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Die europäische Integration nimmt einen zunehmend hohen Stellenwert auf der politischen Agenda ein. Sowohl für Parteien, Interessensgruppen, Journalisten und Bürger gewinnt der europäische Einigungsprozess an politischer Relevanz. Wie lässt sich dieser Bedeutungszuwachs empirisch fassen und erklären? Nimmt die zunehmende öffentliche Auseinandersetzung über die europäische Integration Einfluss auf den weiteren Kurs und die demokratische Legitimität der EU? Und welche politischen Effekte hat diese Entwicklung? Das Projekt „Politisierung der europäischen Integration“ führt unsere Forschung zu Formen, Dynamiken, Ursachen und Auswirkungen gesellschaftlicher Umstrittenheit der europäischen Einigung zusammen.
Forschungsthemen
Als Teil des Integrierten Projekts “Rekonstituierung der Demokratie in Europa (RECON)“ möchte die Projektgruppe „Online Euroskepsis“ erforschen, wie und in welchem Ausmaß prominente Internetplattformen in ganz Europa dazu beitragen, eine Debatte über die Europäische Integration zu ermöglichen. Unsere Vorgehensweise besteht dabei darin, zu untersuchen, inwiefern Zeitungs-Websites und häufig besuchte Blogs eine Debatte über Europa darstellen und wie diese Websites funktionieren, um die Partizipation politischer Eliten und Bürger, den Bekanntheitsgrad wichtiger europäischer Themen und die Bildung einer öffentlichen Meinung zu Schlüsselfragen der Europäischen Integration zu fördern bzw. zu verhindern.
Forschungsthemen
Die Motivation von PADEMIA ist es, ein europaweites und nachhaltiges Netzwerk von 56 akademischen Institutionen aus 31 Ländern aufzubauen, das als Reaktion auf die steigende Nachfrage, die parlamentarische Demokratie in Europa zu studieren, Forschung und Lehre fördern soll.
Forschungsthemen
Angesichts eines steigenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung westlicher Industrienationen wird in den letzten Jahren unter dem Stichwort des „Produktiven Alter(n)s“ zunehmend die Möglichkeit produktiver Tätigkeiten dieser Menschen diskutiert. Damit ist einerseits die längere Beteiligung am Erwerbsleben gemeint, andererseits verschiedene andere Partizipationsformen, wie ehrenamtliches Engagement, Pflegetätigkeiten, die Betreuung von Enkelkindern und sonstige informelle Unterstützungsleistungen.
Forschungsthemen
Messungen, Bewertungen und Belohnungen von Leistungen in der akademischen Forschung und Lehre stehen in einer wissenschaftspolitischen Kontroverse. Befürworter einer zunehmenden Messung und Steuerung von Forschung kombinieren Argumente eines „social contract of science“ mit öffentlicher Ressourcenknappheit: Erst die nachvollziehbare, transparente Begründung von Leistungen gegenüber politischen Verantwortlichen, der Gesellschaft und anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, so der Wissenschaftsrat (2011), stelle die Legitimität von Forschung her. Hingegen sehen Kritiker von Leistungsmessungen und -belohnungen die intrinsisch wissenschaftliche Motivation gefährdet, wenn nicht gar verdrängt.
Bisher existieren in den Sozialwissenschaften kaum institutionelle Strukturen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, die einen Wissenstransfer erleichtern können. Dass Kooperationen zwischen Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen für das Gelingen von Wissenstransfer jedoch entscheidend sind, zeigte sich in dem Vorgängerprojekt „Unbekanntes Terrain? Wissenstransfer in den Sozial- und Raumwissenschaften“.