Schader-Preis 2020

Dorothea Kübler, Direktorin der Abteilung Verhalten auf Märkten am WZB, wird mit dem Schader-Preis 2020 der Schader-Stiftung ausgezeichnet. Die Ökonomin habe mit ihren wegweisenden wissenschaftlichen Arbeiten wesentlich zur Etablierung der Verhaltensökonomie als Gesellschaftswissenschaft beigetragen, heißt es in der Begründung der Jury. Der mit 15.000 Euro dotierte Schader-Preis würdigt Gesellschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die durch ihre Forschung und ihr öffentliches Wirken einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten.

„Dorothea Kübler hat sich mit ihren anspruchsvollen experimentellen Arbeiten stets an Alltagsfragen orientiert. Daher erreichte sie eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien und konnte den gesellschaftswissenschaftlichen Wert ökonomischer und experimenteller Forschung in der Öffentlichkeit deutlich machen“, begründet die Hamburger Politikwissenschaftlerin Christine Landfried, Sprecherin des Senats der Schader-Stiftung, die Entscheidung für die diesjährige Preisträgerin.

„Über ihre Medienwirksamkeit hinaus ist es Dorothea Kübler gelungen, mit ihren wissenschaftlich begründeten Problemlösungen praktische gesellschaftliche Verbesserungen zu erzielen. So hat sie in Kooperation mit der Stiftung für Hochschulzulassung an der Verbesserung des Vergabeverfahrens von Studienplätzen gearbeitet. Das neue Verfahren erlaubt es, besser als bisher die Präferenzen von Hochschulen und Bewerberinnen und Bewerbern zu berücksichtigen. Dorothea Kübler verwirklicht daher auf vorbildliche und kreative Weise den Dialog zwischen Spitzenforschung und Praxisorientierung“, so Landfried weiter. 

Der Schader-Preis wird im Mai 2020 in Darmstadt überreicht.

Zur Pressemitteilung der Schader-Stiftung 

 

 

 

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David Ausserhofer
David Ausserhofer

Die Schader-Preisträgerin Dorothea Kübler ist seit 2009 Direktorin der Abteilung Verhalten auf Märkten am WZB, und sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin.

Eine von Dorothea Küblers aktuellen Forschungsarbeiten beschäftigt sich mit den Terminvergaben in öffentlichen Stellen. Gemeinsam mit einem Forschungsteam hat die Wirtschaftswissenschaftlerin ein neues Verfahren entwickelt, mit dem der Schwarzhandel, der um Termine bei öffentlichen Ämtern entstanden ist, gestoppt werden kann. Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier.