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Forschungsthemen
In sieben europäischen Ländern und den USA wurden Teilnehmer der Massendemonstrationen am 15. Februar 2003 gegen den Irakkrieg nach einem einheitlichen Schema befragt. Dies ist die erste ländervergleichende Studie dieser Art und Größenordnung. Sie wurde von Prof. Stefaan Walgrave (Belgien) initiiert
Gemeinschaftsprojekt der Universität Bielefeld und des WZB zur gesellschaftlichen Verantwortung von Wirtschaftseliten. Das Projekt ist Teil des interdisziplinären Forschungsverbundes „Stärkung von Integrationspotenzialen einer modernen Gesellschaft“.
Das Projekt beschäftigt sich mit der frühen deutschen Arbeiterbewegung als Trägergruppe zivilgesellschaftlichen Handelns im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die politische Arbeitervereinsbewegung zwischen den 1830er und 1870er Jahren. Die Analyse bedient sich sowohl Bereichsdefinitionen, die Zivilgesellschaft zwischen Staat, Wirtschaft und Privatsphäre verorten, als auch Begriffsbestimmungen, die Zivilgesellschaft als besondere Form sozialen Verhaltens verstehen. Beide Definitionen werden an den Untersuchungsgegenstand „frühe Arbeiterbewegung“ angelegt.
Das Projekt fragt sowohl nach den Wurzeln und Wandlungen des Zivilgesellschaftsbegriffs von der schottischen Frühaufklärung bis zu den revolutionären Erhebungen in Osteuropa als auch nach der Konstruktion dieser Traditionslinien. Der Begriff Zivilgesellschaft wird in seinem jeweiligen historischen Kontext vorgestellt. In einem ersten Schritt werden die „(bürgerlichen) Meisterdenker“ mit ihren Konzeptionen von „civil society“ vorgestellt; in einem weiteren Schritt sollen nicht-publizierte, „basisnahe“ Texte in die Untersuchung einbezogen werden. Das Projekt behält dabei immer sowohl Alternativkonzepte als auch Äquivalenzbegriffe im Auge. Mit diesem Ansatz soll zum einen das Spannungsverhältnis zwischen der normativen Aufladung des Zivilgesellschaftsbegriffes und den Grenzen bzw.
Die Doktorarbeit beschäftigt sich mit Zivilgesellschaft und Protest anhand der Geschichte der Naturschutz- und Umweltbewegung in Bayern zwischen 1945 und 1980. Vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher und -politischer Veränderungen werden zentrale Konfliktfelder und Akteure untersucht. Es handelt sich dabei um die Bereiche Wasserkraft, Atomkraft und Tourismus sowie den Bund Naturschutz in Bayern, den Touristenverein Die Naturfreunde, den Deutschen Alpenverein sowie Bürgerinitiativen, v.a. aus dem Bereich der Anti-AKW-Bewegung.
Die Doktorarbeit untersucht die Geschichte der „Diskussionslust“ in der westdeutschen Gesellschaft von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die frühen 70er Jahre. Im Zentrum stehen mehrere mikrohistorische Fallstudien. Sie thematisieren unter anderem den Versuch der West-Alliierten, Sinn und Zweck des Diskutierens über Dokumentarfilme zu veranschaulichen, analysieren die Beliebtheit von Radio- und Fernsehdiskussionen (zum Beispiel die Sendung „Internationaler Frühschoppen“) und die Forderung nach „mehr Diskussion“ im Rahmen der 68er Bewegung.