Studie

Führungskräfte vermissen Kooperation über Grenzen hinweg

Führungskräfte in Deutschland vermissen Kooperation und Kommunikation über die Grenzen ihres jeweiligen Arbeitsgebiets hinaus. Die Neigung zur Abschottung in der Wirtschaft, der Politik und der Zivilgesellschaft macht es schwer, sich gemeinsam den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen. Dies belegt eine Studie des WZB, der Stiftung neue Verantwortung und von Egon Zehnder International.

30 Spitzenvertreter des gesamten gesellschaftlichen Spektrums wurden dafür in qualitativen Interviews über Aspekte der Führungskultur befragt, darunter Minister, Parteivorsitzende, Unternehmensführer, Kirchen- und Medienvertreter.

Übereinstimmend beklagten die befragten Führungskräfte die „Abschottung der Sektoren“. Angesichts steigender Komplexität der zu lösenden Probleme, des rasanten Tempos im Alltag und allgemeiner Skepsis gegenüber den anderen Sektoren fühlen sich viele Führungspersönlichkeiten überfordert.

Die Autoren der Studie, darunter WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger, plädieren für eine verstärkten Austausch über die jeweiligen Sektoren hinweg. Nur so könne eine Verantwortung für die gesamte Gesellschaft wachsen, deren Probleme ohne die Kooperation aller nicht zu lösen seien.

Zur Studie (PDF)

Interview mit den Autoren im manager magazin