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Bücher 2008

Handbook of Quality of Life in the Enlarged European Union

Autor
Jens Alber, Tony Fahey, Chiara Saraceno (Eds.)
Verlag
London/New York: Routledge
ISBN 978-0-415-42467-7
430 Seiten, £ 95.00
Die Erweiterung auf 27 Mitgliedstaaten und vor allem die Aufnahme mittel- und osteuropäischer Länder hat die Europäische Union nicht nur zu einem größeren, sondern zugleich heterogeneren Sozialraum werden lassen. So ist ein beträchtliches Wirtschafts- und Wohlstandsgefälle zwischen der alten EU und den neuen Mitgliedsländern zu konstatieren, durch das manche Beobachter gar den inneren Zusammenhalt in der Union bedroht sehen. Doch ist im Einzelnen wenig über die soziale Situation der Bevölkerung in den Beitrittsländern bekannt. Dem Mangel an fundiertem empirischen Wissen über die Lebensbedingungen und die Lebensqualität in den mittel- und osteuropäischen Gesellschaften abzuhelfen, hat sich dieses Handbuch zum Ziel gesetzt. Es liefert Analysen und Daten zu zentralen Bereichen des sozialen Lebens in Europa und gliedert sich in fünf Blöcke: Fertilität, Familien und Haushalte; Beschäftigung und Arbeitsbedingungen; materielle Lebensbedingungen; Sozialkapital und soziale Kohäsion; Prozesse der Europäisierung. In den einzelnen Beiträgen werden die Neumitglieder sowohl untereinander als auch mit den EU-15-Ländern verglichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus der Frage, wie sich die Erweiterung auf den zukünftigen europäischen Integrationsprozess auswirken wird.

Generationenbeziehungen im Wohlfahrtsstaat

Lebensbedingungen und Einstellungen von Altersgruppen im internationalen Vergleich
Autor
Agnes Blome, Wolfgang Keck, Jens Alber
Verlag
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN 978-3-531-15660-6
419 Seiten, € 39,90
Die Alterung der Gesellschaft und sich ändernde Familienkonstellationen sind gemeinsame Entwicklungslinien der heutigen Wohlfahrtsstaaten. Diese Prozesse gefährden das wohlfahrtsstaatliche Leistungsangebot. Einige Autoren leiten daraus Verteilungskonflikte zwischen Generationen ab. Im Zentrum dieser Studie steht die Frage, wie Staat und Familie die Lebensbedingungen von Generationen prägen und wie sich dieses Wechselspiel auf die sozialpolitischen Einstellungen von Altersgruppen in vier strategisch ausgewählten Ländern - Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden - auswirkt. Im Einzelnen geht es um die Rentenleistungen und die materielle Lebenssituation von Senioren, die Pflege älterer Menschen, Familienpolitik und familienpolitische Leistungen sowie um Kinderbetreuung und Erwerbsbeteiligung von Müttern. Der Vergleich der Länder soll darüber Aufschluss geben, wie verschiedenartig das Zusammenleben zwischen Generationen organisiert sein kann und welche Strategien sich vor dem Hintergrund alternder Gesellschaften als zukunftsfähig erweisen. Die Analysen zeigen, dass dem Zusammenspiel zwischen den Generationenverhältnissen im Wohlfahrtsstaat und den Generationenbeziehungen in der Familie eine zentrale Stellung bei der Regulierung von Verteilungskonflikten zukommt.

Arbeitszeitpolitik im Lebensverlauf

Edition der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 212
Autor
Sebastian Brandl, Eckart Hildebrandt, Philip Wotschack (Hg.)
Verlag
Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung
ISBN 978-3-86593-093-4
174 Seiten, € 20,00
Lebensläufe diversifizieren sich zunehmend. Es entstehen neuartige Kombinationen und vielfältige Übergänge zwischen Phasen der Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit, Qualifizierung, Kinderbetreuung oder Pflege. Zugleich haben Unsicherheiten und Risiken in den Erwerbsbiografien zugenommen, und es zeigen sich deutliche "Schieflagen" der Verteilung von Zeit und Geld im Lebenslauf, etwa in der mittleren Lebensphase in Form kumulierender zeitlicher Belastungen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen untersuchen die Autoren, welche neuen Anforderungen, Möglichkeiten und Ambivalenzen sich daraus für die Neugestaltung der Arbeitszeit im Lebenslauf ergeben. Sie stellen neue Instrumente der Arbeitszeitgestaltung (wie z.B. Lebensarbeitszeitmodelle) vor und bewerten sie anhand erster Erfahrungen mit der betrieblichen Umsetzung. Dabei richtet sich der Blick ebenfalls auf andere Länder, insbesondere die Niederlande, die in der "Lebenslaufpolitik" eine Vorreiterrolle einnehmen. Der Band benennt praktische Problemlagen, aktuelle Handlungsfelder und offene Forschungsfragen zu diesem jungen Themenfeld. Er leistet damit auch einen Beitrag zur Debatte um den demografischen Wandel, in der die Neuorganisation der Lebensarbeitszeit als entscheidend angesehen wird, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen und eine bessere Vereinbarkeit unterschiedlicher Lebensbereiche zu gewährleisten.

Wirtschaftliche und soziale Risiken auf den Arbeitsmärkten von Künstlern

Autor
Carroll Haak
Verlag
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN 978-3-531-16142-6
259 Seiten, € 34,90
Auf nahezu keinem anderen Arbeitsmarkt liegen Erfolg und Misserfolg so nahe nebeneinander wie auf denen für Künstler. Während einige Musiker, darstellende und bildende Künstler regelmäßig Spitzeneinkünfte erzielen, ist für den Großteil ihrer Kollegen die wirtschaftliche Existenz immer wieder von Unsicherheiten geprägt. Dennoch verlieren künstlerische Berufe nicht an Attraktivität, sondern ziehen seit den 1970er Jahren vermehrt Personen an. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Studie mit der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Künstler hierzulande. Zunächst werden die Arbeitsmärkte der drei genannten Berufsgruppen charakterisiert, die spezifischen Strukturmerkmale von Künstlerarbeit (Selbständigkeit/abhängige Beschäftigung, Mischformen, befristete Verträge, Teilzeit, (nicht-)sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, Mehrfachbeschäftigung, schwankende Auftragslage) sowie Veränderungen auf der Arbeitsangebotsseite herausgearbeitet, um dann die Einkommenssituation, das Arbeitslosigkeitsrisiko und die Altersbezüge von Künstlern zu betrachten. Anschließend wird untersucht, in welchem Maße institutionelle Arrangements wie das Künstlersozialversicherungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz und das Urheberrecht sowie kollektive Akteure wie Gewerkschaften und Berufsverbände zur Prävention und Bewältigung wirtschaftlicher und sozialer Risiken beitragen und nicht zuletzt, mit welchen individuellen Strategien die Künstler selbst gegenzusteuern versuchen.

Childhood: Changing Contexts

Comparative Social Research, Vol. 25
Autor
Arnlaug Leira, Chiara Saraceno (Eds.)
Verlag
Biggleswade, UK: Emerald Publishing Limited
ISBN 978-0-7623-1419-5
430 Seiten, £ 57.99
Demografische und gesellschaftliche Veränderungen prägen die Kontexte von Kindheit und die Erfahrung des Kindseins stark. Zugleich nehmen über soziale Gruppen und Gesellschaften hinweg die Unterschiede und Ungleichheiten in der Ausgestaltung von Kindheit neue Formen an. Insbesondere in der entwickelten Welt sind - auf nationaler wie supranationaler Ebene - Themen wie Rückgang oder Anstieg der Zahl von Kindern, ihre materielle und soziale Lage, Erziehungs- und Bildungsangebote sowie die Verteilung von Zuständigkeiten für das Kindeswohl zwischen den verschiedenen sozialen Akteuren auf die politische Agenda gerückt. Öffentliche Diskussionen über Geburtenraten, die Erwerbstätigkeit von Müttern, frühkindliche Betreuung und Förderung verweisen ebenso wie internationale Erklärungen über die Rechte von Kindern auf die fortschreitende Politisierung von Kindheit. Dieser Band spürt sowohl länderbezogen als auch ländervergleichend einigen zentralen Entwicklungstrends nach und analysiert, wie sie die Vorstellungen und Realität von Kindheit transformieren. Im Mittelpunkt steht die Situation in den entwickelten Staaten, doch werden - Stichwort Transnationalisierung und Globalisierung - auch die Probleme von Kindern behandelt, die von Migration und Modernisierungsprozessen in Entwicklungsländern betroffen sind.

Skill Formation

Interdisciplinary and Cross-National Perspectives
Autor
Karl Ulrich Mayer, Heike Solga (Eds.)
Verlag
New York u.a.: Cambridge University Press
ISBN 978-0-521-86752-8
258 Seiten, £ 40.00
In den letzten Dekaden haben sich die Arbeitsanforderungen tiefgreifend verändert. Das bezieht sich nicht allein auf die Inhalte von Arbeit, sondern auch auf Art und Ausmaß der nachgefragten Qualifikationen. Anders als früher ist die berufliche Erstausbildung heute nicht mehr das Eingangstor zu einer lebenslang ausgeübten, gleichbleibenden Tätigkeit. Da fachliches Wissen immer schneller veraltet, müssen sich Bildungsinvestitionen auf den gesamten Lebenslauf erstrecken. Dieser Wandel hat weitreichende Implikationen für die Entwicklung und Vermittlung von Kompetenzen in Schulen, Einrichtungen der beruflichen Bildung und am Arbeitsplatz, denen in diesem Band nachgegangen wird. Bildungspsychologen, Berufspädagogen, Politologen, Ökonomen und Soziologen aus verschiedenen Ländern setzen sich mit drei Fragebündeln auseinander: Was wird unter Kompetenzen, Qualifikationen, Fertigkeiten überhaupt verstanden? Wie grenzen sie sich voneinander ab, und wie können sie gemessen werden? Ein zweiter Strang von Fragen zielt auf die Institutionen, in denen Kompetenzen erworben oder eingeübt werden. Welche Ausbildungssysteme haben sich in unterschiedlichen Ländern herausgeformt, und wie gut sind sie in der Lage, auf die gegenwärtigen Herausforderungen zu reagieren? Drittens geht es um den Zugang zu und die Erträge von Bildung und Ausbildung: Wo und wie werden Kompetenzen und Fähigkeiten weitergegeben, wie werden sie aufrechterhalten, und wann gehen sie verloren? Was tun Gesellschaften, um das Ziel gleicher Bildungschancen zu verwirklichen?

Families, Ageing and Social Policy

Intergenerational Solidarity in European Welfare States Series "Globalization and Welfare"
Autor
Chiara Saraceno (Ed.)
Verlag
Cheltenham, UK/Northamptom, MA, USA: Edward Elgar
ISBN 978-1-84720-648-0
336 Seiten, £ 75,00
Die demographische Entwicklung in Europa hat einschneidende Folgen für die Beziehungen zwischen den Generationen. Als Folge der längeren durchschnittlichen Lebensdauer nimmt der Anteil jener, die sowohl für Kinder als auch für Eltern sorgen, kontinuierlich zu. Die Zahl der Paare ohne Kinder steigt, während Kinder, die geboren werden, immer häufiger geschwisterlos aufwachsen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bands bieten erstmals ein umfassendes Bild der sich wandelnden Generationenkonstellationen in Europa. Pflegeleistungen, finanzielle Unterstützung und emotionale Zuwendung in der Familie werden dabei analysiert, und zwar jeweils mit dem Blick auf beide beteiligten Seiten, die gebende wie die empfangende Generation. Eine wichtige Dimension ist die Frage nach der Rolle des Wohlfahrtsstaats, der in Europa in unterschiedlichem Maße und in unterschiedlicher Form finanzielle und infrastrukturelle Hilfe gewährt. Berücksichtigt werden Entwicklungen in einer Vielzahl europäischer Staaten. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Besonderheiten der Generationenbeziehungen in den Migrantengemeinschaften gerichtet, für die sich spezifische Fragen stellen, wie etwa die weiter bestehenden familiären Bindungen im Herkunftsland.

Full Employment in Europe

Managing Labour Marktet Transitions and Risks
Autor
Günther Schmid
Verlag
Cheltenham, UK/Northampton, MA: Edward Elgar
ISBN 978-1-84720-520-9
ISBN 978-1-84844-147-7)
385 Seiten, £ 85,00 / on-line discount £ 76.50
(auch als E-Book erhältlich:
Die moderne Arbeitswelt ist nicht mehr binär durch Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit, sondern durch Übergänge zwischen variierenden Arbeitsverhältnissen gekennzeichnet. Viele dieser Übergänge sind riskant und entscheiden über das Auf oder Ab der Erwerbskarriere. Die Arbeitslosenversicherung sichert aber nur das Einkommensrisiko bei Arbeitslosigkeit, und die aktive Arbeitsmarktpolitik entspricht nicht mehr den Anforderungen der Risikovielfalt - etwa dem Risiko einer Erosion der Bildung im Erwerbsverlauf, dem Risiko unsteter oder gar existenzgefährdender Einkommen durch befristete Beschäftigung oder niedrige Löhne und dem Risiko reduzierter Erwerbseinkommen infolge der Einschränkung der Erwerbsfähigkeit durch Familienpflichten. Gesucht ist eine neue Vollbeschäftigungspolitik, die auch die Einkommens- und Beschäftigungsrisiken in kritischen Phasen der Erwerbsbiografie absichert. Dieses Buch entwickelt die Grundlagen einer Theorie der Übergangsarbeitsmärkte, stellt gute Praktiken einer lebenslauforientierten Arbeitsmarktpolitik in Europa vor und plädiert für die Erweiterung der Arbeitslosen- zu einer Beschäftigungsversicherung, in der sich nicht nur Arbeit, sondern auch riskante Übergänge zwischen verschiedenen Arbeitsverhältnissen lohnen.

Reform der Arbeitsvermittlung

Uniformierungsdruck in der Bundesagentur für Arbeit
Autor
Holger Schütz
Verlag
Opladen/Farmington Hills: Budrich UniPress Ltd.
ISBN 978-3-940755-03-2
265 Seiten, € 26,90
Im Rahmen der Hartz-Reformen wurde die Arbeitsvermittlung in Deutschland grundlegend verändert. Diese Studie zeigt auf, dass sich Strategien und Praxis der Arbeitsvermittlung immer stärker angeglichen haben. Durch diese zentralistischen Reformen verringert sich die Vielfalt der Implementationsmodelle der lokalen Arbeitsagenturen; das kreative Potenzial der Bundesagentur für Arbeit wurde dadurch geschwächt. Durch die zunehmende Vereinheitlichung der Vermittlungsmodelle und andere Einseitigkeiten der eingeschlagenen Reformstrategie kann es verstärkt zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen und paradoxer Reformeffekte kommen. So wird die Service-Orientierung der Arbeitsvermittlung einerseits verbessert, andererseits verschlechtert. Auch der Ausbau des Controlling hat positive und negative Effekte. Die Reformen steigern die Legitimation der Arbeitsverwaltung, zugleich schafft die Reformstrategie neue Legitimationsprobleme. Der Autor versteht die Reform der Arbeitsvermittlung nicht als politisch neutrale Verwaltungsmodernisierung. Vielmehr vollziehe sich mit