Jenseits des Staates - zur Architektur globaler Politik
Klimawandel, Migration, Finanzkrisen – heute können weniger denn je Staaten einzeln den großen Herausforderungen begegnen. Internationale Institutionen und Abkommen gewinnen an Bedeutung. Die Architektur globaler Politik ist Schwerpunktthema des aktuellen Heftes der WZB-Mitteilungen. Forscherinnen und Forscher schreiben darin weniger über eine umfassende „Weltpolitik“, sondern nehmen einzelne Akteure, deren Strategien und Akzeptanz unter die Lupe.
Die Juristen Jakob Zollmann und Mattias Kumm beleuchten die internationale Schiedsgerichtsbarkeit – mit historischem Anlauf der eine, ganz aktuell mit Blick auf CETA und TTIP der andere. Martin Binder und Monika Heupel erklären, warum der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen schweren Stand bei den UN-Mitgliedsstaaten hat. Gisela Hirschmann wertet den Menschenrechtsschutz bei UN-Friedensmissionen aus. Über die Schwierigkeiten einer koordinierten Umweltpolitik schreibt Udo E. Simonis. Der Europäischen Union gelten Analysen von Christian Rauh und Justin Valasek.
Weitere Themen des Heftes sind die Entwicklungen in Marokko nach dem Frühling, eine biografische Betrachtung über Sozialforschung in Ost- und Westdeutschland sowie die noch nicht (genug) erkannte Bedeutung von Big Data für die Gesellschaftswissenschaften.
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