Wer gibt was? Neue Erkenntnisse zum Spendenverhalten
Frauen spenden mehr als Männer, Alte mehr als Junge. Das gilt allerdings nur für Geldspenden. Beim Blutspenden sind die sozialen und finanziellen Unterschiede viel weniger von Belang. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Eckhard Priller (WZB) und Jürgen Schupp (DIW) zur Spendenbereitschaft der Deutschen auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).
Rund 5,3 Milliarden Euro spendeten die Deutschen im Jahr 2009 – mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Art und Höhe der Spenden sind in Deutschland gut dokumentiert. Nur wenige Informationen gab es hingegen bislang darüber, wer die Deutschen sind, die ihr Einkommen mit Hilfsbedürftigen teilen. Anhand einer neuen Befragung in der Langzeitstudie SOEP wurde es nun erstmals möglich, umfassend Fragen nachzugehen wie: Aus welchen sozialen Schichten stammen die Spender? Steigert hohes Einkommen die Spendenbereitschaft? Spielen Bildung und Alter eine Rolle? Spenden zufriedene Menschen mehr? Gelten die gleichen Motive für Geld- wie für andere, etwa für Blutspenden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wurden bestehende Datenquellen zur Spendenbereitschaft der Deutschen analysiert, geprüft und erstmals mit SOEP-Daten abgeglichen.