Das Ende der liberalen Welt, wie wir sie kennen?
Krisen und Auseinandersetzungen prägen die derzeitige Weltlage. Viele Gewissheiten werden erschüttert. Während man nach dem Fall der Mauer davon ausging, dass sich eine liberale Weltordnung durchsetzen würde, war spätestens seit den Anschlägen von 9/11 klar, welche Widerstände es gegen die Dominanz westlicher Werte gibt. Populistische Parteien fordern die Demokratie, die europäische Integration und internationale Ordnung in massiver Weise heraus. Gleichzeitig stellen autoritäre Staaten offen liberale Werte in Frage. Gegen-Revolutionen und Gegen-Institutionen haben dem Liberalismus den Kampf angesagt. Ist dies das Ende der liberalen Welt, wie wir sie kennen? Zerfällt Europa? Wie kann der Widerstand gegen die Global Governance erklärt werden? Gibt es einen Weg, die vielfältigen Krisen zu überwinden?
Bei einer Buchvorstellung und Diskussion am 19. April am WZB um 18 Uhr kommen Michael Zürn, Direktor der WZB-Abteilung Global Governance, und Jan Zielonka, Professor für Europäische Politik an der Universität Oxford, miteinander ins Gespräch. Die Veranstaltung wird von Anna Sauerbrey, Ressortleiterin beim Tagesspiegel, moderiert.
Beide Wissenschaftler haben zu diesen Themen kürzlich ein Buch verfasst, dessen Thesen in die Diskussion einfließen. Jan Zielonkas neue Publikation beschäftigt sich mit der “Counter-Revolution in Europe. Liberal Europe in Retreat” und Michael Zürns Buch nimmt mit “A Theory of Global Governance. Authority, Legitimacy, and Contestation” Aufstieg und Krise von Global Governance in den Blick.