Starke Stimme der Beschäftigten

Zum Tod von Axel Tröster-Grönig

Im institutionellen Gedächtnis ist ein Platz für ihn reserviert, auch wenn es zwölf Jahre her ist, dass er das WZB altersbedingt verließ: Weit über die Hälfte des Bestehens des WZB war Axel Tröster-Grönig Vorsitzender des Betriebsrats, engagiert, kompetent, überzeugend. Ein kleiner Nachruf seines direkten Nachfolgers Udo Borchert. 

Von 1979 bis 2015 war Axel Tröster-Grönig am WZB beschäftigt, zunächst als studentische Hilfskraft und zuletzt - nach verschiedenen Stationen in der wissenschaftlichen Infrastruktur - im Zentralen Datenmanagement. Untrennbar ist sein Name mit dem Betriebsrat des WZB verbunden, dessen Vorsitzender er von 1982 bis 1990 und von 1994 bis 2014 war. Hier erarbeitete er sich durch seine beispiellose Sachkompetenz und sein ausgeprägtes Interesse an wissenschaftspolitischen Themen höchsten Respekt bei vier WZB-Präsidenten und einer Präsidentin sowie bei den Kolleg*innen, die er mit großem Engagement vertrat.

Schon früh erkannte er die Bedeutung des Austausches und der Vernetzung mit anderen Interessenvertretungen. Er arbeitete kontinuierlich mit am Auf- und Ausbau der betriebsrätlichen Netzwerke. Viele Jahre war er Sprecher der Koordinierungsgruppe der Personal- und Betriebsräte der Leibniz-Gemeinschaft (PBL) sowie Sprecher des Grundsatzfragenausschusses der Arbeitsgemeinschaft der Betriebs- und Personalräte der außeruniversitären Forschungseinrichtungen (AGBR). Die Strukturen dieser Gremien hat er nachhaltig geprägt. In zahllosen Gesprächen und Diskussionen mit dem Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft, der Politik und anderen Akteuren der Wissenschaftslandschaft brachte er mit starker Stimme die Perspektive der Beschäftigten ein.

Nach kurzer schwerer Krankheit ist Axel Tröster-Grönig am 10. April 2026 gestorben, kurz vor seinem 77. Geburtstag.

23.4.26, GaK