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Wie das künftige Internet-Institut aussehen könnte

Homepage der Projektwebsite Vernetzung und Gesellschaft,  Foto: WZB

Anfang März haben Berlin und Brandenburg gemeinsam im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs ihre Bewerbung für ein künftiges deutsches Internet-Institut beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingereicht. Auf der Projektwebsite können sich Interessierte schon jetzt über den Antrag des vom WZB koordinierten Verbunds informieren, zu dem neben dem WZB die vier Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt- Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin und Technische Universität Berlin – sowie die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) gehören. Die Entscheidung des BMBF wird voraussichtlich im Frühsommer 2017 bekannt gegeben.

Jeanette Hofmann, Projektleiterin am WZB und Leiterin der Projektgruppe Politikfeld Internet sagt: „Wir gehen in unserem Antrag von einem umfassenden Ansatz aus, der die Denkweisen verschiedener Disziplinen aufgreift, um die Beziehung zwischen Digitalisierung und Gesellschaft zu erforschen und die Befunde in die Gesellschaft zu bringen.“ Das schlägt sich sowohl in der Gruppe der Antragsteller wie in der Forschungsagenda nieder, die unter anderem wirtschafts-, sozial- und politikwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche sowie informatische und gestalterische Forschungsansätze systematisch miteinander verknüpft. Mit dem Internet-Institut verbindet das Konsortium ein weitreichendes Ziel, wie Jeanette Hofmann deutlich macht: „Wir wollen den grundlegenden Wandel der Gesellschaft begleiten und zugleich die vorhandenen Gestaltungsspielräume deutlich machen. Auf diese Weise trägt das Institut zur Stärkung der Teilhabe und der demokratischen Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft bei.“

Martin Krzywdzinski, Leiter der Projektgruppe Globalisierung, Arbeit und Produktion, beschreibt die Stärken des Instituts so: „Unsere Arbeitswelt und unsere Wirtschaft werden im Prozess der Digitalisierung radikal neu gestaltet, und auch die Wissenschaft benötigt neue Instrumente und Theorien, um dies zu erfassen. Die Zusammenarbeit zwischen Sozialwissenschaften und der Informatik im Internet-Institut bietet dafür eine wunderbare Grundlage.“

Der Bund wird das Institut in den ersten fünf Jahren mit bis zu 50 Millionen Euro fördern. Das Institut soll verschiedene Aspekte der Digitalisierung erforschen und die Erkenntnisse für die Gesellschaft nutzbar machen. Nach einer Vorrunde waren neben Berlin auch München, Bochum, Karlsruhe und Hannover zur Vollantragstellung aufgefordert.

Mehr Details zur Berlin-Brandenburger Bewerbung auf der Projektwebsite