Sonia Giebel, Ph.D.
Kurzprofil
Sonia Giebel, Ph.D., beschäftigt sich damit, wie Individuen und Organisationen soziale Identitäten und Kategorien konstruieren und diesen anschließend Bedeutungen und Werte zuschreiben. Darüber hinaus interessiert sie sich für die Entwicklung des Begriffs „Diversität“: wie er von Organisationen dargestellt, von Individuen gelebt wird und wie er sich je nach nationalem Kontext unterscheidet.
Ihr primärer empirischer Forschungsschwerpunkt ist das Hochschulsystem der Vereinigten Staaten, wobei ihr besonderes Interesse dem Zulassungsverfahren für Bachelor-Studierende gilt. Sie bedient sich in der Regel qualitativer Methoden, greift in ihrer wissenschaftlichen Arbeit jedoch auch auf quantitative und computergestützte Methoden zurück. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in den Zeitschriften „Sociology of Education“, „Socius“, „Poetics“ und „Science Advances“ veröffentlicht und in Medien wie der „New York Times“ und dem „Chronicle of Higher Education“ vorgestellt. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Buch mit dem Titel „Diversity in Pieces“ (unter Vertrag bei der University of Chicago Press), in dem sie beschreibt, wie multiethnische Studienbewerber*innen sich im Zulassungsverfahren präsentieren und ihren Beitrag zur Vielfalt einschätzen.
Sonia promovierte 2023 an der Stanford University in Sociology of Education and Higher Education. Außerdem hat sie einen Master-Abschluss in Soziologie von der Stanford University sowie einen Bachelor-Abschluss in Anglistik (mit den Nebenfächern Soziologie und Pädagogik) vom Haverford College. Nach ihrem Bachelor-Studium verbrachte sie ein Jahr als Fulbright-Lehrassistentin für das Fach Englisch an der Quang Nam University in Vietnam. Von Januar bis Juli 2025 war sie Dahrendorf-Postdoktorandin am St Antony’s College der Universität Oxford. Seit Juli 2026 ist sie Assistenzprofessorin für Soziologie an der University of Toronto.
