Neues Discussion Paper

Ehrenamt in Brandenburg – vielfältig und effektiv

Brandenburg hat mit dem Rückgang und der Alterung der Bevölkerung besonders zu kämpfen. Doch wie reagiert der Dritte Sektor auf diese Herausforderungen? Ein neues Discussion Paper der Projektgruppe Zivilengagement zeigt: Jeder dritte Brandenburger engagiert sich in einem der rund eingetragenen 18.000 Vereine, 350 gemeinnützigen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (gGmbHs), 160 Genossenschaften und 180 Stiftungen. Auch als Arbeitgeber sind diese Organisationen gefragt. 65.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es. Die Forscherinnen und Forscher haben erstmals eine Bestandsaufnahme für den Dritten Sektor eines Bundeslandes vorgenommen und zeigen, angefangen von regionalen Differenzierungen über die erbrachten Leistungen bis zur Entwicklung von Mitgliederzahlen, wie die Organisationen mit den neuen gesellschaftlichen Veränderungen umgehen. Schwerpunkte sind neben Fragen der zunehmenden Ökonomisierung Analysen zur Arbeitsweise und dem Umfeld der Organisationen sowie die Einbindung junger Menschen.

Vor allem in den Bereichen soziale Dienste, im Gesundheitswesen und in der Bildung helfen die gemeinnützigen Organisationen Probleme anzugehen und zu lösen. Die Zahlen aus Brandenburg wurden ins Verhältnis gesetzt zur Situation in ganz Deutschland und zu der in den ostdeutschen Bundesländern. Dabei zeigt sich eine beachtliche Leistungskraft des Dritten Sektors im Land Brandenburg. Zugleich werden bestimmte strukturelle Defizite sichtbar – z. B. im Bereich von Stiftungen und Genossenschaften.

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Zu einem Artikel in der Märkischen Oderzeitung