülerinnen und Schüler von unterschiedlichen Schulformen, von Gymnasien bis zu Förderschulen.

Für die Fortsetzung der Befragung ehemaliger Förderschüler/innen wurden ab 2015 durch die WZB-Projektgruppe externe Gelder eingeworben.

Die Fortführung der Befragung dieser Gruppe ist von besonderer Relevanz, da es aktuell kaum Daten zu den Bildungsverläufen dieser Gruppe gibt. Man weiß nur wenig über deren Weg in das Übergangssystem bzw. in die Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt.

Mit den bisher vorhandenen Daten des Nationalen Bildungspanels kann man den Weg dieser Gruppe nach der 9. bzw. 10. Klasse in das Übergangssystem bzw. in die Ausbildung nachzeichnen. Man weiß jedoch noch nichts über den Erfolg oder Misserfolg der Jugendlichen im Anschluss an das Übergangssystem bzw. in der Ausbildung.

Das Hauptziel des Forschungsvorhabens ist es folglich, die ehemaligen Förderschülerinnen und -schüler weiterhin zu befragen, um zukünftig folgende Forschungsfragen beantworten zu können: Welche Bildungswege schlagen ehemalige Förderschülerinnen und -schüler nach Verlassen der Förderschule ein? Welche Jugendlichen schaffen einen direkten Übergang in eine erfolgreiche Ausbildung und wer bricht die Ausbildung frühzeitig ab?  Inwieweit helfen Programme des Übergangssystems, z. B. berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, beim Finden eines Ausbildungsplatzes? Haben die berufsvorbereitenden Maßnahmen einen kumulativen Effekt, d.h. sind Mehrfach-Maßnahmen insbesondere für die Gruppe der ehemaligen Förderschülerinnen und -schüler hilfreich? Oder wirken sie zusätzlich stigmatisierend? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote nehmen die Jugendlichen wahr? Inwiefern gibt es Unterschiede zwischen ihnen und kompetenzarmen Hauptschülerinnen und -schüler, z.B. in Bezug auf Förderangebote?

Wir erwarten durch das Projekt erstmalig einen detaillierten Einblick in den Werdegang dieser Jugendlichen in Deutschland.