Debatte

Denkt auch an #IchbinHasan!

Die #IchbinHanna-Initiative zeigt die schwierigen Arbeitsbedingungen für jüngere Wissenschaftler*innen in Deutschland auf. In der Wochenzeitung DIE ZEIT ergänzt WZB-Ökonom Levent Neyse die Debatte um die zusätzlichen Schwierigkeiten, denen junge migrantischer Forschende ausgesetzt sind. Die Barrieren für Nicht-Deutsche wirkten sich negativ auf den Wissenschaftsstandort Deutschland aus, könnten aber mit relativ einfachen Mitteln gelöst werden.

Für ausländische Forschende verschärften Sprachbarrieren, bürokratische Hürden oder Nachteile bei der Wohnungssuche den ohnehin hohen Leidensdruck im akademischen Betrieb in Deutschland. Das Land sei daher häufig nur eine Durchgangsstation in der akademischen Karriere für internationale Forschende. Mangelnde Perspektiven auf Professuren und hohe Anforderungen an Deutschkenntnisse für Stellen im Wissenschaftsbetrieb sorgten für die Abwanderung nach der Postdoc-Zeit. In der Folge verliere Deutschland „Tausende hochqualifizierte Migrant*innen, nachdem es Hunderttausende von Euro in jeden von Ihnen investiert hat“, schreibt Neyse dazu.

Was ist die Lösung? Eine Agentur zur gezielten Unterstützung von ausländischen Forschenden in Deutschland könne viel zur Verbesserung der Situation beitragen. Ebenso wichtig sei eine transparente und lösungsorientierte Verwaltung, sowie englischsprachige öffentliche Dienstleistungen.

28.6.2022 / MP

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Portrait Levent Neyse
Hande Erkut
Levent Neyse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Verhalten auf Märkten und im INSIGHTS-Projekt der Berlin School of Economics.

Den kompletten Artikel kann man in der ZEIT und online auf ZEIT Campus lesen.