Berliner Nachwuchspreis für Tine Hanrieder
Tine Hanrieder hat den mit 10.000 Euro dotierten Berliner Nachwuchspreis erhalten. Der Preis wird jedes Jahr zusammen mit dem Berliner Wissenschaftspreis an exzellente junge Forscher vergeben. Die Politikwissenschaftlerin wird für ihre Arbeiten zu globaler Gesundheitspolitik ausgezeichnet. In ihrem aktuellen Buch zeichnet sie die Geschichte der Weltgesundheitsorgansiation (WHO) nach und zeigt Gründe für das Scheitern von Reformen auf.
Die Jury lobte in ihrer Preisbegründung Hanrieders "methodische Stärke" und ihren "innovativen Forschungsansatz". Darüber hinaus beziehe sie in wichtigen öffentlichen Diskursen zur Gesundheitspolitik deutlich Position.
Dr. Tine Hanrieder ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Global Governance am WZB. In ihren Arbeiten zeigt sie die Dominanz historisch gewachsener Strukturen und fragt, wie neue Interessengruppen und Reformkoalitionen die Eigendynamiken internationaler Institutionen verändern oder verstärken.
Der Berliner Wissenschaftspreis wurde am 20. November 2015 zum achten Mal vergeben. Er würdigt exzellente wissenschaftliche Arbeiten, die sich durch die Breite ihrer Anwendung und einen zukunftsorientierten Ansatz auszeichnen. 2012 hatte WZB-Forscher Marc Helbling den Berliner Nachwuchspreis erhalten.
Über Tine Hanrieders Studie zur Weltgesundheitsorganisation lesen Sie hier mehr.