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Bücher 2011

Hier finden Sie alle 2011 erschienenen Bücher von WZB-Forscherinnen und -Forschern in chronologischer Reihenfolge.

Gemeinsam Karriere machen

Die Verflechtung von Berufskarrieren und Familie in Akademikerpartnerschaften
Gemeinsam Karriere machen
Herausgeber
Alessandra Rusconi, Heike Solga
Verlag
Opladen/Berlin/Farmington Hills, MI: Verlag Barbara Budrich
ISBN 978-3-86649-365-0
189 Seiten, € 36,00
Immer mehr Frauen verfolgen eine Karriere, und die allermeisten Frauen mit einer Karriere (innerhalb und außerhalb der Wissenschaft) haben einen Partner, der ebenfalls Karriere macht. Das stellt viele Fragen: Was heißt es, dass die Berufs- und Lebensverläufe von hoch qualifizierten Frauen und Männern in Paaren miteinander verflochten sind? Welche neuen Herausforderungen ergeben sich damit für die Berufskarrieren von Frauen einerseits und für Koordinierungsarrangements in Partnerschaften andererseits? Existieren in unterschiedlichen Lebensabschnitten oder Berufsphasen unterschiedliche Verflechtungsweisen?

Comunicaciones, semánticas y redes

Usos y desviaciones de la sociología de Niklas Luhmann
Comunicaciones, semánticas y redes
Herausgeber
Ignacio Farías, José Ossandón
Verlag
México: Universidad Iberoamericana
ISBN 978-607-417-161-7
314 Seiten, ca. $ 17,00
Der Sammelband vereint spanisch- und englischsprachige Beiträge aus Lateinamerika und Europa und zeigt, wie Niklas Luhmanns Systemtheorie heute von jungen zeitgenössischen Soziologen rezipiert und angewendet wird. Der Großteil der Aufsätze setzt sich mit der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Semantiken und Strukturen auseinander. Dies erfolgt anhand sehr unterschiedlicher Fallbeispiele wie der Rolle von Häresie in der religiösen Kommunikation, den Selbstbeschreibungen Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert, der Transformation der Semantiken eines gemeinsamen europäischen Markts zwischen 1950 und 2000, den Bildern und Visualisierungen von Finanzmärkten sowie den Begriffen Globalisierung und Postmodernität als Schemata gesellschaftlicher Selbstbeobachtung. Weitere Studien zielen darauf ab, die Systemtheorie mit relationalen Netzwerkansätzen wie etwa der Akteur-Netzwerk-Theorie zu verknüpfen.

Founding Elections in Latvia, 1993-1995

Analyses, Documents and Data. Reihe Founding Elections in Eastern Europe
Founding Elections in Latvia, 1993-1995
Herausgeber
Jānis Ikstens, Andris Runcis
Verlag
Berlin: edition sigma
ISBN 978-3-89404-255-4
220 Seiten, € 18,90
Die ersten wettbewerbsorientierten Wahlen, die in einem Land nach dem Fall eines autokratischen Regimes unter demokratischen Bedingungen stattfinden, haben einen prägenden Einfluss auf die Entwicklung der politischen Parteien und die Neugestaltung des politischen Systems. Sie stehen daher im Zentrum der von Hans-Dieter Klingemann und Charles L. Taylor herausgegebenen Reihe über die „Founding Elections“ in den vormals sozialistischen Transformationsstaaten Ost- und Mitteleuropas. Dieser Band beschreibt und analysiert die Situation in Lettland beim Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie, nachdem das Land 19991 seine nationale Unabhängigkeit wiedererlangt hatte. Das besondere Interesse gilt den Parlamentswahlen der Jahre 1993, 1995 und 1996. Parteigründungen, die Koalitionsstrategien der Parteien und das Wahlverhalten der Bürger werden unter Berücksichtigung der historischen und institutionellen Rahmenbedingungen dargestellt. Weitere Beiträge widmen sich den politischen Einstellungen der lettischen Führungsschicht sowie der Rolle und dem Wandel der Medien im Transformationsprozess. Im Anhang werden die Verfassung und das Wahlgesetz Lettlands dokumentiert.

Der Leuchtende Pfad in Peru (1970-1993)

Erfolgsbedingungen eines revolutionären Projekts. Lateinamerikanische Forschungen, Bd. 39
Der Leuchtende Pfad in Peru (1970-1993)
Autor
Sebastian Chávez Wurm
Verlag
Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag
ISBN 978-3-412-20720-5
297 Seiten, € 44,90
1980 startete die Guerillaorganisation Leuchtender Pfad völlig überraschend ihren bewaffneten Kampf, an dessen Ende knapp 70.000 Todesopfer zu beklagen waren. Trotz dieses Konfliktausmaßes bleibt bis heute offen, wie sich die Gruppierung von einem studentischen Lesezirkel zu einem der weltweit am meisten gefürchteten Gewaltverbände entwickeln konnte. Auf Grundlage erstmals zugänglicher Quellen untersucht der Autor, wie der Leuchtende Pfad nicht nur Menschen, sondern auch materielle und ideelle Ressourcen mobilisierte und so zu einer schlagkräftigen und scheinbar militärisch hochgerüsteten Organisation wurde. Makro- und Mikroprozesse miteinander verbindend, stellt er die organisatorischen Fähigkeiten des Leuchtenden Pfads heraus und ergänzt dabei bisher dominierende strukturalistische Ansätze zur Erklärung revolutionärer Bewegungen um eine akteursbezogene Dimension.

Einfach aufladen

Mit Elektromobilität in eine saubere Zukunft
Einfach aufladen
Autoren
Weert Canzler, Andreas Knie
Verlag
München: Oekom Verlag
ISBN 978-3-86581-270-4
112 Seiten, € 9,95
Klimawandel, Rohstoffknappheit und der drohende Verkehrsinfarkt erzwingen einen Wechsel hin zu postfossilen Energieträgern. Der Band verknüpft die Diskussion über die Durchsetzungschancen erneuerbarer Energien mit der Verkehrsthematik und entwirft das Zukunftsbild einer neuen Mobilität, die vollständig auf regenerativen Energien beruht: In einer vernetzten Elektromobilität, die flexibel auf die unterschiedlichen individuellen Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer zu reagieren vermag, sehen die Autoren eine Lösung für alle angesprochenen Problemfelder. Dies setzt aufeinander abgestimmte integrierte Verkehrsangebote voraus, die es den Nutzern gestatten, öffentliche und private Transportmittel unkompliziert miteinander zu kombinieren und je nach Bedarf auf Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad zurückzugreifen. In einem solchen Gesamtkonzept wenden sich auch die oft kritisierten Beschränkungen des Elektroautos, nämlich seine begrenzte Reichweite und lange Ladezeiten, ins Positive: So könnten E-Autos etwa neben ihrer Funktion als Verkehrsmittel gleichzeitig als Puffer dienen, um wetterbedingte Schwankungen bei der Erzeugung von Naturstrom auszugleichen.

Grüner Umbau

Neue Allianzen für die Umwelt – Jahrbuch Ökologie 2012
Grüner Umbau
Herausgeber
Günther Altner, Heike Leitschuh, Gerd Michelsen, Udo E. Simonis, Ernst U. von Weizsäcker
Verlag
Stuttgart: Hirzel Verlag
ISBN 978-3-7776-2152-4
248 Seiten, € 21,90
Wenn der Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt ist, wie kann dann der Umbau des Energiesystems gelingen? Welche Konzepte sind erforderlich, welche Allianzen nötig für den Umstieg aus dem nuklear-fossilen ins solare Zeitalter? Das diesjährige Jahrbuch Ökologie widmet sich diesen grundsätzlichen Fragen aus ökonomischer, sozialer und technischer Sicht. Es verfolgt die Spuren, die zu einer grünen Transformation führen können, fragt aber auch nach den ungelösten ökologischen Konflikten, die nur von Vorreitern und auf Basis neuer transformativer Forschung gelöst werden können.

Verfassungswandel im Mehrebenensystem

Verfassungswandel im Mehrebenensystem
Herausgeber
Christoph Hönnige, Sascha Kneip, Astrid Lorenz
Verlag
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN 978-3-531-15617-0
414 Seiten, € 49,95
Verfassungen definieren die grundsätzlichen Regeln und Normen einer Gesellschaft; in ihnen sind sowohl die Schutzrechte des Individuums gegenüber dem Staat und anderen Bürgern als auch Institutionen und Verfahren der Staatsorganisation festgeschrieben. Anpassungen und Veränderungen, die sie erfahren, sind also in hohem Maße politisch und gesellschaftlich relevant. In dem Band wird ein konzeptioneller Rahmen entwickelt, um am Beispiel des Grundgesetzes systematisch zu untersuchen, wie es zu explizitem und implizitem Verfassungswandel kommt, welche Rolle die europäische und die subnationale Ebene im Föderalstaat Deutschland dabei spielen und welche konkreten Akteure es sind, die einen solchen Wandel vorantreiben oder bremsen. In einer abschließenden Zusammenschau der Beiträge wird das Spannungsverhältnis zwischen notwendiger Flexibilität des Verfassungsrechts einerseits und dem damit einhergehenden möglichen Verlust an innerer Kohärenz andererseits thematisiert.

Rechtsstatus und Bildungschancen

Die staatliche Ungleichbehandlung von Migrantengruppen und ihre Konsequenzen – Reihe Sozialstrukturanalyse
Rechtsstatus und Bildungschancen
Autorin
Janina Söhn
Verlag
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN 978-3-531-18145-5
354 Seiten, € 29,95
http://www.springerlink.com/content/?k=isbn%3a%28978-3-531-18145-5%29 (E-Book)
Migrantenkinder haben in Deutschland schlechtere Bildungschancen als einheimische Kinder, doch auch zwischen Migrantengruppen bestehen Bildungsungleichheiten. Verantwortlich dafür sind nicht allein sozioökonomische und kulturelle Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen, sondern auch der unterschiedliche rechtliche Status, der ihnen eingeräumt wird. Denn dieser bestimmt wesentlich über die Gewährung oder Verwehrung von Teilhaberechten sowie den Zugang zu Integrationsmaßnahmen. Direkt und indirekt wird so auch der Schulerfolg der mit ihren Familien nach Deutschland gekommenen Kinder beeinflusst. Die Autorin zeigt, dass insbesondere Aussiedler aus Osteuropa im Vergleich zu anderen Zuwanderern von günstigeren integrationspolitischen Regelungen profitiert haben. Im Zusammenspiel mit anderen sozialen Faktoren führt dies dazu, dass Aussiedlerkinder deutlich seltener von Bildungsarmut betroffen sind als die Kinder aus anderen Migrantengruppen.

Arm, alt, pflegebedürftig

Selbstbestimmungs- und Teilhabechancen im benachteiligten Quartier
Arm, alt, pflegebedürftig
Autoren
Katrin Falk, Josefine Heusinger, Kerstin Kammerer, Meggi Khan-Zvorničanin, Susanne Kümpers, Michael Zander
Verlag
Berlin: edition sigma
ISBN 978-3-89404-254-7
149 Seiten, € 12,90
Gerade sozial benachteiligte pflegebedürftige Ältere haben es schwer, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Doch von der Unterstützung anderer abhängig zu sein muss nicht mit dem Verlust von Selbstbestimmung einhergehen – so die zentrale These der Autor/inn/en dieses Buchs. Um echte Wahlmöglichkeiten zu haben, sind einerseits individuelle Ressourcen von Bedeutung: Geld, Informationen und hilfreiche Beziehungen. Andererseits brauchen professionelle und ehrenamtliche Helfer/innen personelle und finanzielle Kapazitäten und Wissen; auch müssen sie kooperieren können, um vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen und die Alten bedarfsgerecht zu unterstützen. In ihrer Fallstudie über das Altbauquartier Berlin-Moabit, in dem besonders viele alte Menschen mit geringem Einkommen leben, untersuchen die Autor/inn/en, wie sozialräumliche und individuelle Ressourcen zusammenwirken und Selbstbestimmung fördern oder behindern. In dem Band kommen die Älteren selbst sowie Vertreter/innen von Pflege, Verwaltung, Stadtteil- und Seniorenarbeit zu Wort; er dokumentiert Lücken und Potenziale aktueller kommunaler Strukturen der Altenhilfe und -pflege und zeigt Handlungsbedarfe für die Zukunft auf.

Governance und Rechtsetzung

Grundfra