Neuer Leviathan erschienen

Zur Debatte in der Stadtsoziologie

Das neue Heft des „Leviathan“ greift eine aktuelle Debatte in der Stadtsoziologie auf, in der sich die Pole fast unversöhnlich gegenüber zu stehen scheinen.

Es geht um den soziologischen Gesellschaftsbegriff, der von der bisher dominierenden Schule als Überbegriff für die Stadtforschung verstanden wird: Nichts, was in den Städten geschieht, ist (nur) lokal zu begreifen, denn die gesellschaftlichen Moden, die globalkapitalistischen Geschäftsmodelle setzen sich auch in den Städten durch. Dieser Gesellschaftsbegriff wird neuerdings von der Darmstädter Schule der Stadtsoziologie kritisch infrage gestellt: Die Städte haben ihre eigene Logik, die es zu erforschen gilt (Helmuth Berking).

Dieser sogenannte Darmstädter Ansatz hat in der Stadtsoziologie Wellen geschlagen mit seiner Beobachtung der Besonderheiten der Städte, für welche die bisherige Stadtsoziologie sich nicht aufgeschlossen zeigte. Aber bietet nicht der Mangel eines Gesellschaftsbegriffs beim Darmstädter Ansatz seinerseits eigene Probleme? Eine Gruppe jüngerer Stadtsoziologinnen und Stadtsoziologen hat beide Ansätze auf ihre Schwächen und Stärken hin untersucht.

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