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Paradoxerweise bündeln Organisationen wesentliche Ressourcen für die Entwicklung von Innovationen in der Gesellschaft, aber ihre etablierten Routinen und tradierten Sichtweisen bremsen oftmals die Entstehung und Durchsetzung von neuen Ideen. Daher werden immer wieder neue Ansätze erprobt, um die Lernfähigkeit von Organisationen zu stimulieren. In den letzten Jahren sind unterschiedliche Formen von „künstlerischen Interventionen“, in Organisationen eingesetzt worden, von denen die Entscheidungsträger sich innovative Anregungen für die Organisations-, Personal- bzw. Produktentwicklung erhoffen. Die Erwartungen sind hoch, jedoch mangelt es an systematischen Untersuchungen zu solchen Strategien und ihren Auswirkungen.
Die Zahl atypisch Beschäftigter nimmt über die Zeit langsam aber stetig zu. Dies ist ein Problem, da viele Formen atypischer Beschäftigung keine ausreichende finanzielle Grundlage und/oder Beschäftigungssicherheit bieten. Dennoch kann atypische Beschäftigung nicht ohne weiteres mit prekären Lebenslagen gleich gesetzt werden. Das Projekt beschäftigt sich daher mit der Frage, welche Formen atypischer Beschäftigung zu prekären Lebenslagen führen. Die geplante Quantifizierung von prekärer Beschäftigung im Lebensverlauf, die Beschreibung typischer prekärer Erwerbsverläufe und die Analyse der Unsicherheiten, denen prekär Beschäftigte ausgesetzt sind, ermöglichen eine Neubewertung der aktuellen Regulierung von Beschäftigung und der Institutionen der sozialen Sicherung.
Das starke Wachstum von politiknahen Forschungs- und Beratungsinstituten seit den 1990er Jahren sowie die zunehmende und zunehmend grenzüberschreitende Vernetzung von Experten und Think Tanks bilden den zentralen Gegenstand des Forschungsprojektes. Welche Trägergruppen (analog zu Mitgliederlogiken bei Verbänden) bestimmen die Institute und Organisationszusammenhänge, und welche Einflusslogiken prägen die Prozesse und die sich entwickelnden Strukturen? Kommt es zu einer Pluralisierung der Landschaft oder prägen sich neue Hierarchien aus? Die Debatten über postdemokratische Verhältnisse konzentrieren sich stark auf die nationale Ebene und prangern eine Minderung demokratischer Beteiligungschancen über traditionelle Akteure (Parteien, Verbände) und Institutionen (nationale Parlamente) an.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, aus ungleichheitssoziologischer Perspektive und durch eine Verknüpfung von Betriebs- und Individualdaten (Linked-Employer-Employee-Daten des IAB (LIAB) und Panel „WeLL“) die Bedeutung des betrieblichen Kontextes für betriebliche Weiterbildungsaktivitäten und langfristige Weiterbildungserträge auf dem internen und externen Arbeitsmarkt (in den Dimensionen Entgelt, Beschäftigungsfähigkeit und beruflicher Aufstieg) zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Gruppe der gering qualifizierten Beschäftigten, die am Arbeitsmarkt ebenso wie beim Zugang zu betrieblicher Weiterbildung als stark benachteiligt gilt.
Forschungsthemen
Debatten über soziale Ungleichheit in Deutschland thematisieren häufig die Lage der Mittelschicht. Beispielsweise wird seit Jahren ein „Schrumpfen der Mittelschicht“ diagnostiziert. Auch scheint die „Angst der Mittelschicht vor dem sozialen Abstieg“ zuzunehmen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass diese Debatte mindestens zwei Aspekte hat: Zum einen geht es um sozialen Abstieg aus gesicherten Positionen in der Mittelschicht. Zum anderen werden blockierte Aufstiegswege in die Mittelschicht für Arbeitsmarkteinsteiger thematisiert. Diese Perspektiven werden in der bisherigen Forschung meist unabhängig voneinander betrachtet. Auf der einen Seite stehen Arbeiten, die sich beispielsweise mit dem Armutsrisiko in der Haupterwerbsphase des Lebensverlaufs beschäftigen.
Forschungsthemen
Theoretical background and objectives
Forschungsthemen
Theoretical background and objectives
The GEMM project addresses the ‘Migration, Prosperity and Growth Dimension’ of the call on the European Growth Agenda within the Horizon 2020 framework of the European Commission. With over 20 researchers located in 8 countries in Europe, our consortium will approach this important topic and deliver:
Forschungsthemen
Theoretical background and objectives
Many studies have examined discrimination against minorities, analyzing behavior from corporations, politicians, and individuals alike. Most studies focus exclusively on one individual-level trait, such as ethnicity, class or gender. Taken together, we lack evidence whether state bureaucracies, too, discriminate, and to what degree this discrimination changes from one individual-level trait to another.
Research design, data and methodology