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2016 ICON∙S Konferenz vom 17. -19. Juni

Grenzen und wer sie wann, aus welchen Gründen überschreiten darf, wer zu einer Gemeinschaft gehört und wer nicht, was gleich und was ungleich zu behandeln ist, wird durch Normen öffentlichen Rechts bestimmt. Fragen nach der rechtlichen Struktur von Problemen und Lösungen im Zusammenhang mit Flüchtlings- und Migrationsströmen, Identität und Ausgrenzung, Gleichheit und Ungleichheit stehen im Zentrum der diesjährigen ICON∙S Konferenz „Borders, Otherness and Public Law“.

Familiengründung in West und Ost

Beim Geburtenverhalten ähneln viele Kinder ihren Eltern. Sie bekommen genau oder fast so viele Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre Eltern, vorausgesetzt sie leben in demokratischen Gesellschaften. Anders verhält es sich in totalitären Regimen. Hier werden Muster der Familiengründung nicht einfach von einer auf die andere Generation vererbt. Diese Erkenntnisse werden jetzt durch eine neue Studie der WZB-Forscherin Anette Fasang gestützt, die erstmals systematisch das Geburtenverhalten in Ost- und Westdeutschland untersucht hat.

Syrer in Deutschland

Das WZB hat eine erste umfangreiche Befragung von geflohenen Syrerinnen und Syrern in Deutschland wissenschaftlich begleitet. Initiiert wurde die Studie  vom Projekt „Adopt a Revolution“. Knapp 900 syrische Flüchtlinge wurden dafür in fünf deutschen Städten zu Fluchtgründen, Konfliktursachen und Zukunftsperspektiven befragt. Heiko Giebler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der WZB-Abteilung Demokratie und Demokratisierung, hat die Initiatoren bei der Konzeption, Durchführung und Auswertung der Umfrage beraten. Am 7. Oktober wurden die Ergebnisse in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

A.SK Social Science Award 2015

Die französisch-amerikanische Entwicklungsökonomin Esther Duflo ist am Samstag, 10. Oktober, im WZB für ihre Studien zur Armutsbekämpfung mit dem A.SK Social Science Award ausgezeichnet worden. Der Preis gehört mit 100.000 Euro zu den international bestdotierten Preisen in den Sozialwissenschaften. Um Maßnahmen der Entwicklungshilfe auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, hat Esther Duflo die aus der Medizin bekannte Methode der randomisierten kontrollierten Studien weiterentwickelt und damit die Entwicklungsökonomie revolutioniert.

Stipendiaten am WZB

Neue Impulse in der Forschung zu Wirtschaft und Governance sollen die Postdoc-Stipendien fördern, die die A.SK-Jury neben dem Preis vergibt. 2015 erhalten diese Auszeichnung, feierlich überreicht am 10. Oktober im WZB, die Politikwissenschaftler Robert F. Lepenies und Mahnaz Zahirinejad sowie die Ökonomin Juliana Silva Gonçalves (nicht im Bild).
 

Drittes WZB-Alumni-Treffen

Einmal WZB, immer WZB. Das gilt jedenfalls für jene gut 60 gut gelaunten Menschen, die am Abend des vergangenen Freitags, am 9. Oktober, den großen Saal des WZB bevölkerten. Alle haben sie einmal im WZB gearbeitet, als Wissenschaftler, als Studierende, in der Infrastruktur. Das jährliche Treffen der Alumni ist zur Tradition geworden. Bereits zum dritten Mal trafen sich alte und neue Bekannte.

Friedrich-Edding-Preis 2015

Die Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz zeichnet die Dissertation von WZB-Forscherin Paula Protsch mit einem der vier diesjährigen Friedrich-Edding-Preise aus. Die Studie über berufliche Chancen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern erhält damit bereits die dritte Auszeichnung - nach dem Ernst-Reuter-Preis 2013 der Freien Universität Berlin und dem Nachwuchspreis Bildungssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Sektion Bildung und Erziehung, im Jahr 2014. Die Auszeichnung wurde am 15. Oktober 2015 in Münster verliehen.

Studie

Je größer die soziale Distanz zwischen Einwanderern und Einheimischen ist, desto größer sind die Einkommensunterschiede zwischen beiden Gruppen. Wie eine Studie des WZB am Beispiel der Schweiz zeigt, verdienen Einwanderer aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit im Durchschnitt deutlich weniger als Schweizer.

Das WZB ist dem Gesetz voraus

Am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ist in weiten Teilen längst Praxis, was die Bundesregierung mit ihrer jetzt eingebrachten Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes erreichen will. Durch gesetzliche Neuerungen sollen die Arbeitsbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland verbessert werden.