Innovation verstehen
Das neue Heft der WZB-Mitteilungen ist dem Neuen auf der Spur. Wenig bleibt, wie es ist, Veränderung ist allgegenwärtig – aber unter welchen Bedingungen entsteht Neues? Oft scheinen Innovationen, bei Institutionen wie bei Technologien, einmalig und unvorhersehbar. Alltägliche Erfindungen hängen von vielen Zufällen ab. Lassen sich dennoch Muster für das Auftauchen von Neuheit entdecken? Diese Frage hat die Abteilung Kulturelle Quellen von Neuheit über sieben Jahre hinweg beschäftigt. Zum Ende ihrer Arbeit versammelt dieses Heft Analysen und Antworten.
Die Beiträge zeigen verschiedene Kulturtechniken auf. Ignacio Farías hat Projektreisen einer Künstlerin begleitet und untersucht, wie Orte und Räume kreative Prozesse prägen. Dass das Durchbrechen von Routinen neue Lösungen erlaubt, beschreibt Ariane Berthoin Antal in ihrer Analyse künstlerischer Interventionen. Mehrere Texte setzen sich mit der Rolle von Werten und Normen und ihrem Wandel auseinander. Die Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Innovation untersuchen Beiträge der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik.
Außerhalb des Schwerpunkts bietet das Heft Artikel zu schulischer Inklusion, zu Interdisziplinarität und zu Expertenmacht und Politik.