Bücher 2015
International Organization in Time
Fragmentation and Reform
International Organization in Time untersucht, warum Reformatoren häufig anstreben, internationale Organisationen zu vereinen, aber erreichen im Endeffekt stattdessen eine Fragmentierung. Das Buch rekonstruiert die institutionelle Geschichte der Weltgesundheitsorganisation seit ihrer Entstehung in 1946. Es theoretisiert die Fragmentierungsfalle, welche sowohl die Ursache als auch die Konsequenz der Reformversagen in der Weltgesundheitsorganisation ist. Ein Vergleich zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur illustriert die Relevanz der Pfadabhängigkeit und der Fragmentierung für das ganze System der Vereinten Nationen. Das Buch hilft uns im Vorfeld der 70. Jubiläumsfeier der Vereinten Nationen die pfadabhängigen Dynamiken besser zu verstehen, auf welche die Reformatoren internationaler Organisationen stoßen.
Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten
Dieser Band hinterfragt aus verschiedenen Perspektiven die Beziehung zwischen Ökonomie und politischem Verhalten und Einstellungen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Innovative Analysen einer Vielzahl von Datenquellen ergeben, dass der Satz „It’s the economy, stupid!“ mehrfach differenziert werden muss: DEN ökonomischen Wähler gibt es nicht.
Vielmehr gilt es, verschiedene Kombinationen von Wählertypen, Aspekten der Wirtschaft sowie Kontexten zu berücksichtigen. Auch in Hinblick auf Parteien und Politikern ergeben sich für den Wählerwettbewerb relevante Unterschiede in der Bedeutung von Ökonomie und den damit verbundenen politischen Maßnahmen. Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise müssen zudem deren Folgen in den Blick genommen werden, sowohl für die Demokratiezufriedenheit als auch für gesellschaftliche Konfliktlinien. In der Summe liefern die Kapitel sowohl Kritik an als auch eine Weitereinwicklung der Theorie des ökonomischen Wählens.
Das Werk ist Teil der Reihe Studien zur Wahl- und Einstellungsforschung, Band 29.
Vielmehr gilt es, verschiedene Kombinationen von Wählertypen, Aspekten der Wirtschaft sowie Kontexten zu berücksichtigen. Auch in Hinblick auf Parteien und Politikern ergeben sich für den Wählerwettbewerb relevante Unterschiede in der Bedeutung von Ökonomie und den damit verbundenen politischen Maßnahmen. Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise müssen zudem deren Folgen in den Blick genommen werden, sowohl für die Demokratiezufriedenheit als auch für gesellschaftliche Konfliktlinien. In der Summe liefern die Kapitel sowohl Kritik an als auch eine Weitereinwicklung der Theorie des ökonomischen Wählens.
Das Werk ist Teil der Reihe Studien zur Wahl- und Einstellungsforschung, Band 29.
Von Konkurrenz zu Arbeitsteilung
Komplexität und Dynamik im Zusammenspiel internationaler Institutionen
Das internationale System besteht aus einer Vielzahl von Institutionen, die häufig in ihren Funktionen überlappen, aber nicht in eine hierarchische Ordnung eingebettet sind. Ob diese institutionelle Komplexität zwischenstaatliche Zusammenarbeit stärkt oder schwächt, ist eine viel diskutierte Frage. Indem Benjamin Faude zeigt, dass funktional überlappenden internationalen Institutionen die Tendenz zur Herausbildung einer Arbeitsteilung inhärent ist, widerspricht er all denen, die von einer Schwächung internationaler Institutionen sprechen. In die akademische Debatte bringt er auf diese Weise einen neuen Theorieentwurf ein, der erstmals die Herausbildung institutionenübergreifender politischer Ordnungen jenseits des Nationalstaates erklären kann.
Gesucht: Weltumweltpolitik
Herausforderungen im Anthropozän - Jahrbuch Ökologie 2016
Schwerpunktthema der nunmehr 25. Ausgabe des Jahrbuchs Ökologie sind die globale Umweltpolitik und die Herausforderungen, vor denen diese im Zeitalter des Anthropozäns steht. Der erste Teil des Bands setzt sich mit den weltweiten ökologischen Trends auseinander und zeigt auf, wo planetäre Grenzen erreicht oder schon überschritten sind. Wichtige Stichworte sind Erderwärmung, Biodiversitätsverluste, Klimaflüchtlinge. Teil II beschäftigt sich mit den zentralen Aktionsfeldern der bisherigen internationalen Umweltpolitik – Ozon, Klima, Biodiversität, Stoffe, Abfall, Boden, Wald, Wasser und Chemikalien. Dabei wird deutlich, dass trotz der Fortschritte in einigen Sektoren insgesamt keine Umkehr der ökologischen Belastungssituation eingetreten ist. Geschuldet ist dies unter anderem einer zu schwachen Institutionalisierung der Umweltpolitik im UN-System. Teil III widmet sich der notwendigen globalen ökologischen Wende und präsentiert relevante Ansatzpunkte und Ideen, um sowohl auf der politischen als auch der individuellen Ebene auf einen wirkungsvolleren Schutz von Umwelt und Natur hinzuwirken. In weiteren Rubriken werden Vordenker und Vorreiter des Umweltschutzes und global aktive Umweltinstitutionen vorgestellt.
Wege in die moderne Welt
Globalisierung von Staatlichkeit als Kommunikationsgeschichte
Die Geschichte der Globalisierung und die Globalisierung von Staatlichkeit wird in diesem Buch als Kommunikationsgeschichte vorgestellt. Im Zentrum stehen dabei nicht die veränderten Kommunikationstechniken; vielmehr beschreibt und analysiert der Autor den politischen und kulturellen Kontext von Welterfahrung und Weltbeherrschung durch Kommunikation. Eine solche kommunikationssoziologische Perspektive auf das Phänomen der Globalisierung und seine Auswirkung auf den Staatswandel hat bisher gefehlt und schließt an Schupperts »Verflochtene Staatlichkeit « an.
Non-State Justice Institutions and the Law
Decision-Making at the Interface of Tradition, Religion and the State
Die Rechtsprechung ist in westlichen Gesellschaften klar geregelt. Doch was passiert, wenn neben staatlichen Gerichten auch traditionelle Autoritäten rechtliche Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel die paschtunischen Dschirgas in Pakistan? Die Autoren des Bands untersuchen nichtstaatliche, durch Tradition und Religion geprägte Rechtssysteme in Pakistan, Südsudan, Äthiopien, Südafrika und Bolivien und beschreiben die Beziehungen zwischen den dortigen staatlichen und nichtstaatlichen Konfliktlösungssystemen.
Um den Rechtspluralismus zu bewältigen und Brücken zwischen den Systemen zu schaffen, entstehen derzeit in vielen Ländern gesetzliche Regelungen. Das wirft Fragen der Legitimität von Gesetzgebung, der Universalität der Menschenrechte und der Konstruktion von kulturell inklusiven Justizsystemen auf. Und wo die staatlichen Gesetze nicht durchgesetzt werden können, stellt sich die grundlegende Frage nach dem Wert solcher Regelungen.
Um den Rechtspluralismus zu bewältigen und Brücken zwischen den Systemen zu schaffen, entstehen derzeit in vielen Ländern gesetzliche Regelungen. Das wirft Fragen der Legitimität von Gesetzgebung, der Universalität der Menschenrechte und der Konstruktion von kulturell inklusiven Justizsystemen auf. Und wo die staatlichen Gesetze nicht durchgesetzt werden können, stellt sich die grundlegende Frage nach dem Wert solcher Regelungen.
Anti-liberal Europe
A Neglected Story of Europeanization
Gewöhnlich wird die Geschichte des modernen Europas im Licht der gegenwärtigen europäischen Integration erzählt. In diesem erscheint Europa als ein genuin liberales Projekt, das auf politische und ökonomische Freiheit zielte. Vernachlässigt wird dabei, dass im 20. Jahrhundert ebenso Visionen für Europa existierten, die auf vormodernen religiösen Ideen beziehungsweise auf Vorstellungen von kultureller und ethnischer Homogenität gründeten und auch die Ausübung von Zwang oder Gewalt einschlossen. Diesen antiliberalen Visionen von Europa widmet sich das Buch: den Ideen antimoderner Katholiken, der konservativen und extremen Rechten sowie den Konzepten der Kommunisten. Es wird argumentiert, dass antiliberale Projekte von Europa nicht Gegenstück, sondern Teil des europäischen Einigungsprozesses waren.
Außenpolitik mit Autokratien
Demokratien müssen mit Autokratien verhandeln. Daran führt kein Weg vorbei, lebt doch mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung unter autokratischer Herrschaft. Doch wie können westliche Staaten mit autoritären Regimen umgehen? Wie sollte die Außenpolitik demokratischer Staaten aussehen? Ein Patentrezept gibt es nicht, machen die Herausgeber des Bands deutlich, der über die Beziehungen Deutschlands und seiner westlichen Partner zu autokratischen Staaten wie Saudi-Arabien und China informiert, die Stabilitätsfaktoren von Autokratien beschreibt und die Probleme operativer Politik in den Blick nimmt. Im Schlusskapitel gibt es konkrete Handlungsempfehlungen. So sollten demokratische Staaten glaubwürdiger handeln und ihre universellen Werte offensiv vertreten. Im Kampf gegen den Terror sollten sich Demokratien hüten, rechtsstaatlich-liberale Prinzipien aufzugeben oder Allianzen mit Autokratien einzugehen.
Moments of Valuation
Exploring Sites of Dissonance
Wie wird Neues bewertet? Zum Beispiel eine neue Gülleverwertungstechnologie, neuer Wein, ein Parfüm oder eine Maßnahme zur Organisationsentwicklung? Die Autorinnen und Autoren aus vielen Wissenschaftsdisziplinen nehmen zahlreiche Innovationen von kleinen alltäglichen Erneuerungen bis hin zum gesellschaftlichen
Wandel durch neue Technologien in den Blick. Neben den empirischen
Beispielen zeigen sie die Vielfalt der Wertungsweisen und -praktiken, die bei Neuerungsprozessen eingesetzt werden. Sie umfassen ästhetische, politische, wirtschaftliche und technische Wertungen.
Wandel durch neue Technologien in den Blick. Neben den empirischen
Beispielen zeigen sie die Vielfalt der Wertungsweisen und -praktiken, die bei Neuerungsprozessen eingesetzt werden. Sie umfassen ästhetische, politische, wirtschaftliche und technische Wertungen.
After Integration
Islam, Conviviality and Contentious Politics in Europe
Die Einbindung von Muslimen wird in Europa als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen betrachtet. Von einer ganz anderen Warte blicken die Autorinnen und Autoren des Sammelbands auf Integration: Sie analysieren, wie stark der Islam in den europäischen Ländern bereits rechtlich, politisch und institutionell eingebunden ist. Der Band versammelt theoretische Beiträge zur Integration des Islam und zehn Länderkapitel, unter anderem über Schweden, die Schweiz und Österreich. Die beiden Herausgeber Marian Burchardt und Ines Michalowski machen deutlich: Alle untersuchten Länder haben die Rechte der Muslime von 1980 bis 2008 gestärkt, doch gibt es zwischen ihnen erhebliche Unterschiede. Auch die Rolle der Medien wird betrachtet. Diese können die öffentliche Debatte über die Gewährung von religiösen Rechten durchaus negativ beeinflussen, wie zwei Autorinnen in ihren Beiträgen für Frankreich und Belgien nachweisen.
Social Cohesion and Immigration in Europe and North America
Mechanisms, Conditions, and Causality
Wachsende Einwanderung und die steigende Sichtbarkeit von Minderheiten haben in der Wissenschaft eine lebhafte wissenschaftliche Debatte über die Folgen der ethnischen Vielfalt für Vertrauen, Zusammenarbeit den sozialen Zusammenhalt ausgelöst. Unter welchen Bedingungen kann ethnische Vielfalt zu einem Rückgang des sozialen Zusammenhalts führen? Oder führt Immigration auf lange Sicht zu mehr Innovation und stärkerem wirtschaftlichem Wachstum? Der Sammelband versucht interdisziplinäre Antworten auf diese Fragen zu geben: Er vereinigt Beiträge aus der Soziologie, den Politikwissenschaften, der Sozialpsychologie und der Ökonomie, die in ihren Analysen die Folgen zunehmender ethnischer Diversität in den wichtigsten europäischen Einwanderungsländern sowie den USA und Kanada untersucht haben.
Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie
Es gibt kaum einen Begriff in den Politik- und Sozialwissenschaften, der so häufig benutzt wird wie der Begriff Krise. Krise des Sozialstaats, Krise der politischen Parteien, Krise des Parlaments, Eurokrise, Krise im Mittleren Osten, Krise der Diktaturen und schon immer auch: Krise der Demokratie. Steckt die Demokratie tatsächlich in der Krise, oder ist dieses verbreitete Urteil eine Erfindung von Theoretikern und Medien? Die Beiträge dieses Buchs untersuchen den gegenwärtigen Zustand der etablierten Demokratien auf der Grundlage eines gemeinsamen Demokratie- und Krisenverständnisses. Dem Leser wird aus drei theoretischen Perspektiven ein empirisch gehaltvoller Blick auf die zentralen Ebenen der Demokratie in der OECD-Welt geöffnet: der Partizipation, der Repräsentation und des Regierens. Die Krisenphänomene sind vielschichtig und variieren von Institution zu Institution, von Politikbereich zu Politikbereich und von Land zu Land. Von einer allgemeinen oder gar existenziellen Krise kann nicht die Rede sein. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Die Legitimationsachsen der Demokratie verschieben sich. Die Demokratie steht vor großen Herausforderungen.
Handbuch Transformationsforschung
Transformation als nicht evolutionärer gesellschaftlicher Wandel ist
ein historisches Phänomen der Moderne. Gegenstand des Handbuchs sind Felder, Theorien und Methoden der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung. Am Anfang stehen die drei großen Paradigmen der Transformationsforschung: System, Institutionen und Akteure. Es folgen prominente Forschungsansätze unter anderem aus der Modernisierungstheorie, dem Strukturalismus, dem Historischen Institutionalismus, der Entwicklungsökonomik und der Politischen Ökonomie. Ein weiterer Teil ist den Methoden gewidmet. Quantitativ-statistische Verfahren werden hier ebenso vorgestellt wie makro-qualitative Methoden, Methoden aus der Ethnographie, den Wirtschaftswissenschaften und der Diskursanalyse. Nach einem Überblick über die wichtigsten historischen Wellen gesellschaftlicher Transformationen folgt ein Blick auf Sphären der Transformation wie Recht, Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mehr als vierzig kürzere Stichworte von A wie Autokratieförderung bis W wie Wohlfahrtsregime vertiefen einzelne transformatorische Grundprobleme. Dieses Handbuch integriert politikwissenschaftliche, soziologische und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven. Daneben finden rechts- und kulturwissenschaftliche Zugänge Berücksichtigung. Zielgruppen des Handbuchs sind Studierende und Lehrende der Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften sowie Medien und Stiftungen.
ein historisches Phänomen der Moderne. Gegenstand des Handbuchs sind Felder, Theorien und Methoden der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung. Am Anfang stehen die drei großen Paradigmen der Transformationsforschung: System, Institutionen und Akteure. Es folgen prominente Forschungsansätze unter anderem aus der Modernisierungstheorie, dem Strukturalismus, dem Historischen Institutionalismus, der Entwicklungsökonomik und der Politischen Ökonomie. Ein weiterer Teil ist den Methoden gewidmet. Quantitativ-statistische Verfahren werden hier ebenso vorgestellt wie makro-qualitative Methoden, Methoden aus der Ethnographie, den Wirtschaftswissenschaften und der Diskursanalyse. Nach einem Überblick über die wichtigsten historischen Wellen gesellschaftlicher Transformationen folgt ein Blick auf Sphären der Transformation wie Recht, Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mehr als vierzig kürzere Stichworte von A wie Autokratieförderung bis W wie Wohlfahrtsregime vertiefen einzelne transformatorische Grundprobleme. Dieses Handbuch integriert politikwissenschaftliche, soziologische und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven. Daneben finden rechts- und kulturwissenschaftliche Zugänge Berücksichtigung. Zielgruppen des Handbuchs sind Studierende und Lehrende der Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften sowie Medien und Stiftungen.












