Weltpolitik - Regieren im 21. Jahrhundert
Wie wird eine Welt regiert, in der es keinen Hegemon gibt, keine großen Blöcke, die von Supermächten geführt werden, und kein durchsetzungsfähiges supranationales Organ, das letztgültige Entscheidungen trifft? In der September-Ausgabe der WZB-Mitteilungen stellen Forscherinnen und Forscher das Konzept der Global Governance vor.
Sie widmen sich Fragen, die eine seit dem Ende des Kalten Krieges grundlegend veränderte Weltordnung stellt. Es gibt aufstrebende und selbstbewusste Mächte, die mitreden wollen, nichtstaatliche Organisationen, die an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, es gibt internationale Regelwerke etwa für Handel, Gesundheit, Sicherheit, Friedenssicherung, die aber kein kohärentes Gesamtsystem bilden. Und es entwickelt sich in den Nationalstaaten eine Öffentlichkeit, die sich kritisch mit Entscheidungen auf supranationaler Ebene befasst und fordert, Entscheidungen mit oft weitreichenden Folgen für die Bürger besser zu legitimieren.