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WZBrief Bildung

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 ist Deutschland völkerrechtlich dazu verpflichtet, ein inklusives Schulsystem zu schaffen, also Kindern mit Förderbedarf hochwertige Bildung an Regelschulen zu ermöglichen. Bund und Länder halten dennoch am Förderschulsystem fest und begründen das mit einem „Wahlrecht“ der Eltern: Sie sollten sich auch für die gesonderte Beschulung entscheiden können. Diese Argumentation widerlegt der Jurist Michael Wrase im neuen WZBrief Bildung.

Leibniz debattiert - heute!

Am 23. Juni wird in Großbritannien über den Verbleib in der EU abgestimmt. Heute, am Vorabend des Referendums, diskutieren Wolfgang Merkel und Michael Zürn, beide Politikwissenschaftler und beide Direktoren im WZB, um 18 Uhr auf Einladung der Leibniz-Gemeinschaft über Europa und über die Konsequenzen eines “Brexit“: Was bedeutet er für die Europäische Union? Ist die EU hinreichend demokratisch und doch in der Lage, Probleme gemeinschaftlich zu lösen? Wie könnte sie sich weiterentwickeln - mit oder ohne Großbritannien als Mitglied - und wie steht sie in der Welt da?

Call for Nominations

Zum sechsten Mal schreibt das WZB  den A.SK Social Science Award aus. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben und gehört zu den höchstdotierten internationalen Auszeichnungen in den Sozialwissenschaften. Ausgezeichnet wurden bisher der britische Ökonom Sir Anthony Atkinson (Oxford), die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum (University of Chicago), die gemeinnützige Organisation Transparency International (Berlin), der britische Ökonom Paul Collier (Oxford) und die französisch-amerikanische Ökonomin Esther Duflo (MIT).

Geschichte aus Geschichten

Wie fühlte es sich an, als der Neubau am Reichpietschufer 1988 bezogen wurde? Was bedrohte das WZB, was brachte es voran? Welchen Einfluss hatten Erfahrungen und Beziehungen auf die wissenschaftliche Arbeit? In Akten und schriftlichen Berichten finden sich Antworten auf solche Fragen eher zwischen den Zeilen. Direkte Antworten hat Gabriele Kammerer, Medienreferentin im WZB, in Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der WZB-Geschichte gesucht. Erste Einblicke in das laufende Interviewprojekt, das von den Freunden des WZB e.V. großzügig unterstützt wurde, gibt es jetzt online.

Videos der Konferenz online

Vom 17. bis 19. Juni diskutierten auf der diesjährigen ICON∙S Konferenz „Borders, Otherness and Public Law“ Wissenschaftler und Praktiker aus aller Welt ein weites Spektrum von rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlings- und Migrationsströmen. Weitere Themen waren Identität und Ausgrenzung sowie Gleichheit und Ungleichheit. Ausgewählte Panels der Veranstaltung sind jetzt als Videomitschnitte auf dem Youtube-Kanal des WZB verfügbar.

Jetzt online

Ein WZB-Team hat einen Datensatz erarbeitet, der Wahlumfragen aus 128 Parlamentswahlen in 51 Ländern von 1994 bis 2011 zusammenführt und harmonisiert. Er ermöglicht Wahlforscherinnen und Wahlforschern die vergleichende Analyse von politischen Einstellungen und Wahlverhalten. Die Wahlumfragen wurden durch das „Comparative Study of Electoral Systems“-Projekt (CSES) zusammengetragen.

Pressegespräch am 30. Juni, 11 Uhr

Abiturientinnen und Abiturienten, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben, studieren deutlich seltener als Mitschüler, bei denen mindestens ein Elternteil einen Uniabschluss hat. Woran liegt das? Eine Erklärung sind mangelnde Informationen über Nutzen, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums. Wissenschaftlerinnen von WZB und DIW Berlin konnten nun erstmals untersuchen, inwieweit aktiv bereitgestellte Informationen in der Schule die Studienabsicht von Schülern und tatsächliche Bewerbungen um einen Studienplatz beeinflussen. Erste Ergebnisse stellen sie am Donnerstag, 30.

Cynthia Weber über ihr neues Buch

Gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und Geschlechterrollen ziehen sich durch viele Bereiche unserer Gesellschaft. Sie bestimmen, was akzeptiert und was abgelehnt, was als Normalität und was als Abweichung gilt. Doch wie hängen diese Auffassungen eigentlich mit Beziehungen zwischen Staaten zusammen? Wie bestimmen sie, auf welchen Grundlagen Theorien entwickelt werden, um Migration, Terrorismus, wirtschaftliche Entwicklung, Menschenrechte und regionale Integration zu erforschen? Am Freitag, dem 1.