Arbeit im globalen Wandel
Formen, Verteilung und Wert der Arbeit ändern sich zugleich rasend schnell und quälend langsam. Rasend schnell, betrachtet man den Wandel durch Digitalisierung und Globalisierung. Quälend langsam im Blick auf hartnäckige Ungleichheiten zwischen Geschlechtern oder Berufsfeldern. Die September-Ausgabe des Quartalsheftes WZB-Mitteilungen beleuchtet das weite Feld der modernen Arbeitswelt.
Die Ambivalenz der „vierten Revolution“ betrachten Martin Krzywdzinski und sein Team: Digitalisierung macht menschliche Arbeit zugleich ersetzbar und erträglicher. Fragen nach der (Selbst-)Ausbeutung gehen Artikel über die Kreativbranche in Deutschland und über Leihmütter in Indien nach. Die unterschiedliche Bezahlung sozialer Dienstleistungen untersucht die Nachwuchsgruppe Arbeit und Fürsorge ebenso wie die unterschiedliche Verteilung von Arbeit in Paaren. Internationale Schlaglichter setzen Valentina Mählmeyer und Axel Schröder mit Berichten aus Russland und Bangladesh.
Weitere Themen des Heftes sind soziale Differenzen in der Wahlbeteiligung, Pläne für ein deutsches Science Media Center und die Bekanntgabe der diesjährigen A.SK-Preisträgerin, der französisch-amerikanischen Ökonomin Esther Duflo.
Die WZB-Mitteilungen erscheinen vierteljährlich und gewähren Einblicke in die Forschungsarbeit am WZB. Die Zeitschrift kann unentgeltlich im Abonnement bezogen werden. Die aktuelle Ausgabe September 2015 finden Sie hier.