Projekt Projekt
Drucken
-A +A

New opportunities or reinforced disadvantages? Variation in returns to low-achieving school leavers’ participation in pre-vocational training measures (N.O.R.D.)

Forschungsthemen
Bildung und Ausbildung
Projektleitung
Laufzeit
01/2015 – 12/2017
Förderung
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Kooperationen
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg

(Neue Optionen oder verstärkte Benachteiligung? Unterschiede in den Erträgen der Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen von leistungsschwachen Schulabgänger/innen)

Das Projekt widmet sich der Frage, inwiefern und warum die Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen zu neuen Optionen oder zu einer verstärkten Benachteiligung beim Übergang in die Ausbildung führen kann. Besonderes Augenmerk wird dabei den Unterschieden in den Erträgen der Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen von leistungsschwachen Schulabgänger/innen sowie den Selektionsprozessen in berufsvorbereitende Maßnahmen generell und in unterschiedliche Arten von berufsvorbereitenden Maßnahmen geschenkt.
Die Untersuchungsgruppe sind Schulabgänger/innen mit maximal einem Hauptschulabschluss (einschließlich Schüler/innen von Sonderschulen für Lernbehinderung). Verwendet werden die Daten des Nationalen Bildungspanels NEPS der Startkohorte 4 (Panelbeginn in der 9. Klasse im Jahr 2010).
Durch die Nutzung eines Counterfactual Approach (durch Matching-Verfahren sowie der Schätzung von Average Treatment Effects and Difference-in-Difference-Schätzern) sollen die Kausaleneffekte des „Treatments: Berufsvorbereitung“ für den weiteren Verlauf der Ausbildungsbiografie untersucht werden.
Die drei Unterfragen des Projekts lauten: 1. Wer mündet in berufsvorbereitende Maßnahmen und in welche nach dem Verlassen der Schule ein, und warum (Selektionsprozesse)? 2. Wer von den Teilnehmer/innen kann positive Entwicklungen hinsichtlich kognitiver Fähigkeiten, Schulabschlüsse und sozialer Ressourcen verzeichnen, und warum? Und schließlich als zentrale 3. Frage: Unter Berücksichtigung von Selektionsprozessen (siehe Frage 1), wer kann nach der Teilnahme in berufsvorbereitenden Maßnahmen in eine Ausbildung einmünden und in welchen Sektor? Und haben sich die Ausbildungschancen durch Entwicklungen während der Maßnahmenteilnahme (siehe Frage 2) wirklich verbessert? In den Analysen wird zudem für (konstante und zeitveränderliche) regionale Faktoren kontrolliert. Mit dem Projekt wird nicht nur ein bildungspolitisch interessantes Thema behandelt, sondern zugleich auch bildungs- und ungleichheitsrelevante Grundlagenfragen zu Selektionsprozessen bei und „Korrekturmöglichkeiten“ von bildungsbiografischen Weichenstellungen.

Publikationen