Bücher 2013

Politik des Verfassungsrechts

Interdisziplinäre und vergleichende Perspektiven auf die Rolle und Funktion von Verfassungsgerichten
Verfassungsgerichte agieren an der Schnittstelle zum politischen System, das sie durch ihre Entscheidungen mitgestalten. Sie betreiben eine „Politik des Verfassungsrechts“. In diesem Zusammenhang hat die politikwissenschaftliche Verfassungsgerichtsforschung in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Die Verfassungsgerichte werden als Akteure untersucht, die an das Recht gebunden sind, aber auch politische Rechtsprechung betreiben. Forschungsthemen sind die internen Entscheidungsprozesse, die demokratie-funktionalen Wirkungen der Verfassungsgerichtsbarkeit, ihre Governance-Funktion im föderal-politischen System Deutschlands sowie die Bedeutung von verfassungsgerichtlicher Autorität und Deutungsmacht. Der Band verbindet politikwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche und rechtssoziologische Perspektiven und entwickelt Ansätze für weitere Forschungsprogramme. Erstmals wird dabei auch die Verfassungsgerichtsbarkeit in Österreich, der Schweiz und Ungarn in den Blick genommen und damit Grundlage für komparative Studien geschaffen.
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Politik des Verfassungsrechts
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(Hg.)
Michael Wrase, Christian Boulanger
Auflage/ Ort/ Verlag

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft

ISBN 978-3-8487-0495-8
345 Seiten
€ 78,00

Paare und Ungleichheit(en)

Eine Verhältnisbestimmung
Paarbeziehungen gelten als zentraler Ort, an dem Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern (re-)produziert, kompensiert oder verringert werden. Zudem spiegeln sich in und zwischen Paaren Klassen-, Schicht- und Milieuunterschiede, etwa in der Wahl des Partners bzw. der Partnerin, in der Positionierung auf dem Arbeitsmarkt, in Bevorzugungen und Benachteiligungen durch sozial- und familienpolitische Regelungen oder in der Artikulation und (Nicht-)Einlösung von Egalitätsnormen. In dem Band werden aktuelle Studien zu dieser Thematik präsentiert. Der erste Teil liefert Analysen zu Geschlechter(un)gleichheiten, Paarfindungen und Paarbildungen. Im zweiten Teil geht es um Paarbeziehungen und Erwerbsarbeit. Untersucht wird unter anderem, wie sich berufliche Anforderungen auf das Privatleben doppelerwerbstätiger Paare auswirken. Der dritte Teil konzentriert sich auf die Elternschaft. In den Blick genommen werden das Engagement von Vätern und die Situation bzw. Bewältigungsstrategien ungewollt kinderloser Paare, die sich erfolglos einer reproduktionstechnischen Behandlung unterzogen haben.
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Paare und Ungleichheit(en)
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(Hg.)
Alessandra Rusconi, Christine Wimbauer, Mona Motakef, Beate Kortendiek, Peter A. Berger
Auflage/ Ort/ Verlag

Opladen u.a.: Verlag Barbara Budrich

ISBN 978-3-8474-0109-4
232 Seiten
€ 26,90

Geschichte des Kapitalismus

Historische Analysen über den Kapitalismus können zum Verständnis der aktuellen Krisen beitragen. Jürgen Kocka spannt den Bogen von der Frühzeit kapitalistischen Handelns bis zum heutigen Finanz- und Managerkapitalismus. Er umreißt die theoretischen Ansätze von Marx, Weber, Sombart und bezieht neue Ansätze ein (Keynes, Braudel, Wallerstein, um dann selbst eine Arbeitsdefinition anzubieten, die Charakteristika kapitalistischer Wirtschaft aufnimmt: individuelles Eigentum, dezentrale Entscheidungen, Agieren in Märkten, über Preise und im Wettbewerb, Arbeitsteilung, Geldwirtschaft und das Vorhandensein von Kapital. Dabei zeigt der Autor: Kapitalismus hat seinen Preis, aber auf der Habenseite das Potenzial, das Schicksal der Menschen entscheidend zu verbessern. Wer über Kapitalismus redet, darf über Staat und Gesellschaft nicht schweigen. Sie sind keine Antipoden zum kapitalistischen Markt, sondern eng mit ihm verflochten.
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Geschichte des Kapitalismus
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Autor
Jürgen Kocka
Auflage/ Ort/ Verlag

München: C.H.Beck

ISBN 978-3-406-65492-3
144 Seiten
€ 8,95

C.H.Beck Wissen 2783

Bringing Sociology to International Relations

World Politics as Differentiation Theory
Funktionale Differenzierung steht seit Langem im Mittelpunkt soziologischen Denkens und gilt als ein bestimmendes Merkmal in der Evolution der modernen Gesellschaft, durch das sich diese von vormodernen Gesellschaften und den in ihnen vorherrschenden Formen sozialer Differenzierung – Segmentation oder Systeme sozialer Stratifikation wie Klassenbildung – unterscheidet. Anknüpfend an neue Entwicklungen in der Anwendung der Differenzierungstheorie im Forschungszweig internationale Beziehungen wie auch in der Soziologie werden in diesem Band Analysen aus beiden Feldern zusammengeführt. In der Gesamtschau ergibt sich daraus eine interdisziplinäre Synthese, die Weltpolitik als ein differenziertes soziales Gefüge erkennbar macht. Über alle Beiträge und Kapitel hinweg geht es um Antworten auf die zentrale Frage: Welche neuen Perspektiven eröffnen sich, wenn das soziologische Konzept der funktionalen Differenzierung von der innerstaatlichen Ebene, auf die es ursprünglich gerichtet war, auf den größeren und vielschichtigeren Komplex der internationalen Beziehungen übertragen wird?
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Bringing Sociology to International Relations
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(Hg.)
Mathias Albert, Barry Buzan, Michael Zürn
Auflage/ Ort/ Verlag

Cambridge: Cambridge University Press

ISBN 978-1107440135
292 Seiten
€ 63,63

Forschungsinfrastrukturen für die qualitative Sozialforschung

Für die sekundäranalytische Verwendung von Statistik- und Umfragedaten gibt es in den empirischen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland mittlerweile eine gut entwickelte Infrastruktur. Über Forschungsdatenzentren werden solche Daten der Wissenschaft zugänglich gemacht. Im Gegensatz dazu ist die systematische Aufbereitung und Bereitstellung qualitativer Daten für die Weiternutzung in Forschung und Lehre hierzulande noch wenig verbreitet. Wesentliche Gründe dafür sind die Beschaffenheit dieser Daten, die in ihrer Rohdatenform unmittelbar personenbezogen sind, sowie Unsicherheiten in puncto Datenschutz. Außerdem erschweren fehlende Standards für die Dokumentation die Archivierung, Auffindbarkeit und Nachnutzung qualitativer Daten. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten, der schon maßgeblich an der Etablierung der Dateninfrastruktur für die quantitative Sozialforschung beteiligt war, hat nun auch den Ausbau der qualitativen Dateninfrastruktur auf seine Agenda gesetzt und Vertreter in- und ausländischer Institute, die sich theoretisch und praktisch mit diesem Thema befassen, zu einem Workshop eingeladen. Der Band dokumentiert ihre Beiträge und liefert in der Gesamtschau eine aktuelle Bestandsaufnahme erster qualitativer Forschungsinfrastrukturen. Unterschiedliche Archive stellen ihre Projekte vor und berichten über die bei der Umsetzung aufgetretenen Probleme ebenso wie über Lösungsansätze.
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Forschungsinfrastrukturen für die qualitative Sozialforschung
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(Hg.)
Denis Huschka, Hubert Knoblauch, Claudia Oellers, Heike Solga
Auflage/ Ort/ Verlag

Berlin: Scivero

ISBN 978-3-944417-01-1
185 Seiten
€ 15,90

Mut zu Visionen

Brücken in die Zukunft (Jahrbuch Ökologie 2014)
Das Jahrbuch Ökologie lädt in seiner neuen Ausgabe zu Visionen über eine ökologische Zukunftsgestaltung ein. Leitend ist dabei die Erkenntnis, dass Denken jenseits ausgetretener Pfade aus Sackgassen herausführen, vorher nicht gesehene Handlungsalternativen aufzeigen und so die erforderliche Umgestaltung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben kann. Teil I geht der Vision eines nachhaltigen Europa nach und fragt, welche Anforderungen eine diesem Ziel verpflichtete Politik erfüllen müsste. Teil II beleuchtet die drei strategischen Komponenten von Nachhaltigkeit, nämlich das zusammengehörende Trio aus Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Elementen eines guten Lebens in einer Welt multipler Krisen widmet sich Teil III mit Beiträgen über die Kunst der Gelassenheit und das Experimentieren mit neuen Formen sozialer Gemeinschaft. Dass in Wirtschaften seit jeher nicht nur das Phänomen des Wachsens, sondern auch des Schrumpfens wirkt, ruft Teil IV anhand sehr unterschiedlicher Beispiele sowie eines Plädoyers für eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und steigenden Treibhausgas-Emissionen in Erinnerung. Konkrete Schritte zur Nachhaltigkeit zeigt schließlich Teil V auf, in dem verschiedene Initiativen und Ansatzpunkte vorgestellt werden.
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Mut zu Visionen
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(Hg.)
Heike Leitschuh, Gerd Michelsen, Udo E. Simonis, Jörg Sommer, Ernst U. von Weizsäcker
Auflage/ Ort/ Verlag

Stuttgart: S. Hirzel

ISBN 978-3-7776-2362-7
256 Seiten
€ 21,90

Mikrofinanzierung als Entwicklungshilfe

Sparen & Leihen als Alternative zu Mikrokrediten? Erfahrungen aus Ostafrika
Die Autoren, selbst Gründer einer Stiftung, die Kinder in Ostafrika unterstützt und vor allem um Bildung für Mädchen bemüht ist, setzen sich in diesem Band mit Mikrofinanzierungssystemen und ihrem Beitrag zur Entwicklung der Dritten Welt auseinander. Im Mittelpunkt steht dabei das zunehmend praktizierte Modell „Sparen und Leihen“. Anders als die bekanntere Variante der Mikrokredite, die gerade in Afrika nur wenig Wirkung entfaltet hat, beruht dieses Konzept auf der Selbstorganisation einer Gruppe und eigenen Sparbeiträgen der Mitglieder, die sich zugleich auch Geld leihen können. Durch die regelmäßigen Einzahlungen, Darlehenszinsen und -rückzahlungen wächst der Kapitalstock und erlaubt die Vergabe immer größerer Darlehen, bis am Ende des gemeinsam festgelegten Sparzyklus jedem Teilnehmer seine angesparte Summe und seine anteilmäßige Rendite ausgezahlt wird. Diese Form des Sparens mindert die Furcht vor Überschuldung und Abhängigkeit und steht auch armen, nicht als kreditfähig geltenden Menschen offen. Über die positiven wirtschaftlichen Effekte hinaus fördert sie zudem sozialen Zusammenhalt und Gruppenlernen sowie das Entstehen einer Sparkultur. Die Arbeit und Funktionsweise einiger solcher Gruppen wird anhand persönlicher Erfahrungen beschrieben, ergänzend werden Dokumente von Hilfsorganisationen ausgewertet. Abschließende Folgerungen bringen die Vorzüge, aber auch die Grenzen dieses Modells aus der Perspektive der Entwicklungshilfe auf den Punkt.
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Mikrofinanzierung als Entwicklungshilfe
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Autor
Günther Schmid, Barbara Schmid-Heidenhain
Auflage/ Ort/ Verlag

Berlin: Edition Pamoja

ISBN 978-3-00-040375-0
84 Seiten
€ 9,90

Sozialpolitik in den USA

Eine Einführung
Als Ursache für die wachsende soziale Ungleichheit in den USA gilt vor allem aus europäischer Sicht ein nur rudimentär ausgebildeter Wohlfahrtsstaat. Dieser gängigen Annahme setzen die Autoren eine differenziertere Analyse der komplexen Realität entgegen. Ihre Darstellung der US-amerikanischen Sozialpolitik und des bestehenden sozialen Netzes beschränkt sich nicht nur auf die im engeren Sinne staatlichen Wohlfahrtsleistungen wie Sozialversicherungssysteme und Einkommenshilfen, sondern berücksichtigt auch die vielfältigen privatwirtschaftlichen Arrangements sozialer Absicherung sowie die steuerpolitischen Instrumente, mit denen bestimmte Gruppen finanziell unterstützt werden. In einem ersten Block wird die amerikanische Sozialpolitik in einer international vergleichenden Perspektive theoretisch und empirisch eingeordnet, werden ihre politischen Traditionen, Leitbilder und die sie prägenden gesellschaftlichen und politischen Konflikte herausgearbeitet und die historischen Entwicklungsphasen skizziert, in denen die Grundpfeiler des heutigen Systems entstanden sind. Der zweite Block gibt einen vertieften Einblick in die wichtigsten Felder von Sozialpolitik in den USA, nämlich Arbeitsmarkt-, Familien-, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik, Bildung, Wohnen, Gesundheit, Renten, Sozialhilfe- und Armutspolitik. Abschließend wird erörtert, inwieweit die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise sich auf die zukünftige Ausrichtung des amerikanischen Sozialmodells auswirkt.
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Sozialpolitik in den USA
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Autor
Britta Grell, Christian Lammert
Auflage/ Ort/ Verlag

Wiesbaden: Springer VS

ISBN 978-3-531-18133-2
303 Seiten
€ 29,95

Meeting Democracy

Power and Deliberation in Global Justice Movements
Wie gehen globalisierungskritische Gruppen, die als Teil der sozialen Bewegungen für mehr internationale Gerechtigkeit, wirksame demokratische Kontrolle von unten und eine stärkere gesellschaftliche Beteiligung an politischen Prozessen eintreten, in ihren eigenen Reihen mit Machtstrukturen und Demokratie um? Wie gestalten sie ihre interne Meinungsbildung und Entscheidungsfindung? Wie werden Konflikte bearbeitet? Mit diesen weithin unbeantworteten Fragen setzt sich der Band auseinander. Länderteams präsentieren die Ergebnisse detaillierter ethnografischer Fallstudien, die auf teilnehmender Beobachtung beruhen und insgesamt zwölf Organisationen in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz umfassen. Es zeigte sich, dass die Wertschätzung demokratischer Prinzipien wie Gleichheit und Partizipation auch die Kommunikationsmuster innerhalb der Gruppen prägt. Die Diskurse sind auf Austausch von Ideen und Informationen, argumentative Überzeugung, Respektierung von Gegenpositionen und konsensuale Entscheidungen ausgerichtet. Inhaltliche Kontroversen werden zumeist nicht durch Mehrheitsvoten beigelegt, sondern durch Vertagung oder Verzicht auf eine Entscheidung. Überhaupt experimentieren die Gruppen mit verschiedenartigen Instrumenten und Verfahrensregeln, um ihre Vorstellungen von innerer Demokratie zu verwirklichen.
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Meeting Democracy
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Autor
Donatella della Porta, Dieter Rucht (Eds.)
Auflage/ Ort/ Verlag

Cambridge, UK: Cambridge University Press

ISBN 978-1-107-02830-2
273 Seiten
£ 60.00

Schlaue Netze

Wie die Energie- und Verkehrswende gelingt
100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 sind möglich, sagen Experten und Umweltverbände. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Die Autoren zeigen, dass Energie- und Verkehrswende Hand in Hand gehen müssen. Es braucht intelligente Stromnetze, die die Bereitstellung regenerativer Energien gewährleisten. Zum anderen müssen gänzlich neue Verkehrskonzepte entwickelt werden, die auf postfossile Antriebstechniken setzen und das Auto in ein umfassendes öffentliches Verkehrsangebot integrieren. Kerngedanke ist die Formulierung eines Schlaue-Netze-Gesetzes als Hebel für das Gelingen der Wende. Der Vorschlag ist gleichermaßen radikal wie komplex und zielt auf eine starke Beteiligung der Bürgerinnen und Bürgern.
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Schlaue Netze
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Autor
Weert Canzler, Andreas Knie
Auflage/ Ort/ Verlag

München: oekom-Verlag

ISBN 978-3-86581-440-1
136 Seiten
9,95 €

Wahlen und Wähler. Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2009

Die Bundestagswahl vor vier Jahren war eine „ungewöhnliche Wahl“, schreiben die Herausgeber Bernhard Weßels, Harald Schoen und Oscar W. Gabriel in ihrem Vorwort zu diesem Band, der ausführliche Analysen zur Bundestagswahl 2009 versammelt. Es offenbarte sich nicht nur eine Schwäche der großen Parteien mit massiven Stimmverlusten für CDU/CSU und die SPD, sondern auch die niedrigste Wahlbeteiligung aller bisherigen Bundestagswahlen. Die Beiträge des Bandes präsentieren neue Ergebnisse der Wahlforschung. Sie umfassen unter anderem Analysen zu Wahlbeteiligung, zur Rolle der Kandidaten, zu den Einstellungen der Wähler wie zu der Rolle einzelner Parteien. Weitere Themen sind die Rolle von Wahlprogrammen und Koalitionspräferenzen. Deutlich wird, wie schwer sich die CDU/CSU, vor allem aber die SPD damit taten, ihre Wähler zu mobilisieren, was den kleineren Parteien wie etwa den Grünen besser gelang. Außerdem wählten viele Wähler strategisch, und das Stimmensplitting zwischen Erst- und Zweistimme war weit verbreitet.

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Cover Wahlen und Wähler. Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2009
Herausgeber
Bernhard Weßels, Harald Schoen, Oscar W. Gabriel
Auflage/ Ort/ Verlag

Wiesbaden: Springer VS

ISBN 978-3-658-01328-8
568 Seiten
39,99 €

Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation. Analysen zur Bundestagswahl 2009

Der Band liefert empirische Analysen zur Bundestagswahl 2009. Dabei werden vor allem die Besonderheiten ins Zentrum gerückt, durch die sich diese Wahl rückblickend auszeichnet. Dies betrifft erstens die niedrige Wahlbeteiligung, für die vier Hauptgründe verantwortlich gemacht werden: mangelnde Auswahl an Kandidaten, Parteien oder Programmen, Unzufriedenheit mit Politik und Politikern, Desinteresse und schließlich das Gefühl, nicht ausreichend repräsentiert zu werden. Ein zweitens Phänomen sind die hohen Stimmenanteile, die kleine Parteien auf sich vereinen konnten, und damit die tendenziell vielfältiger werdenden Koalitionsmöglichkeiten. Dies wirft die Frage auf, wie Koalitionspräferenzen der Bürger eigentlich zustande kommen. Drittens werden Kandidateneffekte betrachtet. Dabei geht es etwa um die Relevanz von Geschlecht und physischer Attraktivität von Kandidatinnen und Kandidaten und die Personalisierung des Wahlverhaltens allgemein, aber auch um den innerparteilichen Wettbewerb bei der Nominierung der Direktkandidaten in den Wahlkreisen. Weitere Beiträge befassen sich mit der Rolle von Informationen und Wissen im Kontext von Wahlen.

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Cover Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation
Herausgeber
Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels
Auflage/ Ort/ Verlag

Wiesbaden: Springer VS

ISBN 978-3-531-18047-2
328 Seiten
49,99 €

Contesting Europe

Exploring Euroscepticism in Online Media Coverage
Das Buch untersucht wie Politiker und Bürger die Europäische Union und den europäischen Integrationsprozess bewerten. Analysiert werden öffentliche Debatten während der Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009. Mittels einer detaillierten Inhaltsanalyse von Online-Medien werden die direkten und freiwilligen Reaktionen der Bürger auf Nachrichtenartikel erfasst. Die Analyse zeigt eine neue Dynamik hinsichtlich der Debatte („contestation“) über Europa im Internet auf und gibt Aufschluss über den Grad der Konvergenz bezüglich des Euroskeptizismus in den EU-Mitgliedsstaaten. Diese Konvergenz führt zu neuen Herausforderungen für die demokratische Repräsentation in der EU und gibt Auskunft über die gesellschaftliche Basis für eine legitime Europäische Union.
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Contesting Europe
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Autoren
Pieter de Wilde, Asimina Michailidou, Hans-Jörg Trenz
Auflage/ Ort/ Verlag

Colchester: ECPR Press

ISBN 978-1907301513
292 Seiten
33,99 €

Rule of Law Dynamics

In an Era of International and Transnational Governance
Der Sammelband untersucht die verschiedenen Strategien, Mechanismen und Prozesse, welche die grenzüberschreitenden Dynamiken der „Rule of Law“ und die Kluft zwischen nationalem und internationalem Recht beeinflussen und gibt beleuchtet die unterschiedlichen Einflusspfade. Die Publikation zeigt, wie und in welchem Ausmaß sich diese Dynamiken in den letzten Jahren verändert haben, insbesondere im Hinblick auf transnationale und internationale Ebenen von Governance. Zur Erfassung dieser interaktiven Dynamiken bedient sich der Sammelband einer interdisziplinären Herangehensweise, indem er die normative Perspektive der Rechtswissenschaft mit der analytischen Perspektive der Sozialwissenschaften vereint. Damit leistet der Sammelband einen Beitrag zu verschiedenen Forschungsfeldern, einschließlich der Bereiche Rule of Law, Recht und Entwicklung und „good governance“, Demokratisierung, Globalisierung, Neo-Institutionalismus und Recht, internationales Recht, transnationale Governance und die in der Entstehung begriffene Literatur zu rechtlichen Reformen in autoritären Regimen sowie vergleichende Rechtswissenschaft (islamische, afrikanische, asiatische, lateinamerikanische Rechtssysteme).
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Rule of Law Dynamics
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Herausgeber
Michael Zürn, André Nollkaemper, Randall Peerenboom
Auflage/ Ort/ Verlag

Cambridge: Cambridge University Press

ISBN 978-1-107-02471-7
396 Seiten
€ 84,85

Sovereignty and the Responsibility to Protect

The power of norms and the norms of the powerful
Die vorliegende Neuerscheinung behandelt eine zentrale Institution der heutigen Weltordnung – Souveränität – die als Resultat eines komplexen Interaktionsprozesses zwischen Macht und Normen, Politik und Recht im Wandel begriffen ist. Das Buch untersucht eine Reihe kontroverser militärischer Interventionen in die inneren Angelegenheiten von souveränen Staaten und diskutiert deren Folgen für die Regeln der zwischenstaatlichen Gewaltanwendung sowie für das Prinzip der souveränen Gleichheit. Anhand von Fallstudien zu Kosovo, Darfur und Afghanistan wird gezeigt, dass Frames aus bestimmten Diskursen (z.B. der Debatte über die ‚responsibility to protect‘) auf andere Diskurse (Anti-Terrorismus und nukleare Nonproliferation) übertragen wurden um dadurch eine radikale Reinterpretation existierender Völkerrechtsnormen zu legitimieren. Das Buch entwickelt unter Heranziehung von Theorien der Internationalen Beziehungen und völkerrechtstheoretischen sowie soziologischen Ansätzen eine genuin interdisziplinäre Perspektive auf den Wandel des Souveränitätsbegriffs und ist daher für gleichermaßen für Wissenschaftler wie Studenten der der Internationalen Beziehungen und des Völkerrechts von
Interesse.
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Sovereignty and the Responsibility to Protect
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Autor
Theresa Reinold
Auflage/ Ort/ Verlag

London: Routledge

ISBN 978-0-415-62629-3
200 Seiten
€ 100,99

Die Politisierung der Weltpolitik

Umkämpfte internationale Institutionen
Die Beiträge in diesem Band analysieren die Politisierung internationaler Institutionen. Die Politisierungsthese stützt sich auf die Beobachtung, dass (welt-)gesellschaftliche Akteure zunehmend Macht und Legitimitätsfragen im Zusammenhang mit dem globalen Regieren stellen. Sie zeigen sich in einem Maße zu Kritik und Widerstand bereit, die internationale Organisationen (wie Weltbank), suprastaatliche Institutionen oder Unternehmen erkennbar unter Zugzwang geraten lassen. Gleichzeitig nutzen sie internationale Organisationen und Foren, um ihre politischen Ziele zu betreiben.
Die Einleitung bietet einen begrifflichen und theoretischen Rahmen zur Analyse dieser Entwicklungen (Michael Zürn). In empirischen Fallstudien beispielsweise des UN-Sicherheitsrats (Martin Binder), der Weltgesundheitsorganisation WHO (Lora Viola), der Nachhaltigkeitspolitik der Weltbank (Helmut Weidner) oder des OECD-Steuerregimes (Thomas Rixen) wird die Politisierungsthese empirisch geprüft und weiterentwickelt. Auch auf der Makroebene wie etwa bei der Entwicklung transnationaler Proteste (Dieter Rucht) oder der Entstehung einer neuen Konfliktlinie (Edgar Grande/Hanspeter Kriesi) bestätigt sich die These. Abschließend wird in der Zusammenschau gezeigt (Matthias Ecker-Ehrhardt/Michael Zürn), dass eine verstärkte gesellschaftliche Kritik an der mangelnden Legitimität internationaler Institutionen zu beobachten ist und diese Kritik tatsächlich (und in welcher Form) zu institutionellem Wandel führt.
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Die Politisierung der Weltpolitik
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Herausgeber
Michael Zürn, Mathias Ecker-Ehrhardt
Auflage/ Ort/ Verlag

Berlin: Suhrkamp

ISBN 978-3-518-12659-2
412 Seiten
€ 25,00

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Beschreibung

Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung

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Finanzen

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