Auszeichnung

Preis für besten Aufsatz

Der Preis für den besten deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Aufsatz 2012 geht an ein Autorenteam des WZB. Die sechs Forscher wurden jetzt von der Fritz Thyssen Stiftung für ihren Beitrag "Verarmungsrisiken nach kritischen Lebensereignissen in Deutschland und den USA" ausgezeichnet, erschienen in der "Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie".

Für die Jahre 1980 bis 2009 haben die Wissenschaftler untersucht, ob und in welchem Ausmaß Menschen nach Jobverlust, Krankheit oder Scheidung in Armut abrutschen. Ein Ergebnis: In den USA landen mehr Betroffene in Armut als in Deutschland - allerdings erholen sich die US-Amerikaner im Fall von Arbeitsplatzverlust und Familientrennung auch schneller von den materiellen Verlusten. Im Zeitverlauf fanden die Forscher allenfalls schwache Hinweise darauf, dass die Verarmungsrisiken in beiden Ländern generell zugenommen haben.

Herausgeber und Redakteure von 16 deutschsprachigen Zeitschriften in den Sozialwissenschaften hatten für das Jahr 2012 16 Aufsätze zur Prämierung vorgeschlagen.

Ulrich Kohler, Martin Ehlert, Britta Grell, Jan-Paul Heisig, Anke Radenacker, Markus Wörz: Verarmungsrisiken nach kritischen Lebensereignissen in Deutschland und den USA, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 64, Heft 2, S. 223-245.