Buch

Demokratie-Krise – empirisch erforscht

Schon seit den 1970er Jahren wird von der Krise der Demokratie gesprochen, vom Verlust des Vertrauens in ihre Legitimation und in die Effizienz und Effektivität ihrer Entscheidungen. Bestätigt die empirische Demokratieforschung diesen theoretischen Krisendiskurs? Diesen Fragen geht das Buch „Demokratie und Krise“ nach, eine gemeinsame Publikation der WZB-Abteilung Demokratie und Demokratisierung unter der Leitung von Wolfgang Merkel.

Die Demokratieforscher am WZB wollen die Frage beantworten, ob sich die Demokratie tatsächlich in einer Krise befindet und wann man überhaupt von einer Krise sprechen kann. In wie vielen Teilsystemen der demokratischen Ordnung müssen sich krisenhafte Symptome zeigen, damit von einer systemischen Krise die Rede sein kann? Wie reagiert die Demokratie auf interne und externe Herausforderungen? In 16 Kapiteln analysieren die Autorinnen und Autoren die klassischen demokratischen Institutionen der politischen Teilhabe (Partizipation), die Abbildung der Bürgerinteressen in der Politik (Repräsentation) und das Zustandekommen von politischen Entscheidungen und deren demokratische Substanz (Regieren). Näher untersucht werden etwa Themen wie Folter und Demokratie, Terrorismus und Bürgerrechte, Parteien und ihre Verantwortung angesichts ökonomischen Umverteilungskonflikten, Demokratie und Deregulierung und die Rolle der Medien.

Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie, hrsg. v. Wolfgang Merkel. Wiesbaden: Springer VS 2015.

Zur Verlagsseite

Das Buch „Demokratie und Krise“ - vorgestellt von Marcus Spittler und Jan Stuckatz (PDF)