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Das Projekt behandelt die Verbindung zwischen:
ethnischer Migration und Bevölkerungsverschiebungen,
der Bildung von Nationalstaaten und
Systemen des Eigentumsrechts in Form eines historisch angelegten Vergleichs zwischen Polen, der Tschechoslowakei und Israel/ Mandatsgebiet Palästina.
Durch neue institutionalisierte Formen politischer Mitbestimmung - Direktwahl des Bürgermeisters, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide - hat sich die politische Landschaft auf lokaler Ebene in den 90er Jahren stark verändert. Die lokalen Erneuerungen haben in der Wissenschaft einiges Interesse hervorgerufen: Mehrere Studien befassen sich mit rechtlichen und historischen Fragen zu direktdemokratischen Elementen oder mit den Auswirkungen der Plebiszite auf kommunale Entscheidungsprozesse und -inhalte. Dabei wurde bislang noch kaum untersucht, ob und welche Mobilisierungs- oder Demobilisierungseffekte die Einführung von Sach- und Personalplebisziten auf zivilgesellschaftliche und politische Partizipation mit sich brachten.
"Governance durch Netzwerke nicht-staatlicher Akteure" ist seit einigen Jahren ein zentrales Thema wissenschaftlicher und politischer Debatten. Netzwerke unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Akteure erscheinen als Hoffnungsträger für die Lösung von lokalen, nationalen und transnationalen Problemen, die von staatlicher Seite häufig vernachlässigt werden oder (national- )staatlich kaum lösbar sind, z.B. nachhaltige Bewirtschaftung und Produktion oder Gerechtigkeitsfragen im Welthandel. Diese Problemlösungskapazitäten könnten, so eine Vermutung, durch Transnationalisierung optimiert werden (z.B. "Best Practice"- Verfahren im Rahmen von NGO-Regimen). Determinanten von Erfolg oder Misserfolg dieser Netzwerkorganisationen - messbar z.B.
Die europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ist von dem Zug zur Ordnung und Bindung politischer Herrschaft durch Verfassungen geprägt. In einem umfassenden Editionsprojekt werden Verfassungstexte aus 22 europäischen Ländern vom Zeitalter der französischen Revolution bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zusammengestellt. Das Projekt wird gemeinsam mit Prof. Johannes Masing (Universität Augsburg, Institut für öffentliches Recht) durchgeführt.
Angesichts der Demokratisierungsbestrebungen in den vergangenen Jahrzehnten hat die Frage, wie Demokratie gemessen und evaluiert werden kann, wieder eine besondere Aufmerksamkeit erhalten. Mittelpunkt der Diskussion und Forschung war aber bisher, ob ein Staat als Demokratie bezeichnet werden kann oder nicht. Wie verhält es sich jedoch mit der Qualität von Demokratie in etablierten demokratischen Staaten? Sind diese tatsächlich vollkommen demokratisch und können sich deshalb einer Beurteilung entziehen? Was genau macht ein gutes oder hohes Maß an Demokratie aus?
Die German Longitudinal Election Study (GLES, http://www.gles.eu) wird gleichberechtigt von vier Instituten getragen. Projektnehmer sind Hans Rattinger (GESIS, Mannheim), Sigrid Roßteutscher (Universität Frankfurt a. M.), Rüdiger Schmitt-Beck (Universität Mannheim) und Bernhard Weßels (WZB).
EES — 2009 European Election Study
Anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009 wurde erstmalig ein zentral koordiniertes Forschungsprojekt durchgeführt, das alle wichtigen Aspekte des Wahlprozesses in allen 27 Mitgliedsländern der EU berücksichtigt. Neben der Erkundung von Möglichkeiten einer Infrastruktur für Demokratieforschung in der EU wurden umfangreiche Daten in den folgenden Bereichen erhoben:
Das Manifesto-Projekt befasst sich seit seiner Gründung als Manifesto Research Group/Comparative Manifestos Project (MRG/CMP) mit verschiedenen Aspekten der Struktur und Leistungsfähigkeit von Parteiendemokratien. Im Jahr 2003 erhielt das Projekt den Preis der American Political Science Association (APSA) für den besten Datensatz im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft.
The Comparative Study of Electoral Systems.
Deutscher Studienteil
Die Comparative Study of Electoral Systems (CSES) ist ein wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt von Wahlforschern auf der ganzen Welt. Das Forschungsprogramm ebenso wie der Fragebogen und das Studiendesign werden von einem internationalen Komitee führender Sozialforscher erarbeitet. Der gemeinsame Fragenkatalog wird von den mitwirkenden Ländern in ihre nationalen Nachwahlstudien integriert. Die gewonnenen Daten enthalten Angaben zum individuellen Wahlverhalten, zur Demographie, zu den Wahlbezirken, zu den nationalen Wahlergebnissen und zu den politischen Systemen.