Coronaviren auf Schultafel
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WZBrief Bildung

Schule nach Corona

Was kann gegen die durch die Pandemie verursachten Bildungslücken getan werden? Aktuell diskutierte Strategien gehen zu stark von privilegierten Kindern und Standard-Lehrplänen aus, kritisiert Bildungsforscher Marcel Helbig.

Der WZB-Forscher und Leiter des Arbeitsbereiches „Strukturen und Systeme“ am Leibniz-Institut für Bildungsforschung in Bamberg hat die bildungspolitischen Entwürfe, die derzeit kursieren, verglichen. Im Gespräch sind zusätzlicher Unterricht an Samstagen oder in Ferien, das individuell freiwillige oder das kollektive Wiederholen eines Schuljahrs, die Verschlankung von Lehrplänen und die Verlängerung des aktuellen Schuljahrs. Helbig befürchtet, dass Distanzunterricht und Homeschooling ohnehin bestehende Ungleichheiten in den Bildungschancen noch verstärken. Alle Entwürfe für Unterricht nach Corona müssen die Schwächeren im Blick haben und dürfen sich nicht unverändert an alten Maßstäben und Lehrplänen orientieren.

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Den WZBrief Bildung "Als hätte es Corona nicht gegeben. Bildungspolitische Reaktionen auf Schulschließung und Distanzunterricht" finden Sie hier.