WZBrief Arbeit

Kreativ, aber ausgebremst: die Entwickler digitaler Spielesoftware

Kreativ und motiviert sind die Entwickler von digitaler Spielesoftware. Dennoch fristet die Branche in Deutschland ein Schattendasein. Nur ein minimaler Prozentsatz der hier verkauften digitalen Spiele wird auch hier herge­stellt. Es gibt weniger als 10.000 Arbeitsplätze, und der Marktanteil deutscher Spie­leentwickler ist gering. Die Wissenschaftlerin Christina Teipen hat die Gründe dafür in dem neuen WZBrief Arbeit untersucht: Die Entwickler haben mit finanziellen Schwierigkeiten und prekären Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Dabei wäre das Potential groß, da jeder dritte Deutsche Computer- oder Videospiele nutzt.

Doch die Abhängigkeit von Verlegern ist groß: Noch nicht etablierte Entwicklerstudios in Deutschland erhalten kaum Bankkredite oder Risikokapital. Daher ist die Mehrzahl von ihnen auf die Unterstützung durch Verleger angewiesen, die anders als Buchverlage nicht nur das fertige Produkt vertreiben und vermarkten, sondern auch während der Entwicklung die Finanzierung und das sogenannte Producen übernehmen. Chancen ergeben sich durch neue Bezahlmodelle und Onlinespiele. Um die Branche zu stärken, ist es auch wichtig, öffentliche Ausbildungsinstitutionen für die digitale Spielebranche zu entwickeln.

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