Stories machen Märkte
WZB-Forscherin Sophie Mützel ist mit dem Karl-Polanyi-Preis ausgezeichnet worden. Sie erhielt den Preis für ihren Aufsatz „Koordinierung von Märkten durch narrativen Wettbewerb“, der in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienen ist. Darin zeigt sie am Beispiel der Brustkrebstherapieforschung, wie Erzählungen und Erwartungen der beteiligten Akteure einen Wettbewerb strukturieren können, noch bevor es ein fertiges Produkt gibt.
Die Autorin nimmt dabei nicht-ökonomische Aspekte wie Kommunikation zwischen Marktakteuren in den Blick, um zu erklären, wie Märkte entstehen und wie sie sich verändern. Sie kombiniert netzwerk- und kultursoziologische Perspektiven und leistet nach Meinung der Jury mit ihrem Aufsatz „einen wichtigen empirischen Beitrag zum Verständnis wissensintensiver und grenzüberschreitender Märkte“.
Der Karl-Polanyi-Preis wird alle zwei Jahre von der Sektion Wirtschaftssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vergeben.
Der Aufsatz ist 2010 in dem Sonderheft "Wirtschaftssoziologie" der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienen, herausgegeben von Jens Beckert und Christoph Deutschmann.