Pressemitteilung

Weltordnung

Das neue Heft der WZB-Mitteilungen ist da

In einer Zeit der multiplen Krisen ist dieses Konzept so angefochten wie gesucht: Die „Weltordnung“ ist jedenfalls nicht mehr, was sie lange war. Die aktuelle Ausgabe der WZB-Mitteilungen (WZB-Mitteilungen September 2025) nimmt den Umbruch unter die Lupe. Was tritt an die Stelle der alten Regeln? Wie agieren Staaten und internationale Institutionen? Welche Kräfte wirken in den und auf die Gesellschaften? Welche Erzählungen, Normen, Interessen gewinnen die Oberhand?

Im Heft finden Sie unter anderem diese Texte:

  • Kann die steigende Kriegsgefahr durch Abschreckung, Kooperation oder normativ getragene Institutionen eingehegt werden?, fragt Michael Zürn im einleitenden Essay.

  • Den schweren Stand der Demokratie als Staatsform betrachten Lisa-Marie Selvik und Christian Rauh. Autokratie scheint ansteckend zu sein.

  • Auch die Ideale von Rationalität und Fortschritt geraten unter Druck. Minju Choi, Yi Kou und Yasemin Soysal beleuchten die Herausforderung, die der Verlust an Vertrauen und Autorität für die Wissenschaften bedeutet.

  • G7, G20 oder BRICS – die Bedeutung informeller Organisationen in der Weltpolitik und im internationalen Wettbewerb wächst, zu Lasten formaler Verbünde wie der UNO oder der Welthandelsorganisation. Steve Biedermann und Matthew D. Stephen analysieren diese Verschiebung.

  • Den hohen Anspruch der Europäischen Union auf eine Führungsrolle in der sich verändernden Welt sehen Christian Rauh und Milan Schröder kritisch. Die Analyse umfangreicher Datenmengen aus der internationalen Diplomatie zeigen ein etwas anderes Bild.

Ähnlich kritisch blicken Alissa Theresa Steer, Julia Pohle und Leo Thüer auf die europäischen Bestrebungen, eine „wertebasierte Digitalpolitik“ in die Welt zu tragen, als Alternative zum amerikanischen Techno-Libertarismus und zum chinesischen Autoritarismus. (Hören Sie auch auf unserer Website das Interview mit Julia Pohle zu der Frage, wie eine digitale Weltordnung aussehen könnte.)