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Ein Forschungsschwerpunkt der Forschungsgruppe "Politik der Digitalisierung" beschäftigt sich mit Internet Governance, verstanden als Gesamtheit aller Aushandlungs- und Koordinationsprozesse zu den verschiedenen Aspekten des globalen Internets. Ein besonderer Fokus der Forschung liegt auf den Akteurs- und Diskurskonstellationen und dem Institutionengefüge, das sich für die globale Internet Governance in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat sowie auf der kritischen Reflexion des Multistakeholder-Ansatzes und möglicher Alternativen.
Im Rahmen der Professur für Internetpolitik von Jeanette Hofmann an der Freien Universität Berlin bietet die Forschungsgruppe in jedem Semester ein sozialwissenschaftliches Seminar für Masterstudierende zu unterschiedlichen Fragen der Internet- und Digitalisierungsforschung an.
Die Syllabi der Seminare stellen wir an dieser Stelle zum Download bereit (PDF):
Die Veranstaltungsreihe Networks & Politics findet regelmäßig in Berlin statt. Sie dient dazu, Akteure aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft mit Interesse an internationaler Internetpolitik und ihrer Auswirkung auf nationaler Ebene besser zu vernetzen
Als Organisatoren fungieren eine Reihe von zivilgesellschaftlichen und akademischen Gruppen, u.a. das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), the Ethical Tech Society und die deutsche Sektion des Internet Governance Forums (IGF-D). Die Veranstaltungsreihe wird von ICANN und Wikimedia Deutschland unterstützt.
Zwischen 2015 und 2018 untersuchte die Forschungsgruppe die Emergenz der Politik des Digitalen in Deutschland als Entstehung eines neuen "Politikfeldes Internet". Unter "Politik des Digitalen" rubrizieren wir das Setzen politischer Rahmenbedingungen im Kontext der digitalen Transformation wie die Umbauten, die dieser Prozess für etablierte Politikbereiche wie die Wirtschafts-, Sicherheits- oder Kulturpolitik auslöste. Die Politik des Digitalen hat ihren Anfang in der Telekommunikationspolitik der 1980er Jahre und reicht über die Internet- und Netzpolitik der 2000er Jahre bis hin zur heutigen Digitalpolitik.
Untrennbar verbunden mit der Politik der Digitalisierung ist die Politik des Datenschutzes. Datenschutz ein Grundrecht, das im Kontext der Digitalisierung als bedroht wahrgenommen wird. Gleichzeitig gilt Datenschutz als Regulierungsinstrument auch als Antwort auf viele der mit der Digitalisierung assoziierten Risiken für unsere Selbstbestimmung. Das Warum und das Wie des Datenschutzes sind jedoch stark umstritten. Das Forschungsprojekt analysierte die Aushandlungsprozesse im Datenschutz aus einer diskursanalytischen Perspektive. Es fragte danach, welche Kritiken und Rechtfertigungen die Beteiligten vorbringen.
Die Forschungsgruppe "Politik der Digitalisierung" beteiligte sich zwischen 2015 und 2019 an dem Forschungsprojekt "Assessing Big Data“ (ABIDA), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Es handelte sich um ein Konsortialprojekt mit fünf Partnern, die aus multidisziplinärer Perspektive die gesellschaftlichen Bedingungen und Folgen hinsichtlich der Erzeugung, Verknüpfung und Auswertung großer Datenmengen untersuchten. Am WZB wurde der politikwissenschaftliche Zugang entwickelt.
Am 25. November 2015 veranstaltete die Forschungsgruppe einen Workshop zum Thema "Entstehung von Politikfeldern — Vergleichende Perspektiven und Theoretisierung". Der Workshop schloß an die Diskussion und die systematische Auseinandersetzung mit Politikfeldentstehung an, die anlässlich der Jahrestagung der DVPW-Sektion "Policy-Analyse und Verwaltungswissenschaft" im Frühjahr 2014 angestoßen wurde.
Zwischen Oktober 2013 und Mai 2014 führte die Forschungsgruppe eine Blitzumfrage durch, um ein Bild vom Politisierungsprozess der Internetpolitik in Deutschland zu gewinnen. Die Umfrage wurde über netzpolitische Blogs verbreitet. Dadurch konnten wir in Erfahrung bringen, wann und wie die Mitglieder der Blog-Communities politisiert wurden, d.h. wann und warum Fragen im Zusammenhang mit dem Internet ihrer Ansicht nach politisch wurden. Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse konnten zum einen spezifische Zeitpunkte der Politisierung identifiziert, zum anderen eine erstaunliche Stabilität der zur Politisierung beitragenden Themen festgestellt werden.
Obwohl die Unternehmensstrategien sehr wichtig sind, gibt es außerhalb des angelsächsischen Raumes kaum empirische Forschung zur Beziehung zwischen Unternehmensstrategien und wirtschaftlicher Leistung und so gut wie keine in Verbindung mit der Unternehmensmitbestimmung. Das Projekt untersucht daher schwerpunktmäßig welche Performanzunterschiede (Kapitalmarktbewertung, Operative Ergebnisse) es gibt zwischen Unternehmen mit verschiedenen Unternehmensstrategien, wie die Mitbestimmung die Wahl und den Erfolg von Unternehmensstrategien beeinflusst.
Das Forschungsprojekt „Voraussetzung sozialer Verantwortung – Privatschulfinanzierung in den deutschen Bundesländern“ schließt an die Privatschulforschung zum Sonderungsverbot (Art. 7 Abs. 4 GG) an. Es widmet sich der Hauptfinanzierungsquelle privater Schulen: der Förderung durch die Bundesländer.
Das Projekt verfolgt das Ziel, die staatliche Privatschulfinanzierung in den einzelnen Bundesländern nachzuvollziehen und miteinander zu vergleichen. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund: