Verena Bentele am WZB
Felix Löchner

Vielfalt und soziale Gerechtigkeit - Verena Bentele zu Gast am WZB

Vielfalt und Solidarität sind Werte, die nicht durch Sonntagsreden verwirklicht werden, sondern politisches Handeln erfordern. Das machte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, bei ihrem Besuch in der Reihe „Starke Stimmen“ eindrucksvoll deutlich. Wir haben es sehr genossen, der Paralympics-Siegerin und Sozialpolitikerin zuzuhören und mit ihr zu diskutieren, die uns auch an ihrer persönlichen Geschichte hat teilhaben lassen.

Soziale Gerechtigkeit und ein starker Sozialstaat stünden immer mehr in der Diskussion – das zeigten die Diskussionen über das Bürgergeld. Um Vielfalt zu fördern und zu leben, dürfe die Wirtschaft aber nicht über den Menschen und ihrer soziale Daseinsvorsorge stehen. Im Sport wie im Leben brauche es „Begleitläufer“, die Menschen auf ihrem Weg zur Seite stehen. Dabei gehe es darum, eine Sprache zu finden, die jeder verstehen kann – auch Menschen, die keine akademische Ausbildung haben.

Im Gespräch mit WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger erklärt sie außerdem, dass das Wesen der Inklusion darin besteht, dass alle Menschen gleichermaßen mitgestalten können. Davon seien wir angesichts der geringen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen jedoch weit entfernt. Gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels müsste man fragen: Wie werden Jobs für mehr Menschen zugänglich gemacht? Menschen mit Behinderung sollten dabei als potenzielle Fachkräfte gesehen werden.

Verena Bentele ruft dazu auf, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinander zu setzen und sie schließlich zu hinterfragen, um Vielfalt in der Gesellschaft zu verwirklichen.

Die Veranstaltung mit Verena Bentele ist Teil der Reihe „Starke Stimmen für Vielfalt“, in der Jutta Allmendinger Personen, die Mut machen, ans WZB einlädt. Sie wird gefördert von den Freunden des WZB e.V.