Neuer Sammelband

Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten

Die wirtschaftliche Lage beeinflusst Wahlen. Aber auch umgekehrt gilt, dass der Ausgang von Wahlen Wirkung auf die Wirtschaft hat. Dem engen Verhältnis von Wahlen und Ökonomie widmet sich ein neuer, von den WZB-Forschern Heiko Giebler und Aiko Wagner herausgegebener Sammelband.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Wirtschaftskrise untersuchen die Beiträge, ob und wie ökonomische Entwicklungen die politischen Einstellungen der Bürger und deren Wahlverhalten verändern. Innovative Analysen einer Vielzahl von Datenquellen zeigen, dass der Satz „It’s the economy, stupid!“ mehrfach differenziert werden muss.

Die "Einfachheit des ökonomischen Wählens" sei zwar auf den ersten Blick verführerisch, bei genauer Betrachtung aber unzureichend, betonen Giebler und Wagner. Denn den ökonomischen Wähler gebe es nicht. Auch habe die jüngste Wirtschaftskrise im Vergleich zu früheren Wahlen nicht zu einem Anstieg der Bedeutung des Ökonomischen für das Wahlverhalten geführt, betonen die Herausgeber.

Heiko Giebler, Aiko Wagner (Hrsg.): Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten, Baden-Baden: Nomos Verlag 2015, 399 Seiten.