Autobranche in den BRIC-Staaten

Modern mit radikalen Lösungen

Russland, China und Indien haben eine gut funktionierende Autoindustrie aufgebaut. Ihre Produktionssysteme haben die dortigen Firmen – so wie es weltweit in der Autobranche üblich ist – an den globalen Standards der Lean Production ausgerichtet. Doch wie ist es bei den Personalsystemen? Dominieren hier weiter nationale Standards oder richten sich die Firmen auch hier auf globale Best-Practice-Konzepte aus? Die WZB-Forscher Ulrich Jürgens und Martin Krzywdzinski haben drei Autohersteller in den BRIC-Staaten China, Russland und Indien untersucht. Die Ergebnisse ihrer Forschung werden im neuen WZBrief Arbeit vorgestellt.

Der WZBrief Arbeit beschreibt Ergebnisse aus Fallstudien in den drei Automobilunternehmen GAZ in Russland, Mahindra & Mahindra in Indien und Geely in China. Vier Themen stehen im Vordergrund, in denen die Spannungen zwischen lokalen und globalen Standards sichtbar werden: die Qualifizierung der Produktionsbelegschaft, die Auswahl und Entwicklung der Führungskräfte, das Verhalten und die Sozialbeziehungen in der Fertigung und die Rolle der Gewerkschaften. Überrascherweise zeigen sich die Automobilhersteller nicht an traditionelle Praktiken gebunden, sondern orientieren sich an globalen Standards (etwa im Hinblick auf Auswahl und Karrieren von Führungskräften) und gehen teilweise in der Radikalität ihrer Lösungen darüber hinaus.

Zum WZBrief Arbeit
Zum Archiv