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Heike Solga in den Wissenschaftsrat berufen

Heike Solga, Foto: David Ausserhofer

WZB-Direktorin Heike Solga ist von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum neuen Mitglied des Wissenschaftsrats berufen worden. Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Heike Solga wird dem Expertenkreis ab 1. Februar für zunächst drei Jahre angehören. Am WZB leitet Solga die Abteilung Ausbildung und Arbeitsmarkt, zudem ist sie Professorin für Soziologie an der Freien Universität Berlin.

Heike Solgas Forschungsinteresse ist im Themenbereich Bildung - Arbeit - Lebensverlauf angesiedelt. Derzeit untersucht sie vor allem die Bildungs- und Erwerbsbiografien gering qualifizierter Personen, die Bedeutung von Bildungszertifikaten und Kompetenzen in betrieblichen Rekrutierungsprozessen sowie internationale Unterschiede im Zusammenhang von Bildungsabschlüssen und Kompetenzen bei Erwachsenen und deren Bedeutung für Erwerbsbiografien.

Für ihre Dissertation zu sozialer Ungleichheit in der DDR erhielt sie die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft. Für ihre Forschung zu benachteiligten Jugendlichen beim Übergang in die Ausbildung sowie zu gering Qualifizierten auf dem Arbeitsmarkt, die sowohl quantitative Datenanalysen als auch experimentelle Ansätze und Interventionsstudien beinhaltet, wurde sie 2013 mit dem Berliner Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Heike Solga kann Erfahrungen aus zahlreichen Gremien in die Arbeit des Wissenschaftsrates einbringen: Sie war unter anderem Mitglied des Senats der Max-Planck-Gesellschaft, Stellvertretende Vorsitzende des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten und Mitglied des Senats und des Hauptausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Derzeit wirkt sie unter anderem im Kuratorium der VolkswagenStiftung, der Arbeitsgruppe "Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards" der DFG und im Research Council des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz mit. Heike Solga war zehn Jahre lang Mitherausgeberin der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie.